Trump erhöht Zölle auf Autos und Lkw aus der EU auf 25 Prozent
Ab kommende Woche gelten höhere Zölle für Fahrzeug-Exporte aus der EU in die USA – Trump wirft der EU Verstoß gegen Handelsabkommen vor
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Zölle auf Autos und Lastwagen aus der Europäischen Union ab kommender Woche auf 25 Prozent zu erhöhen. Der Grund: Die EU habe sich nicht an das vereinbarte Handelsabkommen gehalten.
Fahrzeug-Exporte aus EU-Staaten in die USA werden damit deutlich teurer. Trump verkündete die Zölle am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. Die EU habe sich nicht an das vereinbarte Handelsabkommen gehalten, begründete Trump den Schritt. Es war zunächst unklar, auf welche Punkte sich Trump mit der Aussage bezog.
Die EU und die USA hatten im September 2025 ein umfassendes Handelsabkommen für zahlreiche Bereiche abgeschlossen. Das Abkommen begrenzte die US-Zölle auf Fahrzeuge und Ersatzteile aus der EU auf 15 Prozent, während für viele andere Handelspartner 25 Prozent galten. Die EU verpflichtete sich dabei, ihre Zölle auf alle US-Industriegüter abzuschaffen und einen bevorzugten Marktzugang für eine Vielzahl von US-Meeresfrüchten und Agrarerzeugnissen wie Milchprodukten, Schweinefleisch oder Sojaöl zu gewähren.
Trump hatte der EU immer wieder vorgeworfen, die USA auszunutzen und auf den Handelsüberschuss der EU bei Waren verwiesen. Brüssel argumentierte, Washington berücksichtige dabei nicht die starke Position der USA bei Dienstleistungen, besonders im Bereich des Internets.
Die Ankündigung am Freitag erfolgte kurz nachdem Trump Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf kritisiert hatte. Trump forderte Merz auf, sich auf die Beendigung des Ukrainekriegs zu konzentrieren, anstatt sich in die Angelegenheiten Irans »einzumischen«. Zudem solle Merz »sein marodes Land in Ordnung bringen«.
Deutschland ist für einen großen Teil der Autoexporte aus der EU verantwortlich und würde von höheren Zöllen vermutlich hart getroffen werden.



