Die besten Rolladenmotoren: Smart Home Nachrüstung leicht gemacht
Hızlı Bakış
- Fünf elektrische Gurtwickler für Rolladenmotoren wurden getestet.
- Testsieger ist der Meross MRS200 mit Matter-Standard.
- Homepilot Rollotron Classic Smart ist Technologiesieger, Homepilot Pure Smart Preis-Leistungs-Sieger.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Elektrische Gurtwickler sind eine smarte Nachrüstung für manuelle Rolladensysteme, die Komfort und Automatisierung im Smart Home ermöglichen. Sie ersetzen den manuellen Gurt und lassen sich per App oder Sprachbefehl steuern.
Es ist relativ einfach, einen Rolladenmotor nachzurüsten und in das eigene Smart Home zu integrieren. Wir zeigen die fünf besten aus unseren Tests.
Die meisten von uns werden unter Smart-Home-Lösungen vor allem ferngesteuerte Lampen, Heizkörperthermostate und Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit kennen, doch es gibt noch viel mehr Technik, um sich den Alltag zu erleichtern.
Ein bislang kaum beachteter Bereich sind elektrische Gurtwickler für die Rolladensteuerung. Diese Rolladenmotoren sind die smarten Nachfolger der manuellen Gurtwickler, mit denen Millionen Menschen jeden Tag ihre Rollläden hoch- oder herunterlassen. Die neuen Modelle versprechen nicht nur Komfort durch eine motorisierte Bedienung, sondern auch intelligente Funktionen und Automatisierungen im Smart Home. In dieser Bestenliste zeigen wir die fünf stärksten Geräte.
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Welcher ist der beste Rolladenmotor?
Unser Testsieger ist der Meross MRS200 für 140 Euro. Er überzeugt durch eine hohe Plattformkompatibilität via Matter-Standard, einen Lichtsensor sowie einen ruhigen Lauf.
Als Technologiesieger geht der Homepilot Rollotron Classic Smart im Starter-Set für 361 Euro hervor. Er hebt sich mit Zufallssteuerung, um auch im Urlaub die Anwesenheit zu simulieren, sowie praktischer Automatisierung via Tages- und Wochenplänen von der Konkurrenz ab.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist der Homepilot Pure Smart für 125 Euro. Er hat neben dem ansprechenden Preis auch eine gute Hinderniserkennung und einen Überlastschutz zu bieten.
Warum elektrische Gurtwickler?
Die Vorteile elektrischer Gurtwickler liegen auf der Hand: kein mühsames, mitunter kräftezehrendes Ziehen am Gurt mehr, automatisierte Steuerung nach Zeitplänen oder der Sonneneinstrahlung und die Möglichkeit, die Rollläden auch aus der Ferne zu bewegen. So kann eine Anwesenheitssimulation während der Urlaubszeit erzielt werden.
Wer die Rollläden bei Sonneneinstrahlung automatisch schließt, kann die Aufheizung der Innenräume verlangsamen, was sich im Sommer spürbar auf das Raumklima auswirkt, auch wenn just niemand vor Ort ist.
Aufputz oder Unterputz – was ist der Unterschied?
Bevor man sich für ein Modell entscheidet, muss man sich kurz vergegenwärtigen, welche Montageform der vorhandene Gurtwickler hat. Das bestimmt, was als Ersatz infrage kommt.
Ein Unterputz-Gurtwickler sitzt im Mauerwerk, bündig hinter einer Blende. Das dürfte die häufigste Bauform in Alt- und Neubauten sein. Der elektrische Ersatz wird einfach in dieselbe Wandöffnung geschoben. Das Herausnehmen des alten Gurtwicklers ist kein Problem, doch dazu später mehr. Ein Aufputz-Gurtwickler, auch Schwenkwickler genannt, ist außen an der Wand befestigt – meistens seitlich neben dem Fenster. Diese Bauform lässt sich noch einfacher austauschen, weil keine Wandöffnung vorhanden sein muss.
Rolladenmotor auch in der Mietwohnung?
Ja – und das ist einer der praktischsten Aspekte dieser Gerätekategorie. Ein elektrischer Gurtwickler ersetzt den vorhandenen manuellen Wickler, ohne dass Wände geöffnet, Leitungen verlegt oder dauerhafte Eingriffe in die Bausubstanz vorgenommen werden müssen. Das Stromkabel wird zur nächsten Steckdose geführt, fertig. Natürlich sollte man den alten Gurtwickler nicht wegwerfen und ihn beim Auszug einfach wieder montieren.
Das smarte Gerät geht mit in die nächste Wohnung. Einziger Punkt, der vorab mit dem Vermieter geklärt werden sollte: das Kabel, das von der Wandöffnung zur Steckdose führt. Wer es nicht unter Putz verlegen will, führt es in einem dünnen Kabelkanal ordentlich die Wand herunter. Das ist eine Lösung, die immer noch viel besser ist als ein herabhängendes Kabel.
Installation: weniger aufwendig als gedacht
Die gute Nachricht zuerst: Ein elektrischer Gurtwickler ist kein Projekt für Fachbetriebe. Wer einen Schraubendreher halten und eine Anleitung lesen kann, kommt in den meisten Fällen selbst zum Ziel.
Vor dem Kauf des Gurtwicklers ist allerdings Messarbeit angesagt. Die entscheidenden Größen sind die Bautiefe des vorhandenen Gurtkastens, der Lochabstand der Befestigungsschrauben sowie die Breite des Gurtbandes. Auf dem Markt gibt es zwei gängige Gurtbreiten: 15 mm und 23 mm. Die Gurte selbst liegen keinem der Geräte bei, die alten Gurte werden wiederverwendet.
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Am sichersten ist es, den alten Gurtwickler vor dem Kauf kurz auszubauen – in der Regel sind es nur zwei Schrauben – und die Maße direkt zu prüfen. Manche Wandausschnitte in Altbauten erfordern kleine Stemmarbeiten, wenn das neue Gerät etwas größer und vor allem tiefer ausfällt als der Vorgänger.
Wie viel Zugkraft wird benötigt?
Die Zugkraft ist das wichtigste technische Merkmal vor dem Kauf. Ist sie zu gering, schafft der Motor den Rollladen nicht – im schlimmsten Fall brennt der E-Motor dann durch.
Die benötigte Zugkraft lässt sich einfach berechnen: Breite des Rollladens in Metern × Höhe in Metern × Gewicht pro Quadratmeter des Rollladenmaterials.
Als Richtwerte für das Gewicht pro Quadratmeter gelten: Kunststoff etwa 2,8 bis 5 kg, Aluminium etwa 3 bis 4,6 kg und Holz etwa 10 bis 12 kg. Ein Kunststoffrollladen mit 1,2 Metern Breite und 2 Metern Höhe wiegt demnach rund 10 kg – für den ist jeder Standard-Gurtwickler mit 45 kg Zugkraft locker ausreichend. Wer große Holzrollläden hat, sollte dagegen nachrechnen und gegebenenfalls zur Power-Variante mit 60 kg greifen.
Wie verbindet sich ein Rolladenmotor?
In Sachen Konnektivität unterscheiden sich die Geräte am deutlichsten. Die Wahl des Funkstandards entscheidet nicht nur über die Reichweite, sondern auch darüber, welche Smart-Home-Systeme sich einbinden lassen und ob dafür zusätzliche Hardware notwendig ist.
Der Meross MRS200 setzt als einziges der getesteten Geräte auf Matter über 2,4-GHz-WLAN. Matter ist ein offener, herstellerübergreifender Standard, der eine direkte Einbindung in Apple Homekit, Amazon Alexa, Google Home und Samsung Smart Things erlaubt – ohne eigenes Gateway. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber allen anderen Ansätzen.
Der Rollotron Pure DECT von Homepilot nutzt den DECT-Funk und arbeitet direkt mit der Fritzbox zusammen. Eine separate Basisstation entfällt. Dafür ist man auf die Smart-Home-App von AVM angewiesen und muss auf Sprachsteuerung verzichten. Eine Anbindung an Alexa, Google Home oder Homekit ist nicht möglich.
Der Rollotron Classic Smart, ebenfalls von Homepilot, läuft über den proprietären 434,5-MHz-Funk und benötigt ein eigenes Gateway, das dem Starterpaket beiliegt. Über dieses Gateway lassen sich dann auch Homekit und Alexa ansprechen, allerdings mit einer Einrichtung, die unserer Meinung nach deutlich zu komplex geraten ist.
Der Schellenberg Rollodrive 65 Premium funkt auf 868,4 MHz und ist auf das System des Herstellers sowie die Magenta-Zuhause-Plattform der Telekom beschränkt. Eine direkte Einbindung in gängige Smart-Home-Systeme ist nicht vorgesehen. Wer die Magenta-Zuhause-App nutzen will, braucht einen kompatiblen Telekom-Router und für die volle Funktionalität die kostenpflichtige Pro-Version der App für knapp 3 Euro im Monat.
Automatikfunktionen – Lichtsensor, Urlaubsmodus & Co.
Die Steuerungsmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Gerät erheblich. Das Basisrepertoire umfasst bei allen Modellen einfache Zeitpläne: einmal täglich hoch, einmal täglich runter.
Interessanter wird es bei den erweiterten Funktionen. Mehrere Geräte bieten eine Astrofunktion, die die Öffnungs- und Schließzeiten automatisch an Sonnenauf- und Sonnenuntergang am eigenen Standort anpasst. Der Meross MRS200 hat als einziges Gerät einen Lichtsensor bereits im Lieferumfang. Er lässt sich per Saugnapf am unteren Bereich an der Fensterscheibe befestigen und misst die tatsächliche Helligkeit draußen. Praktisch ist auch die Zufallssteuerung: Der Rollladen fährt zu leicht variierenden Zeiten hoch und runter und täuscht damit Anwesenheit überzeugender vor als ein starrer Zeitplan.
Wer mehrere smarte Geräte im Haushalt betreibt, kann Szenen und kombinierte Aktionen einrichten – etwa Rollläden schließen, Heizung absenken und Licht ausschalten, wenn man die Wohnung verlässt. Das funktioniert allerdings nur, wenn der elektrische Gurtwickler in das gleiche Ökosystem eingebunden ist wie die anderen Geräte.
Energieverbrauch
Alle Geräte laufen im Dauerbetrieb und stehen permanent auf Empfang. Der Standby-Verbrauch liegt bei den getesteten Modellen unter 0,5 bis 0,6 W. Das ist akzeptabel. Bei älteren oder leistungsstärkeren Geräten anderer Hersteller kann dieser Wert auf über 2 W steigen.
Einen Netzschalter hat keines der Geräte. Wer den Verbrauch auf null bringen will, müsste eine schaltbare Steckdose zwischenschalten – was allerdings die Automatikfunktionen außer Kraft setzen würde und somit nicht wirklich zielführend ist.
Die getesteten Modelle im Überblick
Der Meross MRS200 ist das technisch modernste und hat dank Matter-Standard die flexibelste Plattformunterstützung. Der beigelegte Lichtsensor ist ein echter Mehrwert. Schwachpunkt ist die anfänglich fehleranfällige Einrichtung.
Der Rollotron Classic Smart von Homepilot bietet den größten Funktionsumfang in der App, fordert aber Geduld bei der Einrichtung. Die optionale Power-Variante mit 60 kg Zugkraft ist ein Vorteil für schwere Rollläden.
Der Rollotron Pure Smart ist das günstigste der von uns getesteten Modelle und weiß dank Hinderniserkennung und Überlastschutz zu überzeugen. Eingeschränkte Automatikfunktionen in Kombination mit dem Gateway-Premium sowie eine fehlende Programmierung am Gerät schmälern den Eindruck jedoch.
Der Schellenberg RolloDrive 65 Premium ist solide gebaut und funktioniert zuverlässig, bindet den Nutzer aber stark an das eigene Ökosystem. Wer keine Telekom-Hardware hat und keine Abonnementkosten möchte, sollte zu einem anderen Gerät greifen.
Ähnlich sieht es beim Rollotron Pure DECT aus: Er überzeugt zwar durch die unkomplizierte Integration über die Fritzbox ohne zusätzliche Hardware, allerdings funktioniert er ohne Fritzbox auch nicht. Wer jedoch keine Sprachsteuerung braucht und eine Fritzbox hat, bekommt einen zuverlässigen elektrischen Gurtwickler ohne Abhängigkeit von Cloud-Diensten.
Was kostet ein Rolladenmotor?
Die Preise für elektrische Gurtwickler mit Smart-Home-Anbindung reichen von etwa 125 bis über 200 Euro pro Stück. Dazu kommen bei manchen Systemen noch Kosten für Gateways, optionale Sensoren oder Premium-Funktionen in der App via Abonnement. Wer sein ganzes Eigenheim nachrüsten möchte, kommt je nach Anzahl der Fenster hier schon gerne mal auf über 1000 Euro.
Fazit
Wer nur einen oder zwei Rollläden automatisieren will und in einem bestehenden Smart-Home-Ökosystem zu Hause ist, fährt mit dem Meross MRS200, unserem Testsieger, derzeit am besten. Wer eine Fritzbox besitzt und auf die Sprachsteuerung verzichten kann, sollte den Rollotron Pure DECT in Betracht ziehen. Für größere Installationen mit mehreren Geräten und dem Wunsch nach tieferer Integration empfiehlt sich das Homepilot-System, wie bei unserem Technologiesieger Rollotron Classic Smart mit Basisstation.
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- Wie lange ist die Lebensdauer der Motoren?
- Gibt es spezielle Anforderungen an die Steckdose?





