Schusswaffenangriff in Montreal: Drei Tote, darunter ein Polizist
L'essentiel
- Bei einem Schusswaffenangriff in Montreal wurden drei Menschen getötet: ein Polizist, ein Zivilist und der Angreifer.
- Die Polizei ermittelt die Hintergründe, Medienberichten zufolge war der Täter ein Anhänger der frauenfeindlichen Incel-Bewegung.
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Entsetzen in Kanada: Bei einem Schusswaffenangriff in Montreal sind drei Menschen getötet worden. Dabei handle es sich um einen Polizisten, einen Bürger und einen Angreifer, sagte ein Polizist vor Journalisten. Der Beamte sprach von einem „Albtraum“, dessen Hintergründe noch offen seien. Er erwarte neue Erkenntnisse in den kommenden Stunden.
An eine bei dem Einsatz verletzte Polizistin gerichtet, sagte er: „Halte durch, wir stehen hinter dir.“ Weitere Verdächtige in dem Fall gebe es nicht, der Einsatz halte aber an.
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Einem Medienbericht zufolge war der Schütze Anhänger der frauenfeindlichen Incel-Bewegung. Er habe ein Incel-„Manifest“ hinterlassen, berichtete am Montag der Rundfunksender Radio Canada. Die Polizei äußerte sich dagegen zunächst nicht zu möglichen Motiven oder Hintergründen. Der Täter wurde demnach von der Polizei erschossen.
In der Incel-Bewegung – Abkürzung für „involuntarily celibate“ – schließen sich heterosexuelle Männer zusammen, die nach eigenen Angaben unfreiwillig sexuell enthaltsam und deshalb frustriert sind – und ihren Frauenhass häufig mit Gewaltfantasien verknüpfen. Ein Anhänger dieser Bewegung hatte 2018 bei einem Angriff in Toronto elf Menschen getötet – überwiegend Frauen.
