DAX kaum bewegt - Waffenruhe verlängert, US-Börsen geben nach
Ölpreise steigen wegen Iran-Konflikt - SAP mit starkem Quartal, Intel überzeugt
Hızlı Bakış
- Die Waffenruhe zwischen Libanon und Israel soll um drei Wochen verlängert werden.
- US-Börsen schlossen mit Verlusten (Dow -0,4%), Ölpreise stiegen wegen Iran-Konflikt.
- SAP überzeugte mit 1,9 Mrd.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Die Waffenruhe zwischen Libanon und Israel wurde vor zehn Tagen vereinbart und sollte ursprünglich am Sonntagabend auslaufen. Gleichzeitig verschärft Iran seine maritime Präsenz in der Straße von Hormuz.
Die Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert werden. Die derzeit geltende zehntägige Waffenruhe wäre ohne Verlängerung am späten Sonntagabend ausgelaufen. Gleichzeitig stocken die USA ihre Militärpräsenz in der Golfregion weiter auf. Ein Ende der Auseinandersetzungen im Nahen Osten ist nicht in Sicht, die Anlegerinnen und Anleger bleiben tendenziell skeptisch. Der DAX dürfte deshalb kaum bewegt in den Handelstag starten.
Schwindende Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Nahost-Kriegs sorgten am Donnerstag für Verluste an den US-Börsen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer mit 49.313 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab ebenfalls 0,4 Prozent auf 7.108 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,9 Prozent auf 24.439 Punkte.
Iran hatte seine Kontrolle über die Straße von Hormus verschärft und ein großes Frachtschiff beschlagnahmt. Das Regime in Teheran forderte zudem die Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen. Die Verluste an den US-Börsen weiterten sich aus, als am Abend die Ölpreise nach Berichten über eine Aktivierung der iranischen Luftabwehr zulegten.
Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die schwindenden Hoffnungen auf einen baldigen Frieden haben Anleger an den asiatischen Aktienmärkten ebenfalls verunsichert. In Japan rücken die wirtschaftlichen Folgen der Seeblockade in der Straße von Hormus in den Fokus. Energie wird teurer. Das treibt die Inflation nach oben. "Der kostentreibende Druck durch den Nahost-Konflikt dürfte die Preise nicht nur für Energie, sondern für eine breite Palette von Gütern in die Höhe treiben", sagte Masato Koike, Ökonom beim Sompo Institute Plus.
Darüber hinaus nehmen die Investoren jetzt verstärkt die Berichtssaison in den Blick: Die Bilanz des DAX-Konzerns SAP hat die Anleger überzeugt. Beim Softwarekonzern wächst die wichtige Cloudsparte wieder, sowohl Umsatz und Gewinn legten zu. Im ersten Quartal hat SAP netto 1,9 Milliarden Euro verdient. Im nachbörslichen Handel ist die Aktie von Europas größtem Softwarehersteller deshalb kräftig angestiegen.
In den USA hatte der Chiphersteller Intel ein starkes Quartal. Der Bedarf an Computerchips für Rechenzentren ist ungebrochen, der KI-Boom treibt die Nachfrage weiter an. Staaten und Unternehmen investieren jährlich hohe dreistellige Milliardenbeträge in den Bau von KI-Rechenzentren. Bei Intel kletterte der Umsatz allein in dieser Sparte um etwa ein Viertel auf mehr als 5 Milliarden Dollar.
Im hart umkämpften chinesischen Automarkt kommen deutsche Hersteller bei Elektrofahrzeugen nur mit Mühe hinterher. Die nun gestartete Pekinger Automesse zeigt: Das nächste Rennen ist in vollem Gange. Es entscheidet sich bei Themen wie Software, Fahrassistenz und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Cockpit. Besonders problematisch ist der seit Jahren andauernde Preiskampf. Viele Hersteller haben ihre Autos immer billiger angeboten, teils so stark, dass kaum oder gar kein Geld zu verdienen war. Inzwischen ist das auch zu einem politischen Thema geworden. Die chinesischen Behörden gehen schärfer gegen den "ruinösen Preiswettbewerb" vor.
Der Konkurrenzkampf der Autobauer in China bleibt nach Ansicht von Mercedes-Chef Ola Källenius auf längere Sicht knallhart. "Dass die Wettbewerbsintensität plötzlich verschwindet, darauf würde ich nicht hoffen - und das ist nicht unser Plan", sagte Källenius. Mercedes wolle mit Innovationen noch schneller werden auf einem Markt, der mit schnellem Wechsel von Erfolg und Misserfolg der mehr als 100 Anbieter einer Achterbahnfahrt gleiche.
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- Wie wird Iran auf weitere internationale Spannungen reagieren?
- Können deutsche Autobauer in China mit der lokalen Konkurrenz bei EVs mithalten?





