Deutscher Serientäter zu lebenslanger Haft in Frankreich verurteilt
Wegen Mordes an einem Zehnjährigen hat ein französisches Schwurgericht den als „Maskenmann“ bekannten deutschen Serientäter Martin N. zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der Angeklagte, der die Vorwürfe während des Verfahrens bestritten hatte, nahm das Urteil regungslos auf. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer betont, der Mord an dem Jungen trage die „kriminelle Handschrift“ des Angeklagten. Zahlreiche Indizien sprächen für N.s Täterschaft.
Der zehn Jahre alte Jonathan war 2004 nachts aus einem Landschulheim im westfranzösischen Saint-Brévin-les-Pins verschwunden. Seine unbekleidete Leiche wurde anderthalb Monate später mit einem Betonblock beschwert in einem See gefunden. Der 55-Jährige N. aus Bremen war 2012 in Deutschland wegen der Ermordung von drei Jungen im Alter zwischen acht und 13 Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt worden.