DIW Study: Abolishing 'Rente mit 63' Could Save €9.5 Billion Annually
Eine Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“ könnte die Staatskasse pro Jahrgang, der in den Ruhestand geht, um 9,5 Milliarden Euro entlasten. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Insgesamt gibt die Rentenversicherung aktuell pro Jahr rund 440 Milliarden Euro aus.
Durch den aufgeschobenen Renteneintritt stünde dem Arbeitsmarkt außerdem ein zusätzliches Beschäftigungspotenzial von 125.000 Vollzeitkräften zur Verfügung. Allerdings bräuchte es Ausnahmen, um Härtefälle zu vermeiden, betonen die Autoren.
Die 2014 eingeführte „abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ ermöglicht es Menschen, die mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, bei vollen Bezügen mit der Arbeit aufzuhören. Das Mindestalter steigt schrittweise je nach Geburtsjahrgang, aktuell liegt es bereits bei 64,3 Jahren. Ab dem Jahrgang 1964 liegt es dauerhaft bei 65. Eingeführt wurde die abschlagsfreie Altersrente auf Druck der Gewerkschaften als Ausgleich für die Erhöhung des allgemeinen Rentenalters von 65 auf 67.
Jedes Jahr nehmen rund 250.000 bis 280.000 Erwerbstätige diese Art des Vorruhestands neu in Anspruch. Rund 30 Prozent aller neuen Renten entfallen auf diese Option. Damit macht sie etwa ein Fünftel der Gesamtausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung aus – Tendenz steigend.





