BSW darf nicht als Fußgruppe am Berliner CSD teilnehmen
Hızlı Bakış
- Der Berliner CSD e.V. hat die Teilnahme der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als offizielle Fußgruppe bei der Christopher Street Day Parade abgelehnt.
- Die Partei kritisiert die Entscheidung als parteipolitische Vereinnahmung.
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Die Partei BSW wurde von Sahra Wagenknecht gegründet und vertritt eine kritische Haltung zu bestimmten gesellschaftlichen Debatten. Der Christopher Street Day erinnert an die Rebellion homosexueller Menschen 1969 in New York.
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Die Partei BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) darf nicht als offizielle Fußgruppe bei der Parade zum Christopher Street Day in Berlin teilnehmen. Der Veranstalter, der Berliner CSD e. V., lehnte eine entsprechende Anmeldung des BSW für die Demonstration ab.
Der Vorstand teilte mit, die Teilnahme des BSW sei „nicht mit den Grundsätzen, Zielsetzungen und dem Selbstverständnis des Berliner CSD vereinbar“. Das BSW kritisierte diese Entscheidung. Die „Ostdeutsche Allgemeine“ hatte berichtet.
Der Berliner CSD e. V. erklärte, über die Zulassung von Organisationen und Gruppen als offizielle Fußgruppe entscheide der Verein als Demonstrations-Anmelder auf Grundlage seines Selbstverständnisses. Es gehe um die Förderung der Rechte, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von LSBTIQ-Menschen und die Solidarität besonders auch mit trans-, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen.
Der Berliner BSW-Landesvorsitzende und Abgeordnete Alexander King kritisierte: „Wir wären gerne beim CSD mitgelaufen und bedauern die Absage. Wir haben ein Gespräch angeboten, aber keine Antwort darauf erhalten. Die Absage drückt aus, dass wichtige gesellschaftliche Anliegen zunehmend parteipolitisch und ideologisch vereinnahmt werden.“
Begründung für Ausschluss laut BSW „vage“
Leider habe der Vorstand des CSD seine Begründung sehr vage gehalten, erklärte King. Das BSW sei „in keiner Weise queerfeindlich eingestellt“. Die kritische Haltung zu bestimmten Sprachreformen oder rein symbolpolitische Maßnahmen sei keine Ablehnung gegenüber der Community, man sei vielmehr überzeugt, dass gesellschaftliche Anerkennung durch Haltung, politisches Handeln und den Abbau von Benachteiligungen entstehe, statt durch formale Debatten. Auch andere Parteien wie CDU und SPD dürften offiziell mitlaufen.
Die Berliner Parade zum Christopher Street Day mit Zehntausenden Teilnehmern findet in diesem Jahr am 25. Juli statt. Sie erinnert an die Rebellion homosexueller Menschen 1969 in der New Yorker Christopher Street gegen die damals übliche Polizeiwillkür. dpa/saha
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