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US-Außenminister Rubio und Taiwans Präsident Lai gedenken des Tiananmen-Massakers
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US-Außenminister Rubio und Taiwans Präsident Lai gedenken des Tiananmen-Massakers

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Spiegel Ausland
Yayıncı
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Zum 37. Jahrestag des Tiananmen-Massakers hat US-Außenminister Marco Rubio erklärt, Chinas Zensur könne die Erinnerung an die Opfer nicht auslöschen – ihnen werde »eines Tages Recht geschehen«.

»Kein Ausmaß an Zensur kann die Vergangenheit auslöschen«, erklärte Rubio. »Jenen, die Opfer brachten, um ihre unveräußerlichen Rechte auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung zu wahren, wird eines Tages Recht geschehen.«

In den Morgenstunden des 4. Juni 1989 ging die chinesische Armee mit Panzern gegen Studierende vor, die auf dem Pekinger Tiananmen-Platz für Reformen und mehr Mitsprache demonstrierten. Hunderte, nach einigen Schätzungen sogar Tausende Menschen, wurden damals getötet.

Chinas Führung versucht mit aller Macht, das Ereignis aus dem nationalen Gedächtnis zu löschen. Viele Menschen in der Volksrepublik wissen nichts davon. Einzig in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong waren öffentliche Gedenkveranstaltungen lange erlaubt. Seit der Verabschiedung des Gesetzes zur nationalen Sicherheit 2020 sind sie jedoch auch dort verboten.

Rubios Erklärung steht im Einklang mit früheren offiziellen US-Äußerungen zum Jahrestag des Massakers. Jüngst hatte US-Präsident Donald Trump jedoch wiederholt seine enge Beziehung zu Chinas Staatschef Xi Jinping betont. Trump hatte Xi vergangenen Monat in Peking getroffen.

Taiwans Präsident ruft zu Aufarbeitung auf

Auch Taiwans Präsident William Lai äußerte sich anlässlich des Jahrestags der Niederschlagung der Proteste. Er rief zur Aufarbeitung der Ereignisse auf. Er hoffe aufrichtig, dass China sich dem Vorfall ‌vom 4. Juni vor 37 Jahren stelle, die Wahrheit anerkenne, den Schmerz lindere und die Tür für Versöhnung und Dialog öffne, erklärte er. Die Führung ‌in Peking betrachtet das demokratisch regierte Taiwan als eigenes Territorium und Präsident Lai als Separatisten.

This article was originally published by Spiegel Ausland.

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