USA und Belgien qualifizieren sich für das Achtelfinale
L'essentiel
- Die USA besiegten Bosnien-Herzegowina 2:0 und treffen im Achtelfinale auf Belgien.
- Belgien kämpfte sich nach 0:2-Rückstand gegen Senegal zu einem 3:2-Sieg nach Verlängerung.
- England gewann gegen DR Kongo 2:1.
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Pourquoi c'est important
Die USA und Belgien haben sich für das Achtelfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Die Spiele waren von dramatischen Wendungen und späten Toren geprägt.
USA – Bosnien und Herzegowina 2:0 (1:0)
Die Fußballnationalmannschaft der USA hat sich für das Achtelfinale qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino besiegte Bosnien-Herzegowina in Unterzahl 2:0 (1:0) und trifft nun am Montag in Seattle (2 Uhr MESZ) auf Belgien.
Verzichten müssen die USA dabei auf Torschütze Folarin Balogun (45.), der wegen groben Foulspiels vom Platz flog (64.). Den Sieg sicherte danach Malik Tillman von Bayer Leverkusen mit einem sehenswerten Freistoß (82.).
Im Stadion der San Francisco 49ers in Santa Clara stand Christian Pulisic wieder von Beginn an auf dem Platz, nachdem er bei dieser WM durch eine Verletzung an der Wade erst 77 Minuten absolviert hatte. Der Offensivspieler war sofort ein ständiger Unruheherd. Die USA kontrollierten die Partie, zogen das Tempo immer wieder an, kombinierten gefällig und setzten die bosnische Abwehr früh unter Druck.
Zunächst sprang für die Amerikaner daraus aber nur wenig Zählbares heraus. Ein Treffer von Folarin Balogun wurde wegen Abseits aberkannt (31.). Von Bosnien war offensiv zunächst ebenfalls wenig zu sehen, die beste Gelegenheit hatte Ermedin Demirović vom VfB Stuttgart mit einem Schuss auf Torhüter Matt Freese (10.). Die Bosnier verteidigten diszipliniert – bis kurz vor der Pause: Durch eine Grätsche von Stjepan Radeljic landete der Ball bei Balogun, der zum 1:0 vollendete. Kurz darauf traf der Stürmer noch die Latte (45.+8).
Balogun damit bereits sein drittes Turniertor erzielt, sah nach der Pause aber Rot. Nach einem unbeabsichtigten Tritt gegen Tarik Muharemović stellte ihn Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien wegen groben Foulspiels vom Platz.
In Überzahl erhöhte Bosnien den Druck erwartungsgemäß. Vor allem der eingewechselte Esmir Bajraktarević sorgte für Gefahr. Die US-Amerikaner verteidigten jedoch leidenschaftlich, setzten immer wieder Nadelstiche und sorgten durch Tillmans Freistoßtreffer für die Entscheidung.
Belgien – Senegal 3:2 (0:1, 2:2) n. V.
Die belgische Nationalmannschaft hat sich dank zweier später Tore und einer deutlichen Leistungssteigerung in der Verlängerung ins Achtelfinale gekämpft. Das Team um Stürmer Romelu Lukaku und Kapitän Youri Tielemans drehte in Seattle in einer dramatischen Schlussphase einen Zwei-Tore-Rückstand gegen Senegal und setzte sich schließlich mit 3:2 (0:1, 2:2) nach Verlängerung durch.
Kurz vor einem drohenden Elfmeterschießen verwandelte Tielemans in der fünften Minute der Nachspielzeit der Verlängerung einen Foulelfmeter zum Sieg. Zuvor hatten der eingewechselte Lukaku (86.) und Tielemans (89.) eine Partie gerettet, die für Belgien bereits verloren schien. Im Achtelfinale trifft die Mannschaft am 7. Juli (2 Uhr MESZ) erneut in Seattle auf Co-Gastgeber USA oder Bosnien-Herzegowina.
Senegal, das nach den Treffern von Habib Diarra (25.) und Ismaïla Sarr (51.) lange wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, verpasste den zweiten Erfolg in einer WM-K.-o.-Runde seiner Geschichte auf besonders bittere Weise. Bei seiner ersten WM-Teilnahme 2002 war das afrikanische Team bis ins Viertelfinale vorgestoßen.
Im Spiel selbst kam Senegal vor allem über die Flügel immer wieder gefährlich ins letzte Drittel – und auf diesem Weg auch zur Führung. Zunächst setzte Sarr (13.) den Ball nach einem Fehler von Belgiens Torwart Thibaut Courtois noch an den Pfosten. Als sein Kopfball rund zehn Minuten später erneut am Aluminium landete, reagierte Diarra am schnellsten und traf zur verdienten Führung.
Erst danach fand Belgien allmählich besser in die Partie, auch weil sich Senegal zunächst stärker auf die Defensivarbeit konzentrierte. Torwart Mory Diaw, der erneut den verletzten Édouard Mendy vertrat, wurde von den wenigen belgischen Abschlüssen allerdings kaum ernsthaft geprüft.
Belgiens Trainer Rudi Garcia reagierte zur Halbzeit und brachte Lukaku ins Spiel, doch erneut wurde Belgien kalt erwischt. Zwar vergab Diarra (51.) zunächst die große Chance auf seinen zweiten Treffer, wenig später machte es Sarr aber besser: Einen langen Ball von Moussa Niakhaté nahm der Stürmer stark mit und ließ Courtois mit seinem wuchtigen Abschluss keine Abwehrchance.
Bei Belgien lagen die Nerven nun spürbar blank. In der Trinkpause lieferten sich Kapitän Youri Tielemans und Leandro Trossard ein Wortgefecht – womöglich der dringend benötigte Weckruf.
Gut 20 Minuten später war Belgien zurück im Spiel und setzte sich in der Verlängerung schließlich durch.
»Wir haben Kampfgeist gezeigt, wir hatten wirklich Eier, die braucht man für so ein Spiel«, sagte Lukaku nach dem Spiel. Zugleich erinnerte der Stürmer an seinen verstorbenen Vater Roger Lukaku, der selbst Fußballer und Nationalspieler für Zaire gewesen war. Er war im September vergangenen Jahres überraschend im Alter von nur 58 Jahren gestorben. »Ich glaube, mein Vater wacht über mich. Ganz sicher«, sagte Lukaku, sichtlich gerührt und erschöpft.
England – DR Kongo 2:1 (0:1)
England hat die Demokratische Republik Kongo nach zwei späten Treffern durch Harry Kane mit 2:1 besiegt. Brian Cipenga brachte das Team aus Zentralafrika bereits in der siebten Spielminute in Führung. In der 75. und 86. Minute traf Kane mit seinem Doppelpack für England. Zuvor ließ das englische Team um Trainer Thomas Tuchel zahlreiche Chancen aus.
Tuchel bezeichnete den Sieg nach dem Spiel als »vollkommen verdient«. Für diesen hätte das Team aber »hart arbeiten« müssen. »Wir müssen diese Einstellung haben: Wenn es schwer wird, dann wird es eben schwer, aber wir dürfen weder die Geduld noch den Glauben verlieren. Wir brauchen diese Einstellung, dass wir weitermachen«, sagte der Trainer Englands.
Die Three Lions treffen nun im Achtelfinale auf Mitgastgeber Mexiko. Das Spiel findet am 6. Juli (2 Uhr MESZ) in Mexiko-Stadt statt.
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À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
USA trifft am Montag in Seattle auf Belgien im Achtelfinale.
Très probable · En quelques jours
England trifft am 6. Juli in Mexiko-Stadt auf Mexiko.
Très probable · En quelques jours

