Schweiz verliert Spitzenplatz im Wettbewerbsranking an Singapur
L'essentiel
- Die Schweiz ist laut einer Studie der Wirtschaftshochschule IMD vom ersten auf den dritten Platz im globalen Wettbewerbsranking zurückgefallen.
- Singapur und Hongkong belegen die vorderen Ränge.
- Hohe US-Zölle und geringere Direktinvestitionen belasten die Schweizer Wirtschaft.
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Die Schweiz verliert ihren Spitzenplatz im IMD-Ranking der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit an Singapur. Dies wird auf hohe US-Zölle, geringere Direktinvestitionen und zunehmenden Protektionismus zurückgeführt.
Die Schweiz hat einer Studie zufolge ihren Spitzenplatz bei der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit an Singapur verloren. Das Land liegt nun auf Platz drei hinter Hongkong, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten weltweiten Rangliste der Wirtschaftshochschule IMD hervorgeht.
Der Abstieg sei vor allem auf eine schwächere Wirtschaftsleistung infolge hoher US-Zölle sowie auf geringere ausländische Direktinvestitionen im vergangenen Jahr zurückzuführen, sagte IMD-Professor Arturo Bris. Wegen ihrer Konsensdemokratie reagiere die Schweiz langsamer auf Krisen, zudem leide das Land unter zunehmendem Protektionismus und einer nachlassenden Globalisierung, hieß es in der Studie.
Die Erhebung bewertetet die Wirtschaftsleistung, staatliche und Firmen-Effizienz, die Rahmenbedingungen für Unternehmen sowie die Infrastruktur in 70 Ländern. Taiwan und die Vereinigten Arabischen Emirate belegen die Plätze vier und fünf. Die USA landen auf Rang zehn, Schlusslicht ist Venezuela.
Eine andere Studie ergab bereits im vergangenen Monat, dass Hongkong die Schweiz als bevorzugten Standort für Geldanlagen wohlhabender Ausländer abgelöst hat. Ivo Germann, Leiter der Direktion für Außenwirtschaft im Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft, betonte, die Schweiz bleibe äußerst wettbewerbsfähig und schneide bei der staatlichen Effizienz sowie der Infrastruktur hervorragend ab.
Die Schweiz trete Protektionismus entgegen, indem sie den Freihandel weiter vorantreibe, fügte er hinzu. Als Beispiel nannte er das jüngste Abkommen mit Indien.
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Questions ouvertes
- Wie wird die Schweiz auf den Bedeutungsverlust reagieren?
- Welche konkreten Maßnahmen sind zur Gegensteuerung geplant?





