Debatte über Organspende und die Herausforderungen der Linkspartei
Hızlı Bakış
- Der Bundestag debattiert heute über die Einführung einer Widerspruchslösung bei der Organspende.
- Parallel dazu kämpft die Linkspartei mit internen Problemen wie Antisemitismus und der Gleichsetzung der CDU mit Faschisten, was ihre Rolle in der politischen Landschaft erschwert.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
In Deutschland warten über 8000 Menschen auf ein Spenderorgan. Der Bundestag debattiert heute erneut über die Einführung einer Widerspruchslösung zur Organspende, die 2020 abgelehnt wurde. Die Linkspartei steht wegen interner Debatten über Antisemitismus und der Gleichsetzung der CDU mit Faschisten unter Druck.
Den Widerspruch debattieren
Vielleicht geht es Ihnen wie mir, ich vermeide die Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende. In Deutschland warten mehr als 8000 Menschen auf ein Spenderorgan, in den meisten Fällen auf eine Niere. Zuletzt sind die Spenderzahlen gestiegen, aber nicht genug. Mich berühren die Geschichten über wartende oder gerettete Menschen stets sehr. Zum Beispiel diese hier . Und doch handele ich nicht.
Was tun? Seit Jahren wird in Deutschland über die Einführung einer sogenannten Widerspruchslösung diskutiert: Jeder Erwachsene wäre im Todesfall Organspender, wenn er nicht zuvor explizit widersprochen und dies dokumentiert hätte. Die Organspende würde der Normalfall. Bisher aber gilt: Wer nach dem Tod Organe oder Gewebe spenden möchte, kann dies zu Lebzeiten etwa über einen Spenderausweis festlegen.
Heute debattiert der Bundestag über das Thema, weil eine fraktionsübergreifende Gruppe von Abgeordneten aus Union, SPD, Grünen und Linken erneut einen Anlauf zur Widerspruchslösung unternimmt. Zuletzt hatte der Bundestag im Jahr 2020 einen solchen Antrag abgelehnt. Abgestimmt wird heute allerdings nicht.
Meine Kollegin Milena Hassenkamp, die sich bei uns im Hauptstadtbüro mit dem Thema beschäftigt, wünscht sich die rasche Einführung einer Widerspruchslösung: »Sie kann allerdings nur ein erster Schritt sein«, meint Milena. Denn wenn es mehr Organspenden geben solle, müsse auch debattiert werden, zu welchem Zeitpunkt ein Mensch als tot gelte: »Derzeit dürfen Organe nur nach dem festgestellten Hirntod entnommen werden. Wir müssen darüber sprechen, ob auch der Herzstillstand über zehn Minuten ausreicht.«
Bei meinem Kollegen Jörn Meyn aus dem Sportressort habe ich neulich diesen treffenden Kommentar zur deutschen Fußballnationalmannschaft gelesen. In dem Spiel gegen die Elfenbeinküste, bei dem sich die Deutschen nach einem 0:1-Rückstand schließlich ein 2:1 erkämpften, erkennt Jörn die Geburt einer Mannschaft: Es gibt Spiele, »deren Wirkmacht nach innen und außen so groß ist, dass sie alles verändern können: das Selbstbild und die Wahrnehmung durch das Publikum«, schreibt Jörn. Geschieht exakt das gerade mit der Bundesregierung? Mal abwarten. (Lesen Sie hier mehr zum Zustand der Koalition.)
Denn nach der Rente ist vor den Streitthemen Sozialstaat, Gesundheit, Arbeitsmarkt, Steuern. Und dann ist da ja auch noch Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, wie meine Kollegin Sophie Garbe hier und hier beschrieben hat. Schwesig kämpft erstens in Schwerin um ihr Amt und zweitens womöglich um ihren künftigen Einfluss in der SPD. Jedenfalls erklärte sie mit Blick auf die Rente trocken: »Ich bin nicht der Meinung des Kanzlers, dass diese Vorschläge eins zu eins umgesetzt werden müssen.« Zwietracht Schwarz-Rot? Mal abwarten.
Die Nationalmannschaft ihrerseits trifft heute Abend in ihrem letzten Vorrundenspiel bei der WM auf Ecuador. Schöne Parallele: Vor 20 Jahren standen die Deutschen bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land schon einmal Ecuador gegenüber, ebenfalls im letzten Vorrundenspiel. Der Fußballer Miroslav Klose machte zwei Tore, Lukas Podolski legte noch eins nach, Endstand 3:0.
Nach dem Spiel und damit dem Erreichen der K.-o.-Phase der WM sagte dann der Philosoph Miroslav Klose: »Jetzt fängt es wieder von null an. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken, aber wir haben noch Großes vor bei diesem Turnier.«
Stimmte damals, stimmt heute.
Und sonst bei der WM? Alles Wichtige erfahren Sie hier im Newsblog .
Die Nichtregierungsorganisation
Es ist recht absehbar, dass die Linkspartei in den kommenden Monaten dringend gebraucht werden wird. Dann nämlich, wenn sie – auf welche Art und Weise auch immer – mit der CDU kooperieren muss, um eine Regierung jenseits der AfD zu ermöglichen und die extreme Rechte von der Macht fernzuhalten. Da könnte die Linke dann mal in der Praxis beweisen, dass sie tatsächlich die antifaschistische Partei ist, als die sie sich in der Theorie so gern selbst feiert.
Doch ausgerechnet jetzt, wo es um die Verteidigung von Republik und Demokratie geht, droht sie auszufallen. Ihr Antisemitismusproblem etwa hat die Linke auch auf dem Parteitag am vergangenen Wochenende nicht abstellen können. Gut 30 Prozent der Delegierten stimmten einem Antrag zu, der das Existenzrecht Israels infrage stellt. Und dann ist da der neue Parteichef Luigi Pantisano aus Baden-Württemberg, der via »Bild« die CDU mit Faschisten gleichsetzte. Grob geschichtsvergessen ist das, oder einfach: dumm. Pantisano brauchte drei Tage, bis er sich dafür entschuldigte. So kann man nicht (mit)regieren.
Manche Linke verstehen die Welt nicht mehr, besonders jene aus dem Osten. Meine Kollegin Anna Reimann hat mit der Bundestagsabgeordneten Mandy Eißing gesprochen. Eißing stammt aus Thüringen, arbeitete zuvor als Friseurin. »Es ist eine Katastrophe, wenn wir den Faschismusbegriff so aushöhlen und falsch benutzen«, sagt Eißing in dem Interview mit Anna (mehr hier ). Sie wolle im Osten »auf Augenhöhe wahrgenommen werden«, für soziale Inhalte und »nicht als linke Spinnerin«. Und noch etwas sagt Eißing, was der Parteiführung in Berlin zu denken geben sollte: »Mit dem von Pantisano eingeschlagenen Weg wird die Rückeroberung der Arbeiter im Osten ganz sicher nicht funktionieren.«
Die ganze Geschichte hier: Er beleidigte die CDU. Doch seine Fans wollen mehr
Doch während es Merz noch mit markigen Ansagen versuchte, wie meine Kollegin Marina Kormbaki berichtet, wurde nur allzu offensichtlich, wie angeschlagen die Gruppe ist. So illustriert das plötzliche politische Ende des britischen Premiers Keir Starmer »die Krisenanfälligkeit Europas«. Starmer sei unter den an diesem Abend in Berlin zusammengekommenen Spitzenpolitikern das deutlichste Beispiel dafür, aber nicht das einzige, schreibt Marina: »Macron taumelt angeschlagen dem Ende seiner Amtszeit entgegen, Tusk ist ein Getriebener der polnischen Rechtskonservativen, und der Kanzler, tja, muss jetzt, mit der geplanten Rentenreform, darauf hoffen, dass ihm die Deutschen eine zweite Chance geben.« Siehe oben.
Mehr zum Thema: Wie Merz und die Europäer versuchen, Trump zu beeindrucken
Bundan Sonra Ne Olabilir?
Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz
Der Bundestag wird heute über die Widerspruchslösung zur Organspende abstimmen.
Spekülatif · Günler içinde
Die Linkspartei wird sich weiter mit internen Konflikten auseinandersetzen müssen.
Çok muhtemel · Aylar içinde
Açık Sorular
- Wird die Widerspruchslösung zur Organspende angenommen?
- Wie wird die Linkspartei ihre internen Probleme lösen?
- Welche Auswirkungen hat die politische Instabilität in Europa?



