DAX startet stabil - Märkte hoffen auf USA-Iran-Gespräche, Ölpreise sinken
Anleger setzen auf diplomatische Lösung im Nahen Osten / Apple kündigt CEO-Wechsel an
Hızlı Bakış
- Der DAX startet 0,3 Prozent höher bei 24.499 Punkten.
- Trotz erhöhter Risikoaversion durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten halten Anleger an ihren Aktienpositionen fest und hoffen auf eine diplomatische Lösung zwischen den USA und dem Iran.
- Die Ölpreise geben um zwei Prozent nach.
Yapay zekâ özeti
Der deutsche Leitindex zieht zu Handelsbeginn um 0,3 Prozent auf 24.499 Punkte an. Gestern war der DAX rund ein Prozent leichter bei 24.418 Punkten aus dem Handel gegangen. An der Grundsituation an den Finanzmärkten hat sich nichts geändert: Marktbewegender Einfluss gehe von den geopolitischen Entwicklungen rund um den Persischen Golf aus, heißt es von den Marktbeobachtern der Helaba. "Die Risikoaversion bleibt erhöht, auch wenn zu konstatieren ist, dass die Marktteilnehmer trotz der Ernüchterung und Verunsicherung vom Wochenende die Kursniveaus nicht wieder auf die Level vom Donnerstag zurückgetrieben haben", lautet die Einschätzung der Fachleute. Noch sehen die Anlegerinnen und Anleger Grund zur Zuversicht. "Solange zwischen den USA und dem Iran Worte und keine Raketen ausgetauscht werden, halten Anleger in der Hoffnung auf weitere Kursgewinne an ihren Aktienpositionen fest", heißt es von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "An den Börsen überwiegt die Hoffnung, dass eine zweite persönliche Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran stattfinden wird", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Börsen setzten weiterhin auf ein Ende des militärischen Konfliktes im Nahen Osten und auf eine schrittweise Normalisierung der Energiemärkte. Für den Fall, dass die Gespräche scheitern oder erst gar nicht stattfinden, sei das Enttäuschungspotenzial an den Börsen allerdings entsprechend groß, sagt Altmann. Nach wie vor bleibe der Ölpreis eine wichtige Messgröße für die Krisenstimmung, schreiben die Analysten der Commerzbank in ihrem täglichen Marktüberblick. Die Hoffnung auf die Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA lässt die Ölpreise wieder sinken. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich jeweils um rund zwei Prozent. Nach Einschätzung von Analysten der Bank ING würden die Märkte die anhaltende Angebotsunterbrechung nicht ausreichend einpreisen. "Der Optimismus scheint die Realität des Angebotsschocks zu verschleiern", schreiben sie. Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender von MainSky Asset Management führt dazu aus: Der Einfluss des Ölpreises auf die globale Konjunktur scheine begrenzt zu sein. "Die Weltwirtschaft ist heute deutlich weniger abhängig vom Öl als noch zu Beginn des Jahrtausends. Der Preisanstieg um 75 Prozent seit Ausbruch des Krieges bremst das globale Wachstum bisher nicht wesentlich aus. Dafür wäre ein Preis von rund 150 Dollar über einen längeren Zeitraum erforderlich, ein Szenario, das sich vermutlich nicht einstellen wird", meint Schulte. An der Wall Street deuten die Futures derzeit ebenfalls auf weitere Kursgewinne hin. Zuletzt hatten in den USA der S&P 500 und der Nasdaq Composite Rekordstände erreicht. Die Rally ruhe jedoch auf schmalen Schultern, stellt Ulrich Stephan fest, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. "IT und Kommunikationsdienstleistungen tragen mehr als zwei Drittel des Anstiegs. Die Marktbreite ist auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2023 gefallen." Neben der Krise im Nahen Osten rückt in den USA immer mehr die Berichtssaison in den Fokus. In den kommenden Tagen werden die Unternehmen die Bilanzen des vergangenen Quartals vorstellen. Am Mittwoch wird Tesla die Bücher öffnen - der erste der großen Tech-Konzerne. In dieser Woche sind noch der Rüstungskonzern Lockheed Martin und IBM an der Reihe. Robuste Unternehmensgewinne stützen in diesem Umfeld die Risikobereitschaft der Börsen, und gerade Technologie‑ und KI‑Aktien erweisen sich erneut als zentrale Markttreiber, heißt es in einem Marktausblick von Blackrock. Das US-Technologieunternehmen Apple sorgte gestern für einen Paukenschlag. Es wird ein Generationenwechsel stattfinden. Nach 15 Jahren an der Spitze wird Tim Cook abtreten. Cook wird ab dem 1. September von John Ternus abgelöst, dem Leiter der Hardware-Sparte. Cook hatte die Apple-Führung im 2011 vom Apple-Mitgründer Steve Jobs übernommen und wird nun Vorsitzender des Verwaltungsrats.







