Russland erwägert Exportbeschränkungen für Diesel und Flugbenzin
Kiew. Russland erwägt laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax eine Begrenzung der Exporte von Diesel und Flugbenzin. Die Auslastungsraten der Raffinerien sind angesichts der verstärkten Angriffe der Ukraine auf ein Mehrjahrestief gesunken. Den Ölkonzernen wurde nach einem Treffen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Alexander Novak am Dienstag geraten, den Verkauf von Ölprodukten auf ausländische Märkte einzuschränken. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur unter Berufung auf mehrere mit der Situation vertraute Personen. Eine der Personen sagte, dass die Entscheidung über ein Exportverbot für Diesel und Flugbenzin bereits weit fortgeschritten sei, das Datum für das Verbot jedoch noch nicht feststehe. Sollte das Verbot umgesetzt werden, würde dies den Druck auf die weltweiten Preise für Ölprodukte erhöhen, da Russland ein wichtiger Exporteur von Diesel ist und rund 40 Prozent des produzierten Kraftstoffs auf ausländische Märkte verkauft. Die EU-Staaten würde diese Maßnahme vor allem indirekt aufgrund der internationalen Knappheit treffen. Im vergangenen Jahr hatten die Mitgliedsländer beschlossen, Öl-Importe aus Russland vollständig zu verbieten. Das entsprechende Gesetz verzögert sich aber aufgrund des Irankriegs. Der russische Anteil am Gesamtverbrauch in der EU ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs stark zurückgegangen.





