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TSV 1860 München droht Insolvenz nach Rückzug des Investors
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TSV 1860 München droht Insolvenz nach Rückzug des Investors

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Dem zwangsabgestiegenen TSV 1860 München droht die Insolvenz. Der Investor des in die Viertklassigkeit abgestürzten Traditionsclubs, Hasan Ismaik, möchte vorerst kein neues Geld geben und den Club auch nicht vor einer möglichen Pleite retten.

»Ich glaube, mittlerweile ist allen klar, dass es keine Lösung sein kann, Jahr für Jahr einfach nur neues Geld zur Verfügung zu stellen«, heißt es in einer Stellungnahme Ismaiks gegenüber der »Süddeutschen Zeitung« . »Die eigentliche Frage ist, wie der Verein eine stabile Zukunft aufbauen will, die nicht jede Saison von Notfallfinanzierungen abhängig ist«, erklärte Ismaik weiter und betonte, dass es eben nicht die Frage sei, »ob eine Person einer anderen einen weiteren Kredit gewährt«.

Durch den Rückzug des Hauptsponsors, der nach dem Zwangsabstieg aus der 3. Liga von einem Sonderkündigungsrecht gebraucht machte, fehlen 1860 wohl rund 2,7 Millionen Euro. Das entspricht in etwa der Summe, die zur Lizenzerteilung benötigt worden war. Am Startrecht in der Regionalliga würde sich nach dem Bericht nichts ändern. Einen ähnlichen Fall gab es bereits 2022 mit Türkgücü München.

Verein verkündet Kündigung

Der Verein arbeitet derweil an einer Zukunft ohne den Investor. Bisher hatte Ismaik wiederholt darauf bestanden, seine Anteile verkaufen zu wollen, im vergangenen Jahre soll er aber wiederholt Angebote abgelehnt haben. Auf einem eigenen Instagram-Kanal teilte der Verein nun mit, dass der geschlossene Kooperationsvertrag mit Ismaiks Firma HAM International Limited »aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt« worden sei.

Wie das öffentlich-rechtliche Nachrichtenportal BR24 berichtet , verliert die KGaA durch die Kündigung ihr Spielrecht. Das liegt demnach jetzt beim Stammverein, der bereits eine Zulassung vom Bayerischen Fußballverband (BFV) für die kommende Saison in der Regionalliga, der vierten Liga, bekommen haben soll. Der TSV 1860 München soll dort erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten wieder als TSV München von 1860 e. V. antreten.

Es ist unklar, ob der Verein mit der Kündigung durchkommt oder Ismaik juristisch dagegen vorgehen wird. Unter dem Instagram-Beitrag des Vereins sammeln sich auch kritische Stimmen, die eine Insolvenz des Vereins fürchten. Aber vor allem schreiben dort viele Unterstützer, die das Wirken des Investors, der mit seinem Unternehmen 60 Prozent der Anteile an der KGaA hält, kritisch sehen.

Hoffnung könnte der bisherige Hauptsponsor machen, das Versicherungsunternehmen Die Bayerische. Das Unternehmen verkündete nach dem Zwangsabstieg, von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Am Ende seiner Stellungnahme schreibt das Unternehmen aber : »Ob dies das Ende eines gemeinsamen Weges ist oder der Beginn eines echten Neuanfangs, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.«

Dann, so heißt es, würde man sich Gesprächen nicht verschließen. Möglich, dass es für diesen echten Neuanfang in Giesing das Ende von Hasan Ismaik braucht.

Mehr zum freien Fall der Münchner Löwen lesen Sie hier .

This article was originally published by Spiegel Sport.

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