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Streit um linken Jugendkongress an TU Berlin
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Die Welt11.06.2026Politique2 dk okumaGermany

Streit um linken Jugendkongress an TU Berlin

L'essentiel

  • Streit an der TU Berlin: Ein linker Jugendkongress namens "Take back the future" soll vom 12. bis 14.
  • Juni stattfinden.
  • Die Universität fordert die Veranstalter auf, Programmpunkte zu streichen, was diese als Druck von Rechtsaußen interpretieren.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

An upcoming left-wing youth congress at TU Berlin, organized by the SDS and Studis gegen Rechts, is facing demands from the university to remove certain program items. The organizers suspect pressure from the far-right, specifically citing an AfD-affiliated lawyer who allegedly threatened legal action based on the neutrality principle.

Taille de police

In Berlin gibt es Streit um einen linken Jugendkongress an der Technischen Universität.

Der Kongress mit dem Namen „Take back the future“ wird vom Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband (SDS) und den Studis gegen Rechts der TU Berlin organisiert und soll zwischen dem 12. und dem 14. Juni stattfinden.

Der SDS schreibt in einem Telegram-Post, die Universität habe die Verantwortlichen aufgefordert, mehrere Veranstaltungen aus dem Programm zu nehmen – und vermutet Druck von Rechtsaußen. Zuvor hatte die „taz“ berichtet.

Der Darstellung der Veranstalter zufolge soll ein Anwalt die Uni unter Druck gesetzt und mit rechtlichen Schritten gegen den Kongress gedroht haben. Der Anwalt habe sich dabei auf das Neutralitätsgebot berufen. Der SDS wirft ihm vor, der AfD nahezustehen.

Was die Technische Universität dazu sagt

Eine TU-Sprecherin teilte auf Nachfrage mit: „Die Technische Universität Berlin ist ein Ort des wissenschaftlichen Austauschs, der kritischen Debatte und der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Wir haben das Bestreben, parteipolitischen Streit insgesamt vom Campus fernzuhalten. In konstruktiver Abstimmung mit den studentischen Veranstalter*innen wurde das Programm daher gesichtet und in einzelnen Punkten angepasst.“

Um welche Punkte genau es gehe, sagte die Sprecherin nicht. Auch antwortete sie nicht auf die Frage, ob ein AfD-naher Rechtsanwalt der TU mit rechtlichen Schritten gedroht habe.

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Die Veranstalter wollen am Freitag bei einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Dinge informieren. Den Angaben nach haben 1500 Menschen für den Kongress angemeldet.

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Der Sozialistisch-Demokratische Studierendenverband ist der Studierendenverband der Partei Die Linke. Zu dem umfangreichen Programm gehören etwa 90 Vorträge, schwerpunktmäßig mit Themen zu Feminismus, Faschismus, Krieg und Wehrpflicht. Ein Vortrag trägt den Titel „Björn Höcke – Enthüllung eines Faschisten“. Die „taz“ schreibt, der Vortrag gehöre zu den Programmpunkten, die auf der Streichliste stünden.

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„Es wäre eine klare Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit, wenn die faschistische Agenda von Björn Höcke nicht als faschistische Agenda bezeichnet werden dürfte“, sagt der gechasste Soziologe Andreas Kemper der taz. „In meinem Vortrag geht es nicht um eine Diffamierung von Björn Höcke, sondern ich begründe dort, warum Höcke als Faschist interpretiert werden sollte und warum er hinter den Neonazi-Texten von Landolf Ladig steckt.“

Die Pressesprecherin des „Take Back The Future“-Kongresses fordert in der Zeitung alle auf, jetzt erst recht zum Kongress zu kommen. „Die AfD möchte unseren Kongress verhindern. Das ist ein Angriff auf Universitäten als Orte des kritischen Diskurses. Wir dürfen vor der AfD nicht einknicken“, sagte Veronika Dinter. Der SDS fordere dies auch von der TU.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • The organizers will hold a press conference to detail the situation and their response.

    Très probable · En quelques jours

  • The congress will proceed, possibly with some modifications or under heightened scrutiny.

    Possible · En quelques semaines

Questions ouvertes

  • Which specific program items were requested to be removed?
  • What was the exact nature of the legal threats made by the lawyer?
  • What is the TU Berlin's official stance on the alleged AfD influence?
  • Will the organizers comply with the university's demands or proceed with the original program?

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This article was originally published by Die Welt.

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