Hochtief steigt in den Dax auf, drei Halbleiter-Firmen neu im MDax
Der Aufstieg von Hochtief war erwartet worden. Als Abstiegskandidat galt statt der Porsche SE lange auch der Online-Modehändler Zalando, der nun jedoch im Dax bleibt.
Hochtief profitiert vor allem in den USA massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Der Aktienkurs hat sich binnen eines Jahres fast verdreifacht. Ein Börsenwert von mehr als 38 Milliarden Euro reicht für den Dax, auch wenn nur 22,5 Prozent der Hochtief-Aktien im Streubesitz sind. Der Rest liegt in den Händen des spanischen Bau- und Infrastrukturriesen ACS.
In der für den Dax-Einzug relevanten Mai-Rangliste liegt die Hochtief-Aktie auf Platz 32, der ihr nach der »Fast-Entry«-Regel den Aufstieg ermöglicht. Für die Lufthansa auf Platz 34 reichte es erneut knapp nicht, sie hätte Rang 33 gebraucht, um nach sechs Jahren in den Dax zurückzukehren. Die Porsche SE stürzte auf Platz 51 ab und lag damit einen Rang hinter Zalando.
MDax mit drei Halbleiter-Neulingen
Im MDax gibt es neben der Porsche SE drei weitere Neulinge – die alle mit der Halbleiterindustrie zu tun haben: Der auf die Halbleiterbranche spezialisierte Anlagenbauer Suss Microtec steigt ebenso aus dem SDax auf wie der Chip-Entwickler Elmos Semiconductor und Siltronic, ein Hersteller von Wafern (Siliziumscheiben) zur Halbleiterproduktion. Elmos und Siltronic profitierten davon, dass sich der Streubesitz der Aktien durch Paketverkäufe der Großaktionäre vergrößert hat. Das Trio ersetzt im MDax den Arzneimittel-Versender Redcare Pharmacy (»Shop Apotheke«), den Außenwerber Ströer und den Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich.
Die drei steigen in den SDax ab, der zudem vier Aufsteiger aufnimmt und damit sieben neue Mitglieder bekommt. Während LPKF Laser und Basler Rückkehrer sind, bekommt der Kleinwerteindex auch Zuwachs von zwei Börsenneulingen: Der Rüstungszulieferer Vincorion und der österreichische Kupfer-Spezialist Asta Energy Solutions waren erst in diesem Jahr an die Frankfurter Börse gegangen.
Aus dem SDax heraus fallen vier Werte, darunter zwei bekannte Namen: Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und der Fernseh-Konzern ProSiebenSat.1, dessen Aktien inzwischen zu mehr als drei Vierteln der italienischen MFE-Mediaforeurope gehören. Den Aufsteigern weichen müssen auch Adesso und die schwedische Verve Group.





