Thorsten Frei wird neuer Fraktionsvorsitzender der Union
L'essentiel
- Nach dem Rücktritt von Jens Spahn wegen der Leihmutterschaftsdebatte haben sich CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder auf Thorsten Frei als neuen Fraktionsvorsitzenden der Union geeinigt.
- Frei, bisher Kanzleramtschef, soll nächste Woche offiziell gewählt werden.
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Jens Spahn trat als Fraktionsvorsitzender der Union zurück, nachdem er und sein Mann bekannt gaben, durch eine Leihmutter in den USA Eltern geworden zu sein, was in Deutschland verboten ist.
Infolge der Debatte über Leihmutterschaften trat Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der Union zurück. Jetzt ist sein Nachfolger gefunden: Der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei soll übernehmen.
Zunächst hatten mehrere Medien übereinstimmend berichtet. Inzwischen gibt es auch eine Pressemitteilung der Unionsfraktion. Demnach einigten sich die Parteichefs, Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), auf die Personalie. Frei, 52 Jahre alt, wurde dem Fraktionsvorstand demnach in einer Videokonferenz vorgeschlagen. Die Fraktion soll ihn kommende Woche in einer Sondersitzung wählen.
Wer für Frei im Kanzleramt übernimmt, ist offen. Merz hatte im ZDF-»Sommerinterview« am Wochenende bereits angedeutet, dass die Nachfolgefrage für Spahn eine Gelegenheit für eine Kabinettsumbildung sein könnte.
Frei war in der vergangenen Legislaturperiode Parlamentarischer Geschäftsführer unter dem damaligen Fraktionschef und Oppositionsführer Merz. Er kennt die Arbeit an der Fraktionsspitze also. Schon nach der Bundestagswahl 2025 war Frei für den Fraktionsvorsitz im Gespräch, Merz holte ihn aber ins Kanzleramt. Dort fasste der Politiker aus dem Schwarzwald nur schwer Fuß. Parteikollegen warfen ihm vor, lieber Interviews zu geben, als die Koalitionsarbeit zu koordinieren.
Spahn umging ein Verbot in Deutschland
Spahn und sein Mann hatten vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie Eltern geworden seien. Eine Leihmutter in den USA brachte ihren Sohn zur Welt. Damit umgingen die beiden ein in Deutschland geltendes Verbot, das Spahn in der CDU mitgetragen hat. Auch viele Parteikollegen reagierten empört. Am Samstag trat Spahn als Fraktionschef zurück.
Kanzler Merz sagte zu Wochenbeginn, er wolle der Fraktion gemeinsam mit Söder zeitnah einen Vorschlag für die Spahn-Nachfolge unterbreiten. Söder äußerte gleichzeitig die Hoffnung, dass der gemeinsame Vorschlag dann »hoffentlich große Zustimmung findet«. Bereits früh hatte Frei als Favorit auf den Posten gegolten. Er gilt als loyaler Vertrauter des Kanzlers.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Thorsten Frei wird nächste Woche zum Fraktionsvorsitzenden der Union gewählt.
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- Wer übernimmt Freis Posten im Kanzleramt?






