Spanien bestätigt zweiten Hantavirusfall an Bord des Kreuzfahrtschiffs Hondius
Behörden in Spanien haben einen zweiten Fall des Hantavirus bestätigt. Ein in Quarantäne befindlicher Passagier des Kreuzfahrtschiffs Hondius sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Der neue Fall »ändert nichts am Grad des Risikos für die allgemeine Bevölkerung«, schrieb das Ministerium auf X. Der Patient wurde den Angaben zufolge inzwischen im Militärkrankenhaus Gómez Ulla auf eine Hochisolierstation verlegt.
Bei einem anderen spanischen Passagier war bereits kurz nach dem Verlassen der Hondius ein Hantavirustest positiv ausgefallen. Insgesamt 14 spanische Hondius-Passagiere waren nach der Evakuierung des Schiffs in das Militärkrankenhaus in Madrid eingeliefert worden. Quarantäne wegen langer Inkubationszeit
Die spanischen Behörden hatten es vor rund zwei Wochen ermöglicht, die Hondius zu evakuieren, indem sie das Schiff vor der Kanareninsel Teneriffa ankern ließen. Dort holten Einsatzkräfte dann Passagiere und Besatzungsmitglieder von Bord. Wegen der langen Inkubationszeit und des potenziell tödlichen Verlaufs von Hantavirusinfektionen werden die Betroffenen seither isoliert und medizinisch überwacht.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte am Samstag mit, dass ihr seit dem Hantavirusausbruch an Bord des Kreuzfahrtschiffs insgesamt zwölf bestätigte oder vermutete Infektionsfälle gemeldet worden seien. Drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche. Zu dem Ausbruch des gefährlichen Virus war es während einer Reise der Hondius von der Südspitze Argentiniens zu den Kapverden gekommen.
