Zehn Jahre Brexit: Handelseinbruch zwischen Deutschland und Großbritannien
L'essentiel
- Zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum zeigt eine IW-Köln-Berechnung, dass deutsche Exporte nach Großbritannien zwischen 2016 und 2025 um 7% gesunken sind, während Exporte in die EU um 41% stiegen.
- Forscher betonen den Verlust für beide Seiten und schlagen eine Rückgängigmachung oder einen Beitritt zum Binnenmarkt vor.
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Der Brexit, der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, fand nach einem Referendum im Jahr 2016 statt und wurde 2020 vollzogen. Die Entscheidung wurde mit 51,9 Prozent der Stimmen für den Austritt getroffen.
Dieser Ausdruck wurde am 19.06.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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Exporteinbruch Zehn Jahre Brexit haben dem Handel massiv geschadet
Zehn Jahre nach dem Brexit kristallisieren sich die negativen Folgen immer deutlicher heraus, zeigt eine Berechnung des IW-Köln. Die Wissenschaftler halten es immer noch für sinnvoll, die Entscheidung rückgängig zu machen.
19.06.2026, 11.15 Uhr
Der Brexit hat den Handel zwischen Deutschland und Großbritannien aktuellen Zahlen zufolge massiv ausgebremst. Zehn Jahre nach dem Referendum zum britischen EU-Austritt heißt es in einer Auswertung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die Nachrichtenagentur Reuters, die deutschen Ausfuhren Richtung Insel seien zwischen 2016 und 2025 um rund sieben Prozent gesunken. »An einer generell schwachen Exportentwicklung lag das nicht«, so die IW-Forscher Jürgen Matthes und Samina Sultan. »Im Gegenteil: Die deutschen Exporte in die übrige EU nahmen in diesem Zeitraum um 41 Prozent zu.«
Das Brexit-Referendum fand vor knapp zehn Jahren am 23. Juni 2016 statt. Bei der Volksabstimmung entschieden sich die Wahlberechtigten im Vereinigten Königreich knapp mit rund 51,9 Prozent für den Austritt aus der Europäischen Union. Nach jahrelangen Scheidungsverhandlungen wurde der tatsächliche Austritt am 31. Januar 2020 vollzogen.
Vor dem Referendum hatte es noch ein ganz anderes Bild gegeben. So waren die deutschen Ausfuhren in das Vereinigte Königreich von 2006 bis 2015 um fast 38 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die Exporte in die übrigen EU-Staaten legten in diesem Zeitraum nur um rund 20 Prozent zu.
Der Brexit sei also für beide Seiten ein Verlustgeschäft, betonten die IW-Forscher am Freitag. Die Versprechen der Brexit-Befürworter hätten sich als Luftschloss herausgestellt. Es sei im Interesse Deutschlands, sollte Großbritannien die Entscheidung rückgängig machen wollen oder zumindest wieder dem europäischen Binnenmarkt beitreten.
mik/Reuters
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Rückgängigmachung des Brexit oder Beitritt zum EU-Binnenmarkt im Interesse Deutschlands.
Possible · Long terme
Questions ouvertes
- Wird Großbritannien die Brexit-Entscheidung rückgängig machen?
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