Waldbrände in Frankreich, Spanien und Italien: Tausende evakuiert
L'essentiel
- An der französischen Atlantikküste wurden 20.000 Menschen wegen eines Waldbrandes evakuiert.
- Auch in Spanien und Italien wüten Brände, die zu weiteren Evakuierungen führten.
- Die Bekämpfung wird durch Hitze und Wind erschwert.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Frankreich hat seit Ende Mai bereits drei Hitzewellen erlebt, die jüngste war die drittlängste jemals gemessene Hitzewelle im Land. Die Brände werden durch sehr hohe Temperaturen und trockenen Boden begünstigt.
An der französischen Atlantikküste in der Nähe von Bordeaux sind 20.000 Menschen vor einem Waldbrand in Sicherheit gebracht worden. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes Claouey sowie die Besucher dreier Campingplätze in dem Ort wurden aufgefordert, diese vorübergehend zu verlassen, teilten die Behörden der Region im Südwesten Frankreichs mit.
"Das Feuer hat sich schneller ausgebreitet als erwartet", sagte Philippe de Gonneville, Bürgermeister des Ortes Lège-Cap-Ferret. Der Zugang zur Halbinsel Cap Ferret sei gesperrt, so de Gonneville. Die Wetterbedingungen mit teils starken Winden erschwerten die Bekämpfung des Feuers, sagte die Präfektin des betroffenen Département Gironde, Sophie Brocas.
Bereits in den frühen Morgenstunden waren sechs Campingplätze und eine FKK-Anlage im Norden von Cap Ferret geräumt worden, am Mittwoch mussten rund 700 Bewohnerinnen und Bewohner zwei Stadtteile des Ortes Le Porge verlassen. Auch der dortige Campingplatz mit rund 3.500 Urlaubern wurde geräumt. Die Betroffenen wurden zum nahegelegenen Urlaubsort Lacanau dirigiert.
Frankreich hat seit Ende Mai bereits drei Hitzewellen erlebt. Die jüngste dauerte vom 4. bis zum 19. Juli. Sie war damit die drittlängste Hitzewelle, die jemals im Land gemessen wurde, wie der Wetterdienst Météo-France mitteilte.
Höchste Waldbrand-Warnstufe
Der am Mittwoch in der Ortschaft Saumos ausgebrochene Brand werde mit einem Großaufgebot von 500 Feuerwehrleuten, vier Löschflugzeugen und 150 Einsatzfahrzeugen bekämpft, so die Präfektur in Bordeaux. Bislang sei niemand verletzt worden, es seien jedoch bereits 2.400 Hektar Land verbrannt.
Wie die Präfektin des Département Gironde betonte, gilt für die Region die höchste Waldbrand-Warnstufe. Die Anweisungen der Behörden müssten strikt befolgt werden. Die Bevölkerung wurde zu größter Vorsicht gemahnt.
Weiterer Waldbrand in der Nähe Madrids
Unterdessen konnten in Spanien die Bewohnerinnen und Bewohner der Orte Ribera del Alberche und Rincón del Alberche in ihre Häuser zurückkehren. Nur die Einwohner in El Encinar del Alberche waren wegen des Brandes in der Gemeinde Almorox nach Angaben der Rettungskräfte ausgenommen. Zwar war das Feuer am Morgen noch nicht eingedämmt, die Einsatzkräfte beschrieben den Verlauf der Brandbekämpfung aber als "sehr positiv".
Das Feuer war am Mittwoch in der Nähe der Stadt Toledo rund 75 Kilometer südwestlich von Madrid ausgebrochen. Drei Dörfer wurden zur Evakuierung aufgefordert. Die Bewohner der Gemeinde Villa del Prado wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Der spanischen Guardia Civil zufolge wurden mehrere Verkehrsachsen gesperrt. Die Behörden forderten die Anwohner auf, "bei Fahrten äußerste Vorsicht walten zu lassen, da die Sicht durch den Rauch stark eingeschränkt ist". Der Zivilschutz rief Anwohnerinnen und Anwohner mit Atemwegserkrankungen zudem auf, nachts die Fenster zu schließen, um die Belastung zu verringern.
Bereits in den vergangenen Tagen waren in Spanien zahlreiche Brände ausgebrochen. Der größte Waldbrand befindet sich auf der anderen Seite Madrids in der Provinz Guadalajara, etwa 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Er hat seit vergangenem Donnerstag 32.000 Hektar Land verwüstet.
Klinik auf Sizilien evakuiert
Feuerwehrleute kämpfen auch auf der italienischen Insel Sizilien gegen zahlreiche Waldbrände. Im Zentrum der Insel mussten wegen eines seit Tagen wütenden Feuers demnach rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zahlreiche Patienten einer Klinik in Sicherheit gebracht werden.
Seit dem Wochenende seien die Einsatzkräfte wegen mehr als 1.000 Bränden zu Löscharbeiten ausgerückt, teilte die Feuerwehr am Mittwoch mit. Ein Sprecher des italienischen Zivilschutzes bezeichnete die Lage auf Sizilien als "ernst". Die Brände würden durch sehr hohe Temperaturen von örtlich über 40 Grad und sehr trockenen Boden begünstigt.
Questions ouvertes
- Wann werden die Brände vollständig eingedämmt sein?
- Wie hoch ist der genaue Sachschaden?
- Wie viele Menschen sind insgesamt betroffen?






