Spanien nutzt Gianni Infantino, um Migranten aus Ceuta fernzuhalten
L'essentiel
- Angesichts des Migrantenansturms auf Ceuta greift Spanien zu einer radikalen Maßnahme: FIFA-Präsident Gianni Infantino soll durch seine Unbeliebtheit Migranten abschrecken.
- Der Plan scheint aufzugehen, und es werden weitere satirische Schritte erwogen.
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Pourquoi c'est important
Spanien steht vor einer großen Herausforderung durch Tausende Migranten, die versuchen, die Exklave Ceuta zu erreichen. Die Regierung sucht nach unkonventionellen Lösungen für die Migrationskrise.
Spanien greift angesichts der in den vergangenen Tagen von Abertausenden Migranten überlaufenen Exklave Ceuta zu einer radikalen Maßnahme. Wie es heißt, spielt ein prominenter Sport-Funktionär eine entscheidende Rolle in dem Plan. „Schweren Herzens haben wir uns dazu entschieden, Gianni Infantino eine große Bühne zu bieten“, erläuterte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez die umstrittene Aktion.
Gerüchten zufolge soll es den Iberern gelungen sein, den Fifa-Präsidenten für einen Auftritt nach Ceuta zu locken. „Das war eigentlich ganz einfach“, ist aus dem Regierungsumfeld zu vernehmen.
Nach Angaben aus Madrid habe man Infantino glauben lassen, dass man als amtierender Weltmeister seine umstrittenen Investorenplänen für die WM abnicke und seiner Idee, künftig Abseitsentscheidungen, Rotsperren oder ganz normale Spielmanipulationen potenten Geldgebern zu überlassen, vollständig zustimmen werde. „Möglicherweise gab auch der Koffer voller Geldscheine und Diamanten, die wir ihm in Aussicht gestellt haben, den Ausschlag“, vermuten die Spanier.
Die Überlegung aus dem Land des Weltmeisters: Der Fifa-Präsident ist inzwischen bei allen Menschen auf der Erde, die weder steinreicher Investor, US-Präsident oder Infantino selbst sind, so unbeliebt, dass niemand mehr den beschwerlichen Weg nach Ceuta auf sich nehmen will. Der Plan scheint aufzugehen: „Wir sind zwar so verzweifelt, dass wir mit einem Schwimmring durchs Mittelmeer paddeln und unser Leben riskieren, aber nicht so verzweifelt, dass wir diesem korrupten Typen begegnen wollen“, ist aus Flüchtlingskreisen zu hören. Selbst Schlepper weigern sich mittlerweile, ihre Kundschaft nach Ceuta zu bringen. „Wir haben schließlich auch einen Ruf zu verlieren“, erklärte einer.
Vor diesem Hintergrund erstaunt es wenig, dass der spanische Außenminister José Manuel Albares jetzt auf X ein vorläufiges Ende der Krise verkünden konnte: „Nahezu alle, die in Ceuta angekommen waren, sind inzwischen wieder nach Marokko zurückgekehrt“.
Aufgrund des großen Erfolgs will man Infantino nun nahelegen, Ceuta zu einem der Austragungsorte der WM 2030 zu machen. Die Aussicht darauf, als Arbeitssklave für den Stadionneubau wie in Katar zu enden, dürfte auf potenzielle Flüchtlinge unattraktiv wirken. Hilfreich könnte auch die neue Regel sein, die die spanische Regierung aus Rücksicht auf Infantino beschlossen hat: Durfte man aufgrund eines Urteils des Obersten Gerichtshofs über die Grenze schwimmende Migranten nicht mehr zurückweisen, so soll das ab sofort nur noch für solche gelten, die mit einem Luxus-Jet anreisen.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Ceuta wird als Austragungsort für die WM 2030 vorgeschlagen.
Probable · En quelques mois
Eine neue Regelung zur Zurückweisung von Migranten wird eingeführt.
Probable · Immédiat


