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Trump greift republikanischen Abgeordneten Thomas Massie an
Politique
Spiegel Ausland20/05/2026Politique2 min de lectureGermany

Trump greift republikanischen Abgeordneten Thomas Massie an

L'essentiel

  • Donald Trump hat den republikanischen Kongressabgeordneten Thomas Massie scharf kritisiert und dessen Wiederwahl in Kentucky torpediert.
  • Trump bezeichnete Massie als "furchtbar" und "Vollidiot", da dieser sich gegen Trumps Positionen gestellt hatte.
  • Dies ist Teil von Trumps Strategie, Kritiker aus der Partei zu entfernen.

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Wenn Donald Trump eine Sache nicht mag, dann ist es Widerspruch, noch dazu aus den eigenen Reihen. Deswegen haben es Trump-Kritiker bei den Republikanern nicht so leicht. Das hat nun auch Thomas Massie zu spüren bekommen. Für einen Distrikt des Bundesstaates Kentucky sitzt er im US-Repräsentantenhaus und kämpft in der laufenden Kongress-Vorwahl wieder um seinen Platz. Präsident Trump hat aber nun kräftig gegen Massie ausgeteilt und Unterstützung für einen Gegenkandidaten geäußert.

»Thomas Massie ist ein furchtbarer Kongressabgeordneter«, sagte Trump bei einem Auftritt am Weißen Haus. »Ich glaube, er ist in Wirklichkeit ein Demokrat«, sagte er. Zuvor hatte er Massie als »Vollidioten« und »Widerling« beschimpft. Den Showdown in Kentucky werten Beobachter als Teil von Trumps Plan, Kritiker aus der Republikanischen Partei zu entfernen. In Kentucky unterstützt Trump statt Massie nun den Landwirt und früheren Elitesoldaten Ed Gallrein.

Massie hatte Trump verärgert, weil er sich gegen den Irankrieg und die Attacke auf Venezuela gestellt, sowie Hilfen für Israel kritisiert hatte. Außerdem hatte Massie dazu beigetragen, die Akten-Freigabe rund um den Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein voranzutreiben, mehr dazu lesen Sie hier . Genug Stoff, um Trump wütend zu machen.

Während der Präsident nun über ihn herzog, war Massie beim Sender Fox News darum bemüht, die Wogen zu glätten. Er betonte die Gemeinsamkeiten mit Trump. »Ich trete nicht gegen Präsident Trump an. Die meisten Menschen, die für mich stimmen, unterstützen Präsident Trump so wie ich«, sagte der 55-jährige Elektroingenieur und Unternehmer, der Kentucky seit Ende 2012 im Repräsentantenhaus vertritt.

Trumps Vorhaben, Widersacher aus der eigenen Partei zu drängen, ist bereits weit fortgeschritten. So feierte der Präsident erst am Sonntag die Vorwahl-Niederlage des langjährigen republikanischen Senators von Louisiana, Bill Cassidy.

Andere Republikanerinnen und Republikaner stellen sich nach Auseinandersetzungen mit Trump gar nicht erst zur Wiederwahl im Kongress. Zu den bekanntesten gehört die frühere Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, die ihr Mandat im Januar niederlegte. Sie hatte gegen Trumps Willen ebenfalls die Freigabe der Epstein-Akten unterstützt und Militärinterventionen widersprochen, da sie nicht zum »America First«-Programm des Präsidenten passten. Trump nannte sie eine »Verräterin«. Mehr dazu lesen Sie hier .

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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