Trump ernennt Pulte zum Geheimdienstkoordinator
L'essentiel
- Donald Trump ernennt Pulte zum neuen Geheimdienstkoordinator der USA.
- Pulte übernimmt die Koordination der Geheimdienste in einer global angespannten Phase.
- Kritiker werfen Trump vor, unliebsame Gegner aus ihren Ämtern treiben zu wollen.
Résumé généré par IA
Wenn es um Jobs in höchsten Ebenen der US-Regierung geht, ist Donald Trump eher entspannt, was die Qualifikation von Kandidaten angeht. Ob er oder sie unbedingt geeignet ist – etwa durch einschlägige Vorerfahrung – scheint nicht immer erstes Einstellungskriterium zu sein. Das zeigt sich an der jüngsten Personalie wieder einmal.
In seiner neuen Rolle übernimmt er die Koordination der Geheimdienste in einer Phase globaler Spannungen, geprägt durch den Krieg in Iran, den russischen Angriff auf die Ukraine und den wachsenden Einfluss Chinas. Der Geheimdienstkoordinator in den USA steht an der Spitze der US-Nachrichtendienste und fungiert als Hauptberater des Präsidenten in nachrichtendienstlichen Angelegenheiten.
Ein genauer Termin für den Amtsantritt steht noch nicht fest. Für eine Übergangszeit von bis zu 210 Tagen benötigt er aber keine Bestätigung durch den Senat.
In seinem alten Job ging er gegen Demokraten vor
Der Posten wird frei, weil Tulsi Gabbard vor Kurzem ihren Rücktritt zum 30. Juni angekündigt hatte. Als Grund nannte sie familiäre Gründe. Ihr Mann sei an einer seltenen Form von Knochenkrebs erkrankt. Medien hatten aber zuvor berichtet, dass zwischen ihr und Trump die Meinungen rund um den Irankrieg auseinandergingen. Es blieb unklar, ob Pulte dauerhaft Geheimdienstdirektor bleiben soll.
Pulte kommt aus einem Umfeld, aus dem Vorwürfe gegen ein Vorstandsmitglied der US-Notenbank wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei Hypotheken aufgekommen waren. Trump wollte erreichen, dass Vorständin Lisa Cook entlassen wird (mehr zu dem Fall hier). Sie wehrte sich und blieb vorerst im Amt. Aktuell beschäftigt sich der Oberste Gerichtshof mit dem Fall.
Kritiker werfen Trump vor, unliebsame Gegner aus ihren Ämtern treiben zu wollen, darunter den Demokraten Adam Schiff und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James (mehr hier). Sie monieren zudem, dass Pulte eine Art Befehlsempfänger Trumps sei und unwidersprochen umsetze, was dieser verlange. Einige US-Medien bezeichnen Pulte als »Kampfhund« des Präsidenten, der bekannt dafür ist, dessen politische Gegner öffentlich anzugreifen.




