Die Geburt des Spaghettieises: Eine süße Anekdote aus Mannheim
Hızlı Bakış
- Die Erfindung des Spaghettieises im Jahr 1969 in Mannheim durch Dario Fontanella, Sohn eines italienischen Gelatiere, wird beleuchtet.
- Ursprünglich als Experiment gedacht, entwickelte sich die Idee zu einem beliebten Dessert, dessen Zubereitung bis heute verfeinert wird.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Der Artikel beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Spaghettieises und thematisiert aktuelle Nachrichten aus Hamburg, darunter Kita-Gebühren, Wohnungsbau und die Herausforderungen bei der Installation von E-Auto-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern.
Liebe Leserin, lieber Leser,
im Jahr 1969 hatte ein kleiner Junge in Mannheim Langeweile. Sein Vater, ein Gelatiere, war 1933 aus Italien nach Deutschland gekommen. Der Junge nahm also etwas Eis – Pistazie, Zitrone, Erdbeere (die Trikolore) –, gab es in eine Nudelpresse, drückte das Eis hindurch und zeigte das Ergebnis dem Vater. »Ich habe noch nie bunte Spaghetti gesehen«, war seine Antwort. Der Junge, der einfach nur rumprobieren wollte, hatte gar nicht an Spaghetti gedacht. In dem Moment war die Idee für das Spaghettieis geboren.
Jahrzehnte später habe ich den Jungen für eine Recherche besucht, das war 2024. Dario Fontanella, der schon Helmut Kohl Spaghettieis servierte, erzählte mir, was es für das perfekte Exemplar braucht: Sahne, Vanilleeis, Erdbeersoße, weiße Schokolade, in dieser Reihenfolge aufgeschichtet. Ganz zu Beginn hatte Fontanella die Sahne neben das Eis gegeben, was ihm optisch nicht gefiel, deshalb versteckte er sie unter dem Eis.
Gestern habe ich Fontanella angerufen, weil mir eine Sache noch unklar war: Wie dick oder dünn sollen die Spaghetti sein? Wenn man das Eis bestellt, gibt es deutliche Unterschiede. Von Engelshaar bis kurz vor Spätzle habe ich schon alles gesehen. Durch das Telefon hörte ich die Tassen und silbernen Tellerchen klimpern. Fontanella ist mittlerweile längst im Rentenalter, aber steht noch häufig in der Eisdiele.
»Ganz dünn sollte man sie nicht machen«, sagt Fontanella. »Denn dann schmelzen sie schnell.« Dick wie Spaghettoni sei auch nicht gut, »zu massiv«, findet Fontanella. Die beste Orientierung sei eine Spaghetti No. 5, wie sie die meisten im Regal haben, »zum Essen am besten und der optimale Schmelzpunkt im Mund ist auch gegeben«, sagt Fontanella.
Ich wollte das auch wissen, weil ich heute der Einladung eines Hamburger Eisdielenbesitzers folge und selbst Spaghettieis mache. Es ist übrigens der Drittplatzierte auf der Liste der von Ihnen meistempfohlenen Eisdielen: joschi Eisladen an der Feldstraße (neun Nennungen). Davon erzähle ich Ihnen dann morgen.
Haben Sie einen schönen Tag,
Ihr Yannick Ramsel
PS: Auch Hamburg hat Eis-Historie: Hier befand sich eines der wohl ersten Eiscafés auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik. Es öffnete 1799, wie sie hier nachlesen (Z+) können.
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WAS HEUTE WICHTIG IST
Der rot-grüne Senat will die Kita-Gebühren reformieren. Für Familien mit einem Netto-Monatseinkommen ab 6.000 Euro steigt ab August 2027 der Höchstbetrag von derzeit 191 auf 320 Euro; ein Jahr später auf 336 Euro. Dafür wird ein Elternbeitrag künftig erst ab einem Einkommen von 2.650 Euro statt bisher 1.023 Euro fällig. Bildungs- und Familiensenatorin Ksenija Bekeris (SPD) will am Kita-Gutscheinsystem festhalten, das fünf Stunden kostenlose Betreuung pro Tag samt Mittagessen garantiert.
Im ersten Quartal 2026 ist die Auftragslage im Hamburger Wohnungsbau eingebrochen. Nach Zahlen des Statistikamts Nord hat sich der Wert der neuen Aufträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert und fiel auf 84,4 Millionen Euro. Im Wirtschaftsbau hingegen stieg der Wert auf 560,3 Millionen Euro – ein Plus von 147,9 Prozent. Darunter fallen etwa Bürogebäude, Lagerhallen und Kraftwerke.
Mit 1,2 Milliarden Euro sollen auch die Bundeswasserstraßen vom Sondervermögen Infrastruktur profitieren. Das sehe der gestern beschlossene Haushaltsentwurf vor, sagte der maritime Koordinator der Bundesregierung und Hamburger CDU-Abgeordnete, Christoph Ploß. Dringend benötigte Investitionen an Flüssen, Kanälen und Häfen könnten damit realisiert werden.
Nach der tödlichen Gewalttat in Stade besteht kein dringender Tatverdacht gegen die Partnerin und die Begleiterin des Hauptverdächtigen. Das Ermittlungsverfahren wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen alle drei geführt. Welcher Tatvorwurf den Frauen gemacht werden könne, sei noch unklar.
Bei einem Verkehrsunfall in Schnelsen ist am Sonntag ein zwei Jahre alter Junge lebensgefährlich verletzt worden. Die Eltern waren der Polizei zufolge mit dem Kind auf einem Fußweg unterwegs. Beim Überqueren der Straße habe eine Frau das Kind mit ihrem Auto erfasst. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.
AUS HAMBURG
Das Grauen in meiner Tiefgarage
Eine Ladestation für E-Autos im Mehrfamilienhaus, seit Neuestem gefördert? Klingt toll. Mehrere Elektriker und einen Eigentümerstreit später weiß ich: Es ist die Hölle! Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Artikel von Mark Spörrle.
Ich lebe in einem Mehrfamilienhaus in Hamburg-Eimsbüttel. Sanierter Altbau, 22 Parteien, die meisten urbane Akademiker, viele mit Kindern im jugendlichen Alter. Aber der Raum, um den es hier gehen soll, ist die Tiefgarage. Es gibt dort sechs Stellplätze. Einer davon ist meiner. Und so heilfroh ich und die anderen Stellplatzbesitzer sind, dass wir auf der Straße nicht Tag für Tag am nervenzerfetzenden Wo-ist-ein-verflixter-Parkplatz-Bingo teilnehmen müssen, wir wissen genau, was uns noch fehlt: Strom zum elektrischen Laden. Denn ein E-Auto anzuschaffen – nicht nur klimatechnisch hochvernünftig (Z+) –, macht in unserer Gegend ohne eigene Wallbox keinen Sinn.
Sicher, es gibt öffentliche Ladesäulen. Aber ich sehe so gut wie nie eine, die frei ist. Ein Bekannter von mir bleibt, seit er einen Tesla fährt, regelmäßig bis drei Uhr nachts auf, weil dann die Chance dafür größer sei. Dummerweise muss er um halb sieben wieder aufstehen; der Mann ist echt gealtert, seit er elektrisch fährt.
Aber die Sache mit der eigenen Wallbox ist teuer und komplizierter (Z+), als man denkt. Wenn man nicht in einem Einfamilienhaus lebt. Wenn das neue staatliche Programm, das endlich auch für elektrisches Laden in Mehrfamilienhäusern eine Förderung verspricht, hochkomplexe Anforderungen stellt. Und wenn ein einzelner Hausbewohner, der nicht will wie die anderen, vieles sabotieren kann.
Auf der anderen Seite sind da all die Einfamilienhausbewohner, die, auch dank diverser Förderprogramme, eine Wallbox an ihrer Garagenwand haben und morgens pfeifend ins wie von Zauberhand geladene Auto klettern. Laut Umfrage des Marktforschungsunternehmens Uscale hatten im Jahr 2024 schon 90 Prozent der so wohnenden E-Auto-Besitzer einen privaten Heim-Ladepunkt.
Bei der Wallboxquote in Mehrfamilienhäusern dagegen sieht es düster aus. Einer ADAC-Umfrage zufolge verfügten 2022 nur sieben Prozent der Gebäude mit mehreren Miet- oder Eigentumswohnungen über Ladestationen. Aktuell dürften es nur unwesentlich mehr sein. Das ist dumm, weil sich etwa 70 Prozent aller Wohnungen hierzulande in Mehrfamilienhäusern befinden.
Mit welchen Hürden sich Mark Spörrle konfrontiert sah und ob es ihm gelang, sie zu überwinden, lesen Sie weiter in der ungekürzten Fassung. → Zum Artikel (Z+)
SCHON GELESEN?
»Heute ist der erste Überlebende entlassen worden«
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich das Ebola-Virus aus. Der deutsche Anthropologe Sung-Joon Park – er forscht am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg – ist in die Krisenregion gereist, um Patient null zu finden. Für die ZEIT hat er Tagebuch geführt. → Zum Artikel
DARAUF KÖNNEN SIE SICH FREUEN
Wie rasant Hamburg in den 1950er- und 1960er-Jahren wuchs, zeigt eine Ausstellung im Planet Harburg, der Dependance des Archäologischen Museums Hamburg: Hamburg von oben – Ein historischer Rundflug (1954–1969) mit Luftaufnahmen von Günther Krüger. Krüger fotografierte den Wiederaufbau und die Expansion der Stadt aus Hubschrauber und Cessna: Hochhaussiedlungen entstehen, Verkehrswege und Elbbrücken werden neu gezogen, der Hafen wächst. Die Bilder sind nicht nur spektakuläre Ansichten, sondern auch eine präzise Dokumentation einer Stadt im Umbau.
»Hamburg von oben«, bis 8. November; Planet Harburg, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz; Mittwoch und Donnerstag, Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr
MEINE STADT
HAMBURGER SCHNACK
Ich fahre noch immer mein 74 Jahre altes Fahrrad, das im hinteren Schutzblech Löcher für ein Fahrradnetz hat. Ein solches suche ich schon seit längerer Zeit. Neulich entdeckte ich einen kleinen Fahrradladen, in dem ich noch nie nachgefragt hatte. Auf meine Frage nach dem Netz sah mich der ältere Mitarbeiter nachdenklich an: »Fahren Sie denn noch mit Petticoat?«
Gehört von Suse Carlsson
Açık Sorular
- Wie dick oder dünn sollen die Spaghetti sein?
- Welcher Tatvorwurf wird den Frauen in Stade gemacht?
- Wie wird die Situation mit den E-Auto-Ladestationen gelöst?
