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US-Verteidigungsminister ordnet Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland an
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Tagesschau Ausland02.05.2026Politique3 dk okumaGermany

US-Verteidigungsminister ordnet Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland an

Die Entscheidung folgt auf Spannungen zwischen US-Präsident Trump und Bundeskanzler Merz bezüglich der US-Offensive gegen den Iran

L'essentiel

  • US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angekündigt.
  • Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund diplomatischer Spannungen zwischen Präsident Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

US-Truppen sind seit Jahrzehnten in Deutschland stationiert und dienen als Drehkreuz für weltweite Einsätze. Der US-Kongress hat zudem einen Sicherheitsmechanismus für die Truppenstärke in Europa etabliert.

Taille de police

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Abzug von etwa 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Man gehe davon aus, dass der Abzug innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate abgeschlossen sein werde, teilte ein Sprecher des Pentagons mit.

Diese Entscheidung folge einer gründlichen Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa, so der Sprecher. Sie trage den Anforderungen der Einsatzgebiete sowie den Bedingungen vor Ort Rechnung.

Trump hatte jüngst bereits angekündigt, einen entsprechenden Schritt zu prüfen. Zuvor hatte er deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz geübt, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen Iran geäußert hatte.

In Europa gibt es seit Jahrzehnten Dutzende große US-Militärstützpunkte. Bei den weltumspannenden Einsätzen der Amerikaner - etwa im Nahen Osten - sind sie von enormer Bedeutung: Hier sind Truppen, Waffen, Schiffe und Flugzeuge stationiert, es werden Drohnen gesteuert oder auch Verletzte versorgt. In Deutschland gehören dazu das US-Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart und als Drehkreuz der US-Luftwaffe der Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz.

Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert - davon rund 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen.

Der US-Kongress hatte Ende vergangenen Jahres einen Sicherheitsmechanismus beschlossen: Die Gesamtzahl der Streitkräfte, die dauerhaft im Zuständigkeitsbereich des Europa-Kommandos sind, darf nicht länger als 45 Tage unter 76.000 liegen. Danach müssten bestimmte Berichtswege eingehalten werden, um eine Verringerung anzustrengen.

Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht. Damals hatte er einige Monate vor seinem Abschied aus dem Weißen Haus angekündigt, er wolle 12.000 der damals rund 35.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Mehrere Tausend davon sollten innerhalb von Europa verlegt werden, andere sollten in die USA zurückkehren.

Trump beschrieb das Vorhaben damals als Strafaktion für die aus seiner Sicht mangelnden deutschen Militärausgaben. Sein Nachfolger Joe Biden stoppte die Pläne dann nach seinem Amtsantritt.

In seiner zweiten Amtszeit hatte Trump Deutschland zunächst Hoffnung gemacht, die dort stationierten US-Soldaten in bisheriger Truppenstärke zu belassen. Bei einem Besuch von Merz in Washington im Sommer vergangenen Jahres sagte er auf Nachfrage einer Reporterin, wenn Deutschland die amerikanischen Soldaten dort haben wolle, sei er dazu bereit. "Ja, das werden wir tun. Das ist kein Problem."

Erst im März hatte Trump dem Bundeskanzler nach dessen Angaben bei einem weiteren Besuch in Washington zugesagt, dass die USA an ihrer Truppenpräsenz in Deutschland festhalten wollten. "Das ist eine gute Nachricht, die ich aber auch anders nicht erwartet habe", sagte der CDU-Vorsitzende nach einem Treffen mit Trump.

Der Kanzler und der US-Präsident pflegten monatelang ein recht gutes Verhältnis zueinander - mit Blick auf den Iran-Krieg schlug Merz zuletzt aber öffentlich kritische Töne an. Bei einer Diskussion mit Schülern im Sauerland sagte er Anfang der Woche: "Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung." Die USA könnten den Krieg nicht schnell beenden, "weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben".

Trump attackierte Merz danach persönlich: "Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!", schrieb er am Dienstag auf Truth Social. Es sei kein Wunder, "dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!". Er warf Merz vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Verschärfung der diplomatischen Spannungen zwischen Berlin und Washington

    Très probable · En quelques semaines

  • Debatte im US-Kongress über die Einhaltung der Truppenstärke-Gesetze

    Probable · En quelques semaines

Questions ouvertes

  • Welche spezifischen Standorte sind vom Abzug betroffen?
  • Wie reagiert die Bundesregierung offiziell auf die Ankündigung?
  • Wird der US-Kongress den Abzug aufgrund der gesetzlichen Vorgaben blockieren?

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This article was originally published by Tagesschau Ausland.

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