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Hamburger Energiewerke: Deutlich weniger Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr
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Die Zeit·2 sa önce·🇩🇪Germany·Business

Hamburger Energiewerke: Deutlich weniger Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr

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Die Zeit
Yayıncı
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Die Hamburger Energiewerke (HEnW) haben im vergangenen Geschäftsjahr deutlich weniger Gewinn gemacht als im Jahr zuvor. Insgesamt seien 19,3 Millionen Euro erzielt worden, teilte das städtische Unternehmen mit. Im Jahr zuvor seien es noch 48,9 Millionen Euro gewesen.

Grund für den Gewinneinbruch waren den Angaben zufolge höhere Zinsaufwendungen und Abschreibungen aufgrund der Investitionstätigkeiten sowie rückläufige Marktpreise. Der Gewinn fließt vollständig in die Hamburgische Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement (HGV) und steht damit dem Haushalt der Hansestadt Hamburg zur Verfügung.

Fast 2,6 Milliarden Euro Investitionen bis 2030

Nach eigenen Angaben haben die Hamburger Energiewerke seit 2022 rund 1,5 Milliarden Euro in die Wärmewende der Hansestadt investiert. Weitere 2,57 Milliarden Euro sollen bis 2030 folgen. Inzwischen stamme rund ein Drittel der Wärme im Stadtnetz aus klimaneutralen Quellen, der Abwärme-Anteil aus Industrie und Müllverwertung sei im Fernwärmemix seit 2022 von 19 Prozent auf inzwischen 31 Prozent gestiegen. Insgesamt würden 540.000 Haushalte versorgt.

Für den Ausbau der erneuerbaren Energien habe die HEnW im vergangenen Jahr die Mehrheit an zwei Freiflächen-Solarparks mit Batteriespeicher nahe Schwerin übernommen und den eigenen Solarpark Northeim ans Netz gebracht. Ziel sei, bilanziell stets mindestens die Hälfte des Kundenstrombedarfs mit eigenen erneuerbaren Anlagen zu erzeugen.

Senatorin: Lassen uns nicht von der Wärmewende abbringen

«In Hamburg lassen wir uns vom Bund nicht von unserem Ziel der Wärme- und Energiewende abbringen», sagte die Aufsichtsratsvorsitzende und Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne). Aufgrund des Rückkaufs der Wärmeversorgung und der Energienetze habe Hamburg zentrale Energieinfrastrukturen in öffentlicher Verantwortung. «Diesen Weg setzen wir konsequent fort – mit erneuerbaren Energien, resilienten Infrastrukturen und mehr Unabhängigkeit in einer angespannten globalen Lage.»

HEnW-Chefin Kirsten Fust betonte: «Wir halten klar Kurs auf den Kohleausstieg bis spätestens Ende 2030.» Der Energiepark Hafen sei auf der Zielgeraden. So soll die Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD) - sie bündelt die klimaneutralen Wärmequellen im Energiepark - bis Ende des Jahres in Betrieb gehen.

Das Unternehmen räumte ein, dass die Baukosten um bis zu 62 Millionen Euro auf 786 Millionen Euro gestiegen seien. Grund seien unter anderem zusätzliche Material- und Montagekosten in Verbindung mit der hohen Komplexität der Anlage.

Energiepark soll Kohlekraftwerk Wedel ersetzen

Der Energiepark soll künftig das Kohlekraftwerk Wedel ersetzen, das zum 1. Juli 2027 stillgelegt werden soll. Wedel zählt zu den ältesten Kraftwerken Deutschlands. Die Stadt Hamburg hatte das in den 1960er Jahren von den Hamburger Electricitäts-Werken (HEW) erbaute Kraftwerk 2019 im Zuge des Fernwärmerückkaufs vom Energiekonzern Vattenfall zurückerworben. Eigentlich sollte die Anlage schon 2013 abgeschaltet werden, was sich aber wegen immer wieder geänderter Pläne und der Übernahme durch die Stadt Hamburg wiederholt verzögerte.

This article was originally published by Die Zeit.

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