Waldbrände in Griechenland: Feuerwehr kämpft weiter, 13 Festnahmen
L'essentiel
- Die griechische Feuerwehr kämpft weiterhin gegen großflächige Waldbrände, insbesondere westlich von Athen am Kithairon-Gebirge.
- Starker Wind erschwert die Löscharbeiten, während 13 Personen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen wurden.
- Mehr als 12.000 Hektar Land sind zerstört, und drei Feuerwehrleute kamen ums Leben.
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Pourquoi c'est important
Griechenland wird wie andere Mittelmeeranrainer jeden Sommer von Hitzeperioden und Waldbränden heimgesucht. Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen häufigeren und intensiveren Hitzewellen durch den Klimawandel und dem erhöhten Waldbrandrisiko.
Die griechische Feuerwehr kämpft weiter gegen einen großflächigen Waldbrand westlich von Athen. Hunderte Einsatzkräfte waren die ganze Nacht am Kithairon-Gebirge vor Ort, unterstützt von Militärfahrzeugen, Freiwilligen und schwerem Gerät. Mit Tagesanbruch nahmen Löschflugzeuge und Hubschrauber ihre Einsätze wieder auf, wie der staatliche Rundfunk ERT berichtete.
Die Flammen breiteten sich wegen starker Winde zeitweilig mit hoher Geschwindigkeit aus. Besonders betroffen sind die Gebiete Veniza und Psatha.
Nach Angaben der Einsatzkräfte bewegt sich das Feuer weiter in Richtung Osten und liegt nur noch wenige Kilometer von der Stadt Megara entfernt, rund 50 Kilometer westlich der griechischen Hauptstadt. Ein Sprecher der Feuerwehr teilte mit, dass bislang landesweit 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen worden seien.
Nach offiziellen Angaben kämpfen mindestens 500 Feuerwehrleute gegen die Flammen, darunter auch Einsatzkräfte aus Rumänien und Frankreich. Auch auf der Insel Kefalonia wütet ein großer Waldbrand. Dort seien bislang jedoch keine Ortschaften unmittelbar bedroht, berichtete ERT. Die Waldbrände auf Kreta sollen nach Berichten örtlicher Medien größtenteils gelöscht sein.
Evakuierungen und hohe Schäden
Mehrere Ortschaften wurden über das Warnsystem 112 zur Evakuierung aufgefordert. Medien berichten von bis zu 200 zerstörten Häusern, eine offizielle Bestätigung dieser Zahl liegt allerdings bisher nicht vor.
Durch die Waldbrände sind mittlerweile mehr als 12.000 Hektar Land zerstört worden. Nach Angaben des Wetterdienstes des Nationalen Observatoriums wurden allein bei mehreren Bränden im Golf von Korinth bis Sonntag mehr als 6500 Hektar Land verbrannt. Auf den Inseln Kreta und Paros zerstörten die Brände demnach weitere 6000 Hektar.
Die stürmischen Winde hätten „äußerst schwierige Bedingungen geschaffen, die in vielen Fällen dazu führen, dass Flugzeuge entweder kein Wasser aufnehmen oder aufgrund extremer Turbulenzen keine Löschabwürfe ausführen können“, erklärte der Minister für Zivilschutz, Evangelos Tournas. Für die Einsatzkräfte seien die Grenzen der Belastbarkeit erreicht.
Drei Feuerwehrleute starben im Einsatz
Drei Feuerwehrleute kamen in den vergangenen Tagen im Kampf gegen die Flammen ums Leben, zwei auf Kreta und einer auf der Halbinsel Peloponnes. Auch wenn die Winde am Samstag etwas nachließen, galt für den Großraum Athen, die Region Böotien und die Insel Euböa am Sonntag weiterhin die höchste Risikostufe.
In der Region von Porto Germeno, das rund 70 Kilometer nordwestlich von Athen liegt, waren fast 500 Feuerwehrleute im Einsatz, weitere rund hundert im Norden des Peloponnes. Ein neuer Brandherd wurde am Samstagabend auf der ionischen Insel Kefalonia registriert.
Griechenland wird wie auch andere Mittelmeeranrainer jeden Sommer von Hitzeperioden und Waldbränden heimgesucht. Nach Erkenntnissen der Wissenschaftler erhöhen die durch den Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden.
Questions ouvertes
- Wie viele Häuser wurden offiziell zerstört?
- Wer sind die festgenommenen Brandstifter?
- Wann werden die Brände vollständig unter Kontrolle sein?


