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GeriFifa-Präsidentschaftswahl 2027: Gianni Infantino kandidiert erneut trotz internationaler Kritik
Fifa-Präsidentschaftswahl 2027: Gianni Infantino kandidiert erneut trotz internationaler Kritik
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Fifa-Präsidentschaftswahl 2027: Gianni Infantino kandidiert erneut trotz internationaler Kritik

Nach dem gescheiterten Investorendeal steuert der Weltfußball auf einen Machtkampf zu. Während Europa und Teile Asiens auf Konfrontationskurs gehen, erhält Infantino Rückhalt in Afrika und Südamerika.

Hızlı Bakış

  • Gianni Infantino will sich trotz internationaler Kritik und anhaltender Uefa-Boykottdrohungen bei der Fifa-Präsidentschaftswahl am 18.
  • März 2027 erneut zur Wahl stellen.
  • Nach dem gescheiterten Investorendeal spalten sich die Kontinentalverbände.

Yapay zekâ özeti

Neden Önemli?

Nach einem gescheiterten Investorendeal zum Verkauf von WM-Rechten steht Fifa-Präsident Gianni Infantino international in der Kritik.

Yazı boyutu

Gianni Infantino will sich trotz der internationalen Kritik bei der Wahl des Fifa-Präsidenten am 18. März 2027 erneut zur Wahl stellen. Sollte er wiedergewählt werden, würde sich seine Amtszeit bis 2031 verlängern. Die Uefa hält derweil an ihrem Boykottplan fest. Nach dem gescheiterten Investorendeal zum Verkauf von WM-Rechten steuert der Weltfußball auf einen Machtkampf zu. Knapp einen Monat nach dem Ende der Fußballweltmeisterschaft melden sich immer mehr Verbände zu Wort – einige unterstützen Infantino, andere stellen sich gegen ihn.

Wer will Infantino als Chef des Weltverbands ablösen? Wer hält weiterhin zu dem Schweizer, der seit 2016 im Amt ist – und aus welchen Gründen? Und welche Kandidaten wären legitime Alternativen bei der Wahl in Rabat in Marokko? Eine Übersicht:

Europa

55 stimmberechtigte Fifa-Mitgliedsverbände – Stimmung: gegen Infantino

Die Art und Weise, mit der der europäische Dachverband Uefa innerhalb von nur zwei Tagen alle 55 Mitgliedsverbände hinter der entschiedenen Drohung eines WM-Boykotts versammelte, war ein deutliches Signal an Infantino: nicht mit uns! Unter der Führung ihres Präsidenten Aleksander Čeferin hält die Uefa an dieser Drohung auch nach dem gescheiterten Investorendeal fest.

Als Reaktion auf die Fifa-Krisensitzung Anfang August in Rabat teilte der Kontinentalverband mit, es müssten »Zusicherungen gegeben werden, dass solche Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden«.

Die Uefa teilte zudem mit, sie habe das Vertrauen in Infantino verloren. »Die gestrige Bekanntgabe, dass einige Angestellte des Fifa-Präsidenten, deren Karriere von seiner Gunst abhängt, ihm zustimmen, ändert daran nichts«, hieß es weiter. Einzelne Mitgliedsverbände wie Serbien und Wales haben ihre zuvor öffentlich bekundete Unterstützung für Infantino inzwischen zurückgezogen. Der norwegische Fußballverband um Präsidentin Lise Klaveness hat Infantino zum sofortigen Rücktritt aufgefordert.

Am 10. August legte die Uefa noch einmal nach und veröffentlichte zusammen mit dem asiatischen Fußballverband (AFC) und dem Fußballverband Nord- und Mittelamerikas sowie der Karibik (Concacaf) einen offenen Brief. In diesem wird Infantino nicht namentlich erwähnt, aber dennoch indirekt kritisiert. »Wenn Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn ein Einzelner sich über die Gemeinschaft stellt, die ihn mit Autorität betraut hat«, dann sei die Pflicht zum Dienst an der Fußballfamilie missachtet worden, heißt es darin.

Afrika

54 stimmberechtigte Fifa-Mitgliedsverbände – Stimmung: pro Infantino

Mit 54 stimmberechtigten Fifa-Mitgliedsverbänden ist Afrika sportpolitisch etwa so mächtig wie Europa. Der Dachverband CAF bekräftigte am Donnerstag nach einer Fifa-Sitzung in Marokko »einstimmig« seine Unterstützung für den Präsidenten und dankte ihm für seine »über Jahre hinweg geleistete, unermüdliche Unterstützung des afrikanischen Fußballs«.

Zudem wurde der Fifa-Verwaltung »für die erfolgreiche Austragung der WM 2026« gedankt. Durch das auf 48 Nationen erweiterte WM-Feld hatte Afrika erstmals zehn Teilnehmer bei einer Fußballweltmeisterschaft. 2022 in Katar waren es noch fünf.

Wie belastbar die Stellungnahme der CAF-Führung ist, bleibt allerdings umstritten. Doch dass sich die Führung eines Kontinentalverbands nur kurz nach dem Scheitern der Investorenpläne so deutlich pro Infantino ausspricht, ist ein deutliches Zeichen.

Asien

46 stimmberechtigte Fifa-Mitgliedsverbände – Stimmung: gespalten, aber mehrheitlich gegen Infantino

Der asiatische Dachverband AFC stellte sich schnell gegen die Investorenpläne von Infantino. Nach der Veröffentlichung des öffentlichen Briefs am 10. August zusammen mit der Uefa und dem Concacaf kritisierte der Verband auch erstmals Infantino selbst – ohne ihn namentlich zu nennen. Allerdings kann der amtierende Fifa-Präsident auch auf knapp zehn Unterstützer aus dem asiatischen Raum bauen – darunter ist auch der ehemalige WM-Gastgeber Katar. Auch kleine Fußball-Nationen wie die Mongolei und die Philippinen zählen zu den Unterstützern Infantinos.

Nicht positioniert hat sich bislang Saudi-Arabien, das 2034 WM-Gastgeber sein wird. Mit Blick auf die relativ eindeutigen Verhältnisse in Europa und Afrika könnte Asien die entscheidenden Stimmen für oder gegen Infantino bringen.

Nord- und Mittelamerika sowie Karibik

35 stimmberechtigte Fifa-Mitgliedsverbände – Stimmung: gegen Infantino

Dass sich der nord- und mittelamerikanische Dachverband Concacaf wie Europa und Asien geschlossen gegen die Investorenpläne des Fifa-Präsidenten stellte, war unerwartet. Doch das Veto der 41 Nationen – 35 davon sind stimmberechtigt – bedeutet wie beim asiatischen Dachverband nicht, dass alle grundsätzlich gegen Infantino sind. Jedoch dürften die Nord- und Mittelamerikaner ein gestiegenes Interesse daran haben, ihren Verbandspräsidenten Victor Montagliani aus Kanada zum nächsten Fifa-Chef zu machen.

Umso überraschender wirkte die Mitteilung des mexikanischen Verbandes Anfang August, welcher Infantino öffentlich die Unterstützung zusicherte. Die beiden anderen großen Fußballverbände aus den USA und Kanada haben dagegen ihre Haltung gegen Infantino bestärkt.

Südamerika

10 stimmberechtigte Fifa-Mitgliedsverbände – Stimmung: tendenziell pro Infantino

Der Kontinentalverband Südamerikas Conmebol stellte sich nicht kategorisch gegen Infantinos Pläne. Nachdem der Fifa-Boss diese zurückgezogen hatte, äußerte der Verband aber »einstimmig seine Besorgnis« über die »wiederholt einseitigen Maßnahmen«, die rund um den geplanten Verkauf von WM-Rechten zu beobachten waren.

Einzelne Nationalverbände wie Argentinien und Paraguay haben sich dennoch bereits pro Infantino ausgesprochen. »Sie führen ein Managementteam, das einen tiefgreifenden Wandel der Fifa bewirkt hat«, schrieb Argentiniens Verband in einem öffentlich gemachten Brief an Infantino.

Bei der WM 2030 sind Argentinien, Paraguay und Uruguay anlässlich des 100-jährigen WM-Jubiläums für jeweils ein Eröffnungsspiel ihres Nationalteams vorgesehen. Wird die WM auf 64 Teams erweitert, wären mehr Spiele für den Kontinent drin.

Ozeanien

11 stimmberechtigte Fifa-Mitgliedsverbände – Stimmung: gespalten, aber mehrheitlich für Infantino

Eine klare Positionierung der Oceania Football Confederation (OFC) nach dem gescheiterten Investorenplan gibt es bislang nicht, jedoch hat der neuseeländische Fußballverband Infantino die Unterstützung entzogen. Nach dem gescheiterten Plan des Weltverbandschefs sei »eine unabhängige Untersuchung notwendig, um das Vertrauen wiederherzustellen«, teilte der Verband am 14. August mit. Die Kandidatur Infantinos bei der Wahl für eine weitere Amtszeit beim Fifa-Kongress im März 2027 werde nicht mehr unterstützt.

Neuseeland stellt sich damit klar gegen den Kurs vieler anderer Verbände innerhalb der OFC. Vor allem die kleinen Nationen von Neukaledonien bis Vanuatu haben in den vergangenen Jahren dank Infantinos Expansionspolitik finanzielle Unterstützung und eine realistische Chance auf ein WM-Ticket erhalten. Entsprechend groß ist ihr Interesse an einem Weiter-so mit dem Fifa-Präsidenten. Der Verband Neukaledoniens teilte etwa mit, er unterstütze den amtierenden Fifa-Präsidenten »öffentlich und unmissverständlich« – schließlich fördere dessen »Handeln und Vision die Entwicklung des Weltfußballs und die Fairness zwischen allen Nationen aktiv«.

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Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz

  • Fifa-Präsidentschaftswahl am 18. März 2027 in Rabat

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Açık Sorular

  • Wer tritt offiziell als Gegenkandidat bei der Wahl an?
  • Wie positioniert sich Saudi-Arabien endgültig?

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Bu haber ilk olarak şurada yayınlandı: Die Zeit.

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