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Shenzhen: How China's Tech Hub Turns Ideas into Mass Products
En développement
Handelsblatt02.06.2026Tech11 dk okumaGermany

Shenzhen: How China's Tech Hub Turns Ideas into Mass Products

L'essentiel

  • Shenzhen, China, is the global leader in rapidly and affordably transforming ideas into mass-market products, excelling in hardware-software integration and industrial scaling.
  • This 'Shenzhen Speed' ecosystem fosters innovation in AI, autonomous vehicles, drones, and robotics, attracting talent and investment.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Shenzhen, once a small fishing village, has transformed into a global hub for innovation and manufacturing, particularly in electronics and technology. It is characterized by its unique industrial ecosystem, rapid prototyping capabilities ('Shenzhen Speed'), and a supportive government policy environment that encourages technological development and scaling.

Taille de police

Selbstfahrende Autos, Drohnen, Flugtaxis oder humanoide Roboter – an keinem anderen Ort der Welt wird aus einer Idee so schnell und günstig ein Produkt für den Massenmarkt wie rund um Shenzhen. Sabine Gusbeth, Martin Benninghoff 02.06.2026 - 15:25 Uhr

Dongguan, Guangzhou, Shenzhen. Henk Werner erinnert ein wenig an Daniel Düsentrieb. Kaum ein Ausländer kennt Shenzhen so gut wie der Niederländer, der vor mehr als 25 Jahren zum ersten Mal hierherkam. Shenzhen ist die Stadt „mit den größten Synergieeffekten, die ich je gesehen habe“, sagt er. Und Werner hilft Unternehmern dabei, dieses Ökosystem für sich zu nutzen.

Er betreibt den Maker Space „Troublemaker“, der Ideenlabor, Inkubator und Expertennetzwerk zugleich ist. An den Wänden stapeln sich Kisten mit den unterschiedlichsten Elektrobauteilen. In der Werkstatt im hinteren Bereich stehen ein 3D-Drucker, ein kastenartiger Mini-Reinraum, eine Laserschneidmaschine und ein Gerät, um Silikonformen zu gießen. Drei junge Männer fräsen, löten und schrauben an ihren Erfindungen.

Nirgendwo lässt sich schneller erproben, ob eine Idee als ein reales Produkt umsetzbar ist, als in Shenzhen. Im Managementjargon ist von „Fast Prototyping“ die Rede. Doch damit nicht genug: In den Fabriken in der Umgebung werden aus erfolgreichen Prototypen in kürzester Zeit Massenprodukte. Während viele deutsche Unternehmenslenker ehrfürchtig vom „China Speed“ sprechen, ist hier vom „Shenzhen Speed“ die Rede.

Chinas Ansatz, sich gegenseitig verstärkende, eng vernetzte industrielle Ökosysteme aufzubauen und damit Innovationen hervorzubringen und rasant zu skalieren, ist nirgendwo so ausgeprägt wie im Perlflussdelta. Während das Silicon Valley als Modell für die ultimative Vernetzung von Software und Risikokapital gilt, gibt es im Perlflussdelta eine einzigartige Kombination aus Hardware-Software-Integration plus industriellem Rückgrat, die die schnelle und vor allem günstige Massenproduktion ermöglicht.

Lange war die Region in der südchinesischen Provinz Guangdong als Werkbank der Welt bekannt. Doch längst werden dort nicht mehr nur billige Elektronikgeräte für westliche Konzerne produziert, sondern innovative Produkte in rasanter Geschwindigkeit entwickelt und skaliert, also in Serie produziert.

Ökosystem der Zukunft

Entstanden ist ein Ökosystem der Zukunft, ein Weltklasse-Cluster für physische Künstliche Intelligenz, eine der wichtigsten Zukunftsindustrien. Nirgendwo gibt es bessere Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Produktion intelligenter Autos, Drohnen und Roboter. Nirgendwo wird aus einer Idee so schnell ein Massenprodukt wie hier. Die Region ist damit das Vorbild schlechthin für die Bestrebungen der Staatsführung: Sie will die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu einem Industriemodell weiterentwickeln, das weniger arbeitsintensiv, stärker technologiegetrieben und konsequenter strategisch gesteuert ist.

Damit kommt Shenzhen und Umgebung eine zentrale Rolle im geopolitischen Konflikt zwischen China und den USA zu. Denn die Fortschritte bei KI spielen eine zentrale Rolle.

Die World Intellectual Property Organization sieht die Region Shenzhen-Hongkong-Guangzhou als global führendes Innovationscluster, noch vor Tokio-Yokohama in Japan sowie San Francisco-San Jose in den USA. Auf den weiteren Rängen folgen Peking, Seoul und Shanghai-Suzhou.

In China gebe es viele Industrie-Cluster, aber das Perlflussdelta verfüge über „eine einzigartige Mischung an Kompetenzen“, sagt Brian Gu, Co-Präsident des Elektroauto- und KI-Start-ups Xpeng dem Handelsblatt. Das Unternehmen, das vor zwölf Jahren in Guangzhou gegründet wurde, entwickelt intelligente E-Autos, Robotaxis, Flugautos und humanoide Roboter.

Gu verweist auf den stark ausgeprägten Unternehmergeist in der traditionell exportstarken Provinz Guangdong, einem der wichtigsten Industrie- und Handelszentren Chinas. Diese industrielle Basis, kombiniert mit Shenzhens starker Elektronik- und Internetkompetenz, plus der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und Talenten aus Hongkong „schaffen einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil“, sagt Gu. Deshalb gebe es hier so viele schnell wachsende Unternehmen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das 2023 eingeführte Regelwerk Chapter 18C. Es ermöglicht jungen Technologie-Start-ups, auch ohne Gewinne an die Hongkonger Börse zu gehen. Maßgeblich sind stattdessen technologische Substanz, Forschungsintensität und langfristige Wachstumsperspektiven – insbesondere in Bereichen wie Halbleiter, Künstliche Intelligenz oder Robotik.

Attraktiv für Rückkehrer aus den USA

Diese Dynamik zieht zunehmend auch Rückkehrer aus den USA an, darunter chinesische Tech-Fachkräfte, oft Absolventen amerikanischer Eliteuniversitäten, die Shenzhen und Umgebung dem Silicon Valley mittlerweile vorziehen. Einer von ihnen ist Will Wang. Der junge Unternehmer hat sein Studium zunächst in Shanghai begonnen, danach über ein Austauschprogramm in Berkeley studiert und bei Apple gearbeitet. Nun ist er in seine Heimat zurückgekehrt, wo er die Bedingungen für ein junges, technologiegetriebenes Unternehmen für besser hält.

Sein Traum sei es immer gewesen, bei Apple zu arbeiten, sagt er an einem Samstagnachmittag in seinem Büro in Shenzhen. Viele seiner Kolleginnen und Kollegen sind trotz des Wochenendes ebenfalls gekommen. Wie so oft. Wang schaffte es ins Apple-Watch-Team und musste praktisch im Wochentakt nach China reisen, um die Lieferkette und das Produkt zu optimieren.

Silicon Valley: Viele Tech-Fachkräfte ziehen Shenzhen mittlerweile dem Silicon Valley vor. Foto: AP

Er sah seine Chance, mithilfe dieser Lieferkette seine eigenen Produkte zu entwickeln. Nach Zwischenstationen bei chinesischen Unternehmen wie dem Mobilfunkzubehörhersteller Anker und dem Smartphonehersteller Oppo gründete er sein eigenes Start-up Even Realities, das Smart Glasses für internationale Märkte entwickelt. Er versteht sich als Vertreter einer neuen Generation chinesischer Gründer, die sich nicht über Nachahmung, sondern über eigene Innovation definiert. „In Shenzhen sind wir schneller, wenn es darum geht, wirklich neue Technologien auf den Markt zu bringen“, sagt er.

Er besuche oft zwei Zulieferer pro Tag – einen morgens, einen nachmittags, erzählt er. „Es geht nicht nur um Kosten“, sagt Gründer Wang. „Diese Firmen haben eine extreme Spezialisierung und die Fähigkeit, Dinge tatsächlich umzusetzen.“

Unvorstellbare Vielfalt an Zulieferern

Nirgendwo wird so klar, was damit gemeint ist, wie auf dem Elektrokomponentenmarkt Huaqiangbei, der ein wenig an einen Basar erinnert. Auf fünf Etagen mit unzähligen kleinen Verkaufsständen, oft nur zwei Quadratmeter groß, findet man Elektronikkomponenten in allen erdenklichen Farben und Formen: Displays, Grafikkarten, Festplatten, Kabel, Leuchtdioden, USB-Ports, Speicherchips.

Verkäufer sortieren ihre Waren, stecken oder löten Komponenten zusammen, verpacken Bestellungen. Das charakteristische „Ratsch“, das beim Abreißen vom Paketband entsteht, ertönt aus allen Gängen. Von hier aus gehen die Elektrobauteile, die in der Region produziert werden, an Produzenten im Perlflussdelta, nach ganz China und darüber hinaus.

Kein anderer Ort verkörpert so sehr die Tradition als Standort für günstige Elektronikprodukte und die industrielle DNA des Perlflussdeltas wie der Huaqiangbei-Markt. Hier wird klar: Je näher man an der Quelle sitzt, desto schneller wird aus einer Idee ein Produkt.

Inzwischen sei der Markt eher „zeremoniell“, sagt Henk Werner. Aber er diene immer noch als Inspirationsquelle. Hier könne man bestimmt 300 verschiedene Arten von USB-Anschlüssen finden. Vielen, die diese Auswahl zum ersten Mal sehen, „fällt die Kinnlade auf den Boden“. Wer ein bestimmtes Bauteil suche, erhalte zum Teil zehn Varianten davon kostenlos – „und eine Visitenkarte, in der Hoffnung, dass man zurückkommt und eine Bestellung macht“.

Huaqiangbei-Markt: Kein anderer Ort verkörpert so sehr die Tradition als Standort für günstige Elektronikprodukte und die industrielle DNA des Perlflussdeltas. Foto: Bloomberg

Chatgruppe mit 499 Fabrikeigentümern

Wie das konkret funktioniert, zeigt die Hongkonger Geschäftsfrau Heddy Lai auf ihrem Smartphone. Sie vertreibt gemeinsam mit ihrem ägyptischen Geschäftspartner Mustafa Hassan selbst entwickeltes Mobilfunkzubehör wie Akkus, Ladegeräte und Schutzhüllen an Großkunden in 84 Ländern. Ihr Shop „99 and me“ befindet sich in einem weiteren Technikmarkt, direkt gegenüber von Huaqiangbei.

Hassan präsentiert ein intelligentes Smartphone-Ladegerät inklusive dimmbarer Nachtleuchte, das sich per Sprachsteuerung bedienen lässt. Er arbeitete früher bei Nokia, kennt das Mobilfunkgeschäft seit 24 Jahren, Lai hat die Kontakte zu den Fabrikeigentümern in der Region. Sie öffnet eine Chatgruppe in der chinesischen Nachrichten-App Wechat mit 499 Mitgliedern. „Alles Fabrikeigentümer“, sagt sie, „für alles, was man braucht.“

Insight Innovation

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Es dauere nur Sekunden, die richtigen Bauteile zu finden. Oft noch am selben Tag könne man die Fabrik besuchen, um Details zu besprechen und die Qualität zu prüfen. Vier bis fünf Fabriken in der Umgebung seien an einem Tag zu schaffen. Im Schnitt arbeiten rund 600 Arbeiter in den Werken, schätzt sie. Das mache es möglich, innerhalb von einer Woche aus einer Idee einen Prototyp zu entwickeln, sagt Lai. „Das geht nur in Shenzhen.“

Die sehr gute Lieferkette sei das Ergebnis von 20 Jahren Bemühungen der Lokalregierung. Als Beispiel nennt Lai konkrete Unterstützung für Fabrikbesitzer wie zinsfreie Kredite, um neue Maschinen zu kaufen. Zurückgezahlt werden müsse erst, wenn die Unternehmen Geld verdienten. Zudem helfen die Behörden dabei, Arbeiter zu finden. Und wenn es technische Probleme gebe, vermittelten sie Experten.

Mehr Freiheiten als anderswo in China

Die größte staatliche Unterstützung bestehe jedoch darin, dass es politisch etwas lockerer zugehe, sagt auch Xpeng-Manager Brian Gu. „Shenzhen ist dafür bekannt, mehr Freiraum für Experimente zu haben“, betont er. Die Stadt selbst sei ein Experiment.

Genauer gesagt, ein Experiment, in dem die herrschende Kommunistische Partei (KP) mehr Markt zuließ, ohne dabei die politische Kontrolle aufzugeben. Im August 1980 wurde im erst kurz zuvor gegründeten Shenzhen eine Pilotzone für die Reform- und Öffnungspolitik des damaligen „Obersten Führers“ Deng Xiaoping, eingerichtet. Die erste Sonderwirtschaftszone der Volksrepublik China. Auf einem begrenzten und leicht zu kontrollierenden Gebiet wollte die KP-Führung hier marktwirtschaftliche Reformen erproben.

Xpeng-Manager Brian Gu: „Shenzhen ist dafür bekannt, mehr Freiraum für Experimente zu haben“. Foto: REUTERS

Peking hatte gesehen, wie sich das benachbarte Hongkong unter britischer Kolonialverwaltung als Freihafen zu einer wohlhabenden Stadt entwickelt hatte. In der Volksrepublik herrschte damals noch Planwirtschaft. In der chinesischen Hauptstadt hätten sie das nicht machen können, meint Henk Werner, falls es schiefgeht. „Aber in Shenzhen war nichts.“

Shenzhen wurde schnell zum Pionierort für ausländische Investments, allen voran aus Hongkong. Internationale Ketten und Marken testeten das Geschäftsfeld, darunter McDonald’s, das seine erste Filiale in Festlandchina damals in Shenzhens Innenstadt eröffnete.

In der Sonderwirtschaftszone gewährten die Staatsplaner ausländischen Investoren Zugang, erlaubten privaten Unternehmen, Marktpreise zu verlangen, Gewinne zumindest teilweise zu behalten und weniger Steuern zu bezahlen, liberalisierten die Landnutzung und öffneten den Arbeitsmarkt. Gefördert wurde die Entwicklung durch schnelle und flexible Genehmigungsverfahren auf lokaler Ebene und massive Investitionen in Infrastruktur wie Häfen, Straßen, Stromversorgung.

Shenzhen und das umliegende Perlflussdelta entwickelten sich zum Nukleus für billige Massenfertigung für ausländische Auftraggeber. Aus der Kleinstadt wurde innerhalb weniger Jahrzehnte eine Metropole mit rund 18 Millionen Einwohnern. Heute ist Shenzhen ein zentraler Knotenpunkt in der sogenannten „Greater Bay Area“ und Ziel von Millionen Binnenmigranten aus ganz China. Auch internationale Fachkräfte aus Hongkong, Macau und dem Ausland erhalten dank „Green Channels“ schnellen Zugang zu Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen.

„Sobald du ankommst, bist du Shenzhener“, heißt der inoffizielle Leitspruch der Stadt. Ein deutlicher Unterschied zu traditionsreichen Metropolen wie Guangzhou oder auch Peking und Shanghai mit ihren alteingesessenen Netzwerken, die es Neuankömmlingen schwer machen. Anders als in der Provinzhauptstadt Guangzhou, wo Kantonesisch gesprochen wird, dominiert in Shenzhen das hochchinesische Mandarin. Viele junge Chinesen suchen ihre Chance in der Stadt. Das Durchschnittsalter beträgt 32,5 Jahre und ist damit deutlich niedriger als im Landesschnitt.

„Chinas Traum“

Mit einer rund sechs Meter hohen Bronzestatue des Obersten Führers auf einem Hügel im Lotusberg-Park erinnert die Stadt an seine Verdienste. Dengs Blick ist gerichtet auf die futuristische Skyline des Geschäftsviertels Futian, wo sich einst Agrarflächen reihten. Heute befindet sich am südlichen Rand des Parks eine Station, an der man Essen oder Getränke per Drohne liefern lassen kann.

Chinesische Touristen pilgern zu dem Denkmal, unter ihnen eine Seniorenreisegruppe aus der zentralchinesischen Provinz Sichuan. „Zhongguo Meng“, „Chinas Traum“, steht auf runden roten Aufklebern, die sie sich als Erkennungszeichen an die Brust geklebt haben.

Interview

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Heddy Lai erinnert sich, als sie vor 20 Jahren zum ersten Mal nach Shenzhen kam. Viele kleine Fabriken, in denen Elektronikprodukte, Kleidung und Spielzeug produziert wurden, auch Nachahmerprodukte, waren hier angesiedelt. Die Waren wurden über Hongkong in die Welt exportiert. „Die Qualität war gut, die Preise niedrig“, sagt Lai.

Noch heute erinnern Schwarzhändler, in der Fußgängerzone rund um den Huaqiangbei-Markt, die von zahlreichen Tech-Märkten gefälschte Uhren und Parfum verkaufen, an diese Vergangenheit. Die Fabriken sind längst abgerissen und ins Umland umgesiedelt, nach Dongguan im Nordosten und Huizhou im Nordwesten Shenzhens. Doch nach wie vor ist es die unmittelbare Nähe zu diesen Fabriken, zur viel zitierten Werkbank der Welt, die Shenzhen einzigartig macht: die Möglichkeit, neue Ideen in kürzester Zeit zu realisieren und zu skalieren.

Maschinenraum Dongguan

Viele Zulieferer sitzen im rund 75 Kilometer entfernten Dongguan. Während Shenzhen das schillernde Aushängeschild der Region ist, erinnert Dongguan an den ölverschmierten Maschinenraum. Die Stadt liegt zwischen Shenzhen und Guangzhou, hat rund elf Millionen Einwohner – darunter Millionen Wanderarbeiter ohne festen Meldestatus, die in Tausenden Fabriken arbeiten.

Eine dieser Fabriken ist „Gumi“, ein Hersteller von Sammelpuppen, Spielzeug und auch Erotikprodukten für Erwachsene.

Questions ouvertes

  • What are the long-term implications of Shenzhen's dominance on global supply chains?
  • How will the US-China tech rivalry further impact Shenzhen's development?
  • What are the potential social and environmental impacts of such rapid industrial growth?
  • Will Shenzhen's model of innovation be replicable in other regions?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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