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Geri|Monterey Park Bans Data Centers Amidst Growing AI Infrastructure Resistance
Monterey Park Bans Data Centers Amidst Growing AI Infrastructure Resistance
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Spiegel Netzwelt·6 sa önce·🇩🇪Germany·Siyaset

Monterey Park Bans Data Centers Amidst Growing AI Infrastructure Resistance

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Dieser Ausdruck wurde am 04.06.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Widerstand gegen KI-Infrastruktur Kalifornische Kleinstadt stimmt für Verbot von Rechenzentren

»Bitte keine Großrechenanlagen in unserer Nachbarschaft.« Die Bürger von Monterey Park bei Los Angeles haben sich für einen Bann von Rechenzentren ausgesprochen. In den USA bisher ein einmaliger Vorgang.

04.06.2026, 17.34 Uhr

Jackie Morrison hat dem US-Fernsehsender CBS gesagt , was offensichtlich viele ihrer Nachbarn denken: »Wir wollen die hier nicht. Auf keinen Fall.« Die Rede ist von Rechenzentren. Im kalifornischen Monterey Park, mitten im Los Angeles County, hat sich die Mehrheit der Bürger gegen die Ansiedlung solcher Serverfarmen in ihrer Stadt ausgesprochen.

Meldungen verschiedener US-Medien zufolge fiel das Ergebnis einer entsprechenden »Special Election«, einer Art lokaler Volksabstimmung, eindeutig aus. Behördenangaben zufolge haben bei der Abstimmung am Dienstag gut 86 Prozent der Menschen, die ihre Stimme abgegeben haben, für einen solchen Bann votiert . Von den rund 60.000 Einwohnern von Monterey Park hätten aber nur etwa 7600 überhaupt mitgemacht.

Bisher einmalig ist der Fall, weil das Verbot von Rechenzentren diesmal nicht mit juristischen Mitteln durchgesetzt wurde, sondern durch eine Volksabstimmung. Die einzige Möglichkeit, den Beschluss umzukehren, wäre es nun, eine neuerliche Abstimmung in die Wege zu leiten, erklärt die »Los Angeles Times« .

Der Widerstand der Nimbys

Die ambitionierten Pläne der Techfirmen, Rechenkapazitäten auszubauen, um den KI-Boom anzufeuern, stoßen immer häufiger auf Widerstand. Anwohner geplanter Anlagen fürchten Umweltverschmutzung sowie Engpässe für die eigene Versorgung aufgrund des hohen Energie- und Wasserbedarfs der oft gewaltigen Computeranlagen.

Im Fall von Monterey Park hatte die australische Firma HMC StratCap für 39 Millionen Dollar ein leer stehendes Bürogebäude gekauft, um darin ein Rechenzentrum zu errichten. In der Hoffnung auf Steuereinnahmen und neue Jobs hatte die Stadtverwaltung den Plan anfangs unterstützt. Dann aber regte sich Widerstand. Bürger, die unter anderem steigende Stromkosten fürchteten, machten sich gegen das Projekt stark.

Die »Los Angeles Times« bezeichnet sie als Nimbys, eine von dem Kürzel NIMBY (Not In My BackYard) abgeleitete Bezeichnung für Menschen, die grundsätzlich nichts gegen alle möglichen Projekte haben, außer wenn diese sie unmittelbar selbst betreffen. Lesen Sie hier mehr zum Thema Nimbys.

Widerstand auch in Deutschland

Während US-Techkonzerne sich mit Multimilliarden-Investitionen in geplante KI-Anlagen zu überbieten versuchen, werden deren Pläne längst auch in Deutschland von Menschen durchkreuzt, die solche Rechenfabriken nicht in ihrer Nähe wissen wollen. In Maintal bei Frankfurt am Main etwa wehrten sich Anwohner erfolgreich gegen Pläne des US-Unternehmens Edgeconnex, das dort mit Milliardenaufwand ein riesiges Rechenzentrum errichten wollte.

Die Proteste richteten sich allerdings nicht gegen das Rechenzentrum an sich, sondern gegen die Dimension des Projekts beziehungsweise gegen die Tatsache, dass für seinen großen Strombedarf ein eigenes Gaskraftwerk errichtet werden sollte. Nun liegen die Pläne auf Eis . Das Unternehmen wollte sie der Bürgermeisterin des Ortes zufolge nicht gegen den Widerstand der Bevölkerung und der Stadtverordnetenversammlung durchsetzen.

mak

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