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GeriAlexander Knauf: "Deutschland ist stark"
Alexander Knauf: "Deutschland ist stark"
HABER
Handelsblatt25.05.2026Business12 dk okumaGermany

Alexander Knauf: "Deutschland ist stark"

Hızlı Bakış

  • Alexander Knauf, former head of the family business Knauf, discusses his new role as an investor focusing on "Hidden Champions" in Germany.
  • He expresses optimism about Germany's strengths, including its education system and entrepreneurial culture, while acknowledging the need for reforms and greater acceptance of entrepreneurship.

Yapay zekâ özeti

Neden Önemli?

Alexander Knauf, former operational head of the family business Knauf, has stepped down and founded Aqueduct Holdings to invest in German 'Hidden Champions'. He believes in Germany's economic potential despite current challenges and advocates for reforms and a stronger entrepreneurial culture.

Yazı boyutu

Mit Investitionen in Hidden Champions könne man viel bewirken, sagt der Ex-Chef des Familienunternehmens Knauf im ersten Interview nach seinem Ausscheiden. Mehrere Projekte hat er schon gestartet. Anja Müller 25.05.2026 - 15:34 Uhr Artikel anhören

Alexander Knauf: Der Unternehmer sucht neuerdings Mehrheitsbeteiligungen bei Hidden Champions. Foto: Aqueduct

Iphofen. Herr Knauf, Sie sind zu Jahresbeginn mit 51 Jahren aus der operativen Geschäftsführung Ihres Familienunternehmens ausgestiegen, dem Baustoffkonzern Knauf. Was hat sie dazu bewogen?

Man erneuert das Dach, wenn die Sonne scheint. Die Generation meines Vaters erfreut sich zwar noch bester Gesundheit. Trotzdem tun wir gut daran, auch im Gesellschafterausschuss rechtzeitig einen Generationenwechsel einzuleiten. Ich werde dem Unternehmen auch in meiner neuen Rolle eng verbunden bleiben.

Wie wichtig ist der Gesellschafterausschuss?

Man kann das mit dem Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft vergleichen. Im Gesellschafterausschuss werden alle wichtigen Entscheidungen besprochen und abgesegnet.

Aber Sie sind dort einfaches Mitglied.

Ja. Ich befinde mich in einer Art Abkühlphase. Und wenn ich meine Eltern in Iphofen besuche, gehe ich auch nicht ins Unternehmen. Ich weiß es ja in besten Händen.

Wie lautet Ihr Fazit nach 22 Jahren Knauf und 13 Jahren an der Spitze?

Ich blicke mit Dankbarkeit auf viele schöne und erfolgreiche Jahre bei Knauf zurück – und habe das Unternehmen deutlich stärker, resilienter und größer übergeben. In den Jahren habe ich viel gelernt und zahlreiche Erfahrungen sammeln können, die ich für meine künftige Tätigkeit als Investor nutzen kann – ich möchte mich auch künftig als Vollblutunternehmer engagieren.

In Deutschland?

Ja. Ich fühle mich dem Land verbunden. Mit klugen und gezielten Investitionen kann man hier etwas bewirken. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten.

Vita Alexander Knauf

Nach einer Banklehre bei der Deutschen Bank studierte Alexander Knauf BWL in Passau und erwarb seinen Master an der London School of Economics. Er startete bei der Unternehmensberatung Roland Berger und stieg 2004 ins Familienunternehmen ein. Von 2013 an war er geschäftsführender Gesellschafter, von 2021 bis Ende 2025 deren Sprecher. Zu Jahresbeginn wechselte er in den Gesellschafterausschuss der Unternehmerfamilie und gründete Aqueduct Holdings.

Knauf ist ein weltweit führender Anbieter von Gipsprodukten, Dämmstoffen und Deckensystemen. Das Unternehmen wurde 1932 im fränkischen Iphofen gegründet und ist weiterhin im vollständigen Besitz der Gründerfamilie. Mit rund 43.500 Mitarbeitenden erwirtschaftete die Gruppe im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund 15,6 Milliarden Euro.

Die Investmentgesellschaft Aqueduct Holdings wurde 2025 in München gegründet. Sie sucht Hidden Champions, die eine Nachfolgelösung brauchen. Das Ziel: Mehrheitsbeteiligungen im Mittelstand. Das Team besteht aus fünf Mitgliedern, Haupteigentümer der Gruppe und Vorsitzender des Investmentausschusses ist Alexander Knauf.

Wie blicken Sie auf Deutschland und die Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung?

Ich finde es wichtig, dass wir nicht in den Abgesang auf Deutschland einstimmen. Wir Unternehmer sollten Deutschland nicht verlassen. Viele Unternehmer investieren nicht mehr hier. Aber ich sage: Hierzulande gibt es tolle Möglichkeiten.

Welche? Warum sehen Sie da etwas, was viele andere Unternehmer nicht sehen?

Ich durfte beruflich in vielen Ländern aktiv sein. Durch meine Reisen habe ich auch die Qualitäten Deutschlands kennen und schätzen gelernt.

Zum Beispiel?

Es gab zuletzt in der „Financial Times“ ein Ranking der besten Inkubatoren in Europa. Dort belegten die deutschen die ersten drei Plätze. UnternehmerTum, start2Group, Bay-Start-up und dann folgen noch eine ganze Reihe anderer deutscher Inkubatoren.

Das Leistungsversprechen muss ein zentraler Bestandteil unseres politischen Miteinanders sein.

Okay, und was noch?

Wir haben hervorragend ausgebildete Leute in Deutschland, durch Universitäten gespeist, die im Prinzip jungen Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten offenstehen. Wir haben die duale Ausbildung, etwas weltweit Einzigartiges. Das habe ich auf Reisen immer wieder vor Augen geführt bekommen. Das Zusammenspiel von Ausbildung und Handwerk ist fantastisch. Das ist auch nicht so leicht durch chinesische Konkurrenz oder Künstliche Intelligenz zu verdrängen.

Was zählt für Sie noch zu den Stärken des Standorts?

Wir haben eine Unternehmerkultur in Deutschland.

Das ist genau das, was inzwischen viele Unternehmer bezweifeln. Immer mehr sagen, sie fühlten sich hierzulande nicht wertgeschätzt. Was entgegnen Sie?

Ganz klar: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Es gibt noch eine Menge zu tun. Es passiert hierzulande aber auch einiges. Nehmen wir die erheblichen Investitionen in die Resilienz und Infrastruktur des Landes. Die Unternehmensteuern, die im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch sind, werden schrittweise gesenkt.

Stammsitz von Knauf in Iphofen: Der Familienkonzern setzte zuletzt 15,6 Milliarden Euro um und beschäftigt 43.500 Mitarbeitende. Foto: Kien Hoang Le für Handelsblatt

Das reicht vielen Firmen aber nicht.

Der deutsche Markt ist groß genug, dass Unternehmen skalieren können, ohne dass sie sofort über die Landesgrenzen hinausgehen müssen. Wir haben eine tragbare Staatsverschuldung – auch nach den Sondervermögen. Und die Bundesregierung steckt das Geld in für unsere Zukunft wichtige Bereiche: Verteidigung, Wirtschaft, Bildung. Deutschland ist stark. Wir müssen uns dieser Stärke nur bewusst sein und unsere Karten klug spielen.

Was braucht es dazu?

Für eine erfolgreiche Umsetzung müssen wir in Deutschland ein Gefühl des „Wir“ erzeugen. Wir müssen alle mehr leisten, damit wir uns mehr leisten können. Das Leistungsversprechen muss ein zentraler Bestandteil unseres politischen Miteinanders sein. Allerdings müssen wir auch für mehr Akzeptanz für Unternehmertum sorgen. Ohne Wirtschaftskraft kein Wohlstand. Das müssen wir schon unseren Kindern in den Schulen beibringen.

Die Chefin des Industriekonzerns Trumpf, Nicola Leibinger Kammüller, hat im Handelsblatt-Interview gesagt, es sei „die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Bundesregierung, eine vernünftige Strategie für dieses Land aufzustellen“. Sehen Sie das auch so?

Ich stimme ihr zu. Reformen durchzusetzen ist von Natur aus schmerzhaft. Dazu braucht es Politiker, die bereit sind, eine Wahl zu verlieren. Und es ist doch klar: Bis Reformen wirken, wird es oft zunächst schlechter, bevor es besser wird. Wie damals bei der Agenda 2010 von Gerhard Schröder.

Warum bekommt die aktuelle Bundesregierung das nicht hin?

Sie kann es noch hinbekommen. Bislang haben wir nur Ansätze einer Industriepolitik. Es fehlt das Gesamtbild. Also die Antwort auf die Frage: Wo will die Bundesrepublik ihr Geld verdienen? Sie muss einen Raum schaffen, in dem sich Zukunftstechnologien und unternehmerisches Handeln entfalten können. Wir müssen Technologien entwickeln, die wir in Deutschland brauchen, um resilient und sicher zu sein.

Reichen gute Standortfaktoren allein aus?

Nein, natürlich braucht es Reformen, und zwar jetzt. Die Regierung muss sagen: Wir tragen gemeinsame Verantwortung, das Land wieder auf Kurs zu bringen. Alle müssen mehr leisten. Menschen, die jeden Tag zur Arbeit gehen, Besserverdienende, wohlhabende Menschen. Alle müssen mehr beitragen, damit wir uns auch in Zukunft mehr leisten können.

Wir brauchen in Deutschland mehr Offenheit und Flexibilität. Dann sieht man exogene Schocks auch nicht immer als Dämpfer.

Das klingt nach einer unbequemen Botschaft.

Das mag sein. Aber Vogel-Strauß-Politik hilft niemandem weiter. Wir wissen doch eigentlich sehr genau, was zu tun ist. Entscheidend ist, dass alle merken: Keiner wird ausgenommen.

Sie auch nicht?

Nein. Nur, wenn wirklich alle ihren fairen Beitrag leisten, bekommen wir die Reformen hin, die notwendig sind, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Sonst schaut jeder nur auf Umverteilung und darauf, dass der andere vermeintlich besser wegkommt.

Woher nehmen Sie Ihren Optimismus für Deutschland?

Weil ich Deutschland kenne. Ich hatte aber auch kürzlich das Vergnügen, mit José Manuel Barroso zu sprechen …

Dem früheren EU-Kommissionspräsidenten.

Ja. Er war sehr optimistisch, was Deutschland angeht. Er fand es sehr positiv, dass Deutschland sein „Sondervermögen“ nutzt. Und er war begeistert von der Aussicht, dass dies in Rüstung, Wirtschaft, Forschung, Zusammenhalt und eine echte Industriepolitik münden könnte.

Jose Manuel Barroso mit Angela Merkel: In seine Amtszeit als EU-Kommissionspräsident fielen die Finanz- und Staatsschuldenkrise. Foto: AFP

Also ist der Blick von außen positiver als im Inland?

Zumindest teilweise. In der Runde waren vornehmlich Dänen. Auch Dänemark schaut mit einer gewissen Sorge auf Deutschland, weil viele dänische Unternehmen stark von der deutschen Wirtschaft abhängen. Wenn es Deutschland nicht gut geht, geht es vielen Ländern in Europa nicht gut. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Deutschland seine Hausaufgaben macht und mit gutem Beispiel vorangeht.

Wo sehen Sie konkret Reformbedarf?

Ein Punkt ist die nationale Umsetzung von EU-Regeln. Alle Unternehmen in Europa haben grundsätzlich ähnliche Rahmenbedingungen durch die EU-Gesetzgebung. Aber in Deutschland haben wir den Ehrgeiz, diese Richtlinien unnötig zu verkomplizieren und auszuschmücken. Das muss ein Ende haben. Das steigert unsere Kosten, lähmt uns im internationalen Wettbewerb und bindet Humanressourcen an der falschen Stelle.

In ein reines IT-Unternehmen zu investieren, wäre mir zu unsicher.

Europa ist aber zugleich die einzige Chance für Deutschland in der aktuellen geopolitischen Situation, oder?

Ja. Unsere Herausforderungen lassen sich nur mit einem stärkeren, vereinten Europa lösen, mit Kleinstaaterei werden wir uns kein Gehör verschaffen und auch nicht durchsetzen können. Die USA und China werden weiterhin wachsen. Daher ist es wichtig, die EU mit weiteren Freihandelsabkommen und mit einer vereinten Sicherheitspolitik zu stärken.

2026 sollte ein wichtiges Wachstumsjahr für Deutschland werden, dann kam der Irankrieg …

Gesellschaften, die veränderungsfähiger sind, verdauen auch exogene Schocks besser. Die Menschen in Nordamerika stellen sich kulturell schneller auf Veränderungen ein. Wir brauchen in Deutschland mehr Offenheit und Flexibilität. Dann sieht man exogene Schocks auch nicht immer als Dämpfer wie jetzt, sondern mehr als Chance. Die Devise lautet: Etwas leisten, statt zu leiden.

Sie sind mit einer Dänin verheiratet und leben dort, viele verweisen auf das Land, weil es dort weniger Kündigungsschutz, aber mehr Arbeitslosengeld und Weiterbildung gibt. Soll sich Deutschland mehr von den Dänen abschauen?

Mit solchen Vergleichen bin ich vorsichtig. Was wir uns aber von den Dänen abschauen können: Die Menschen dort sind bereit, etwas Neues zu machen, verstehen sich stärker als eine Kultur- und Solidargemeinschaft, als ich es von Deutschland her kenne.

Friedrich Merz: Vielen Unternehmern fehlt eine Vision des Bundeskanzlers für Deutschland. Foto: Christophe Gateau/dpa

Können Sie das genauer beschreiben?

Die Dänen haben einen sozialen Vertrag miteinander, sie zahlen gern hohe Steuern, bekommen dafür aber auch sehr viel: Studierende werden finanziell stärker gefördert, das Gesundheitssystem ist gut, man passt aufeinander auf. Zugleich ist den Dänen seit jeher ein Dorn im Auge, wenn jemand etwas bekommt, ohne dafür etwas zu leisten.

Ist das nicht in Deutschland auch so? Nur mit dem Unterschied, dass die Stimmung hierzulande schlechter ist.

Sie haben recht, die Stimmung könnte besser sein. Aber gerade in Zeiten, in denen manche verzagt sind, halte ich es für wichtig zu sagen: Jetzt ist eigentlich der beste Zeitpunkt, in Deutschland zu investieren.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran?

Ja. Ich will in Unternehmen langfristig investieren und habe zu diesem Zweck die Aqueduct Holdings gegründet. Gerade in Zeiten von Polykrisen und Unsicherheit kann es eine große Stärke sein, Unternehmen eine Heimat zu geben. Viele Unternehmen pflegen langfristige Beziehungen, oft schon wegen ihrer Entwicklungszyklen. Da ist Verlässlichkeit ein echter Wert.

Wir sind ein Land der Erfinder und Tüftler. Diese guten Ideen münden aber viel zu selten in Innovationen, die sich im Markt durchsetzen.

In welchen Geschäftsfeldern wollen Sie investieren? Technologie?

Mein Fokus liegt auf Unternehmen mit einem langfristigen, sicheren Geschäftsmodell, vornehmlich im B2B-Bereich. Natürlich muss jedes Unternehmen eine gewisse Tech-Transformation bewältigen. Aber: In ein reines IT-Unternehmen zu investieren, wäre mir zu unsicher – und es würde auch zu kurz greifen.

Warum?

Wenn man sich anschaut, was heute mit Künstlicher Intelligenz möglich ist, ist das zwar fantastisch. Tech-Unternehmen unterliegen häufig aber auch einem hohen Disruptionsrisiko. Deswegen bin ich da eher skeptisch. Ich suche mittelständische Unternehmen mit einer starken Marke, einem starken Patent, einem natürlichen Kostenvorteil oder einer anderen nachhaltigen Wettbewerbsposition mit einem langfristigen Geschäftsmodell.

Das klingt nach Warren Buffett, mit dem Sie zusammengearbeitet haben. Sie haben von ihm 2018 Anteile Ihres US-Konkurrenten USG gekauft und damit die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte vollzogen.

Ja. Buffett liebt Unternehmen mit einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, seinem berühmten „Moat“, also Wassergraben. Im Unterschied zu Berkshire Hathaway suche ich keine großen, sondern kleinere Unternehmen mit solchen Eigenschaften.

Warren Buffett: Der Gründer von Berkshire Hathaway, hatte seinen Anteil am US-Unternehmen USG an Knauf verkauft. Foto: REUTERS

Also Hidden Champions.

Genau. Ich habe an der ESMT in Berlin viele Jahre als Chairman das Hidden-Champions-Institut betreut und geholfen, es aufzubauen. Das prägt mich bis heute.

Haben Sie schon damit begonnen?

Ja, im Kleinen. Ich habe einige Start-up-Finanzierungen und Inkubator-Tätigkeiten gemacht. Ich habe bislang zwei kleine Biotech-Unternehmen unterstützt, die in der Autoimmuntherapie aktiv sind. Wir sind ein Land der Erfinder und Tüftler. Diese guten Ideen münden aber viel zu selten in Innovationen, die sich im Markt durchsetzen. Das liegt daran, dass wir hier keine mit den USA oder anderen Ländern vergleichbare Wagniskapitalkultur haben. Hier sehe ich eine Lücke.

Was heißt das für Sie?

Geschäfte sind nicht nur Transaktionen, sondern Beziehungen. Hier habe ich kulturelle Kompatibilität und Vertrautheit. Das ist für mich ein starker Anker, in Deutschland zu investieren.

Wie groß wollen Sie Ihr Engagement in Deutschland aufziehen?

Im ersten Schritt möchte ich bis zu fünf kleinere Unternehmen erwerben und diese als Plattform weiterentwickeln. Sie sollen auch nicht wieder verkauft werden – eine echte Heimat für Generationen eben.

Erneuerbare Energien: Alexander Knauf will in diesem Geschäftsfeld aktiv w

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Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz

  • Aqueduct Holdings will acquire up to five smaller companies in Germany.

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  • Germany will implement gradual corporate tax reductions.

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  • Germany will increase investment in defense, economy, and education.

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Açık Sorular

  • What specific 'Hidden Champions' is Aqueduct Holdings targeting?
  • What is the exact investment strategy and capital allocation for Aqueduct Holdings?
  • How will Knauf balance his role in the shareholder committee with his new investment activities?
  • What are the specific reforms Knauf believes are most critical for Germany's future?

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