Amazon Prime Video: Sammelklage wegen Werbung vor Gericht
Hızlı Bakış
- Amazon steht wegen Werbespots auf Prime Video in Deutschland vor Gericht.
- Eine Sammelklage von fast 220.000 Kunden fordert Schadenersatz.
- Ein früheres Verfahren hatte Amazon bereits verloren.
Yapay zekâ özeti
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Amazon introduced advertising on its Prime Video streaming service in early 2024, offering customers the option to pay an additional 2.99 Euros per month to remain ad-free. This move has sparked significant customer backlash and legal challenges.
Zuschauer zahlen für Pay-TV, damit ihnen Reklame erspart bleibt - so der Grundgedanke. Amazon jedoch schickt Prime-Video-Kunden trotzdem Werbespots auf die Bildschirme. Der Widerstand ist groß. 19.05.2026 - 03:00 Uhr Quelle: dpa Artikel anhören
Ist Werbung auf einem als werbefrei angekündigten Bezahlsender erlaubt? Diese Frage muss das Bayerische Oberste Landesgericht klären. (Symbolbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
München. Der US-Konzern Amazon ist wegen der Werbespots auf seinem Streamingdienst Prime Video mit einer Sammelklage von fast 220.000 seiner deutschen Kunden konfrontiert. Bayerns Oberstes Landesgericht verhandelt heute die stellvertretend von der Verbraucherzentrale Sachsen eingereichte Verbandsklage.
Kern des Zivilprozesses ist die Frage, ob Amazon von seinen Kunden zusätzlich Geld verlangen darf, damit der ursprünglich als werbefrei angekündigte Bezahldienst auch tatsächlich werbefrei bleibt. Ein sofortiges Urteil ist nicht zu erwarten. Sollte die Verbraucherzentrale gewinnen, drohen Amazon Schadenersatzansprüche.
Eine erste Klage hat Amazon bereits verloren
In einem vorangegangenen ersten Verfahren hatte das Landgericht München I den Zusatzobolus für die Werbefreiheit im Dezember für rechtswidrig erklärt - dieses Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Der Sachverhalt: Amazon hatte Anfang 2024 die Prime-Video-Kundschaft per Mail informiert, dass ab Februar des betreffenden Jahres in begrenztem Umfang Werbung gesendet würde. Wer keine Werbung sehen wollte, sollte im Monat 2,99 Euro mehr zahlen. Das Landgericht sah in diesem Vorgehen einen Verstoß gegen den lauteren Wettbewerb.
Amazon weist Vorwürfe zurück
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Dieses erste Verfahren war eine vom Bundesverband der Verbraucherzentralen eingereichte Unterlassungsklage. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, dürfte Amazon also die Zusatzgebühr für Werbefreiheit nicht mehr verlangen.
Amazon hatte die Vorwürfe der Verbraucherzentralen zurückgewiesen und betont, die Kunden im Voraus und in Übereinstimmung mit geltendem Recht über die Einführung von Werbung bei Prime Video informiert zu haben.
Neue Klage zielt auf Schadenersatz
Die nun vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht anhängige zweite Klage hat zwar das gleiche Thema, aber ansonsten nichts mit dem ersten Verfahren zu tun. Kläger im zweiten Fall ist die Verbraucherzentrale Sachsen, nun geht es um etwaige Schadenersatzansprüche gegen Amazon.
Grundlage ist das sogenannte Verbraucherrechtedurchsetzungsgesetz. Dieses beruht auf einer EU-Richtlinie, die Sammelklagen nach US-Muster auch in Deutschland möglich macht. Laut Verbraucherzentrale Sachsen haben sich der Klage gegen Amazon bisher knapp 220.000 Menschen angeschlossen. Beide Klagen werden in München verhandelt, weil die deutschen Amazon-Geschäfte von München aus geleitet werden.
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Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz
The Bayerisches Oberstes Landesgericht will likely rule that Amazon's practice of charging extra for an ad-free experience on a service initially advertised as such is unlawful.
Muhtemel · Haftalar içinde
Amazon may be ordered to pay damages to the plaintiffs in the class action lawsuit.
Olası · Aylar içinde
Amazon might adjust its subscription model or advertising strategy in Germany to comply with any adverse rulings.
Çok muhtemel · Aylar içinde
Açık Sorular
- Will Amazon be ordered to pay damages to the nearly 220,000 customers who joined the class action lawsuit?
- What will be the precedent set by the Bayerisches Oberstes Landesgericht's ruling for other streaming services in Germany?
- Will Amazon appeal any further rulings, potentially extending the legal process?
- How will this ruling affect Amazon's overall business strategy regarding advertising in its services?




