Amoktat an Gymnasium in Schongau: Zwei Mädchen schwer verletzt, Verdächtiger festgenommen
Hızlı Bakış
- In Schongau, Oberbayern, wurden bei einer Amoktat an einem Gymnasium zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt, sind aber außer Lebensgefahr.
- Ein 16-jähriger Verdächtiger wurde mit einem Messer und einer Schusswaffe festgenommen.
- Das Motiv ist unklar, psychologische Betreuung für Schüler und Lehrer ist eingerichtet.
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Ein 16-jähriger Verdächtiger verletzte zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer an einem Gymnasium in Schongau, wobei er auch eine Schusswaffe bei sich hatte. Der Verdächtige war in psychiatrischer Behandlung und möglicherweise ein ehemaliger Schüler.
Bei der möglichen Amoktat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind laut einer Polizeisprecherin mindestens zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt worden. Die beiden seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte die Sprecherin. Wie die Polizei mitteilte, befinden sich die beiden Mädchen mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen handele es sich um Schülerinnen des Gymnasiums. Unklar ist, ob es weitere Verletzte gibt. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Es handelt sich laut Ermittlern um einen 16-Jährigen. Die Tatwaffe sei ein Messer gewesen.
Das Motiv für die Tat bleibt zunächst unklar. Die Polizei prüft, ob es zwischen dem Jugendlichen und den beiden verletzten Mädchen eine Vorbeziehung gegeben hat – ermittelt aber weiter in alle Richtungen. Laut Polizei bekamen viele Schüler die Tat hautnah mit. Sie werden – wie auch Lehrer und später auch Einsatzkräfte – psychologisch betreut.
Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Welfen-Gymnasium im Einsatz sei. Die Menschen vor Ort wurden aufgerufen, das Areal zu meiden. Für Angehörige und Eltern von Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.
Bayerns Innenminister: Täter hatte auch Schusswaffe dabei
Der festgenommene Täter war nach Worten von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach ersten Erkenntnissen auch mit einer Schusswaffe bewaffnet. „Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war“, sagte Herrmann am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee.
Wie Herrmann sagte, war der 16 Jahre alte Kroate, der den Angaben zufolge bei seinen Eltern lebte, in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Es gebe Hinweise darauf, dass es sich um einen ehemaligen Schüler handeln könnte und er möglicherweise schon in der Vergangenheit durch Drohungen aufgefallen sei, so Herrmann.
Einen weiteren Täter gibt es nach Worten Herrmanns nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweilig habe es zwar entsprechende Gerüchte gegeben, sagte er. Dafür gebe es aber keine belastbaren Hinweise. Die Polizei war am Nachmittag noch damit beschäftigt, das Gelände abzusuchen.
„Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten“
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht nach dem Vorfall in Schongau von einer Amoktat. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau“, sagte Söder und betonte: „Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern.“ Söder dankte „allen, die jetzt Hilfe leisten und füreinander da sind“.
Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern.
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- Was war das Motiv für die Tat?
- Gab es eine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfern?
- Gibt es weitere Verletzte?
