Schüsse im Graefekiez in Berlin-Kreuzberg: Polizei fahndet nach Täter
22-Jähriger verletzt - Lebensgefahr nicht gegeben - Mordkommission übernimmt Ermittlungen
L'essentiel
- Ein 22-Jähriger wurde im Graefekiez in Berlin-Kreuzberg durch Schüsse verletzt.
- Die Polizei fahndet nach dem Täter und prüft mögliche Zusammenhänge zu früheren Schüssen in der Gegend.
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Pourquoi c'est important
Es gab bereits mehrere Schusswaffengehenden im Graefekiez in diesem Jahr.
Anzeige Nach Schüssen im Graefekiez in Berlin-Kreuzberg fahndet die Polizei nach dem Täter. Nach bisherigen Erkenntnissen schoss ein Mann am Freitagabend gegen 20.40 Uhr auf einen 22-Jährigen, der in der Graefestraße vor einem Café saß. Der Mann wurde durch die Schüsse verletzt und nach Angaben der Polizei notoperiert. Lebensgefahr besteht nicht.
Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge zu früheren Schüssen im Graefekiez. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Sie stehe im Austausch mit der Sondereinheit „Ferrum“, die nach einer deutlichen Zunahme von Schusswaffenkriminalität in Berlin im vergangenen Herbst beim Landeskriminalamt gegründet wurde.
Im aktuellen Fall wurden laut Polizei am Abend etliche Tatzeugen vernommen. „Wir versuchen, den möglichen Fluchtweg des unbekannten Schützen nachzuvollziehen“, sagte ein Polizeisprecher in einem beim Kurznachrichtendienst X veröffentlichten Video.
Bei der Suche wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Die Graefestraße wurde weiträumig abgesperrt. Polizisten suchten Straßen, Hauseingänge und Gebüsche ab.
Mehrfach Schüsse im Graefekiez Es waren nicht die ersten Schüsse im Graefekiez und in der Umgebung in diesem Jahr: Am 19. März etwa hielt sich ein 23-Jähriger mit einem Bekannten auf dem Bürgersteig der Graefestraße auf, als mehrere Schüsse auf ihn abgegeben wurden. Zwei Männer wurden damals beobachtet, im Mai wurden vier Verdächtige gefasst.
Lesen Sie auch Im Mai wurde in der Urbanstraße auf ein Auto geschossen. Ersten Ermittlungen zufolge waren zwei Täter laut Polizei auf einem Motorroller unterwegs. Sie stoppten, der Beifahrer stieg ab und schoss mehrfach auf ein Auto, in dem vier polizeibekannte Männer im Alter von 24, 32, 35 und 55 Jahren saßen. Die Täter flüchteten anschließend mit dem Roller.
Wenige Tage später wurde in der Urbanstraße nachts auf einen Spielplatz geschossen, auf dem sich ein Mann aufhielt, wie die Staatsanwaltschaft damals mitteilte. Der Mann blieb unverletzt, laut Zeugen flüchtete ein unbekannter Täter zu Fuß Richtung Hermannplatz.
dpa/coh
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