Gedenkveranstaltung für ermordete jüdische Musiker findet doch statt
Hızlı Bakış
- Die geplante Gedenkveranstaltung "Verstummte Stimmen" für ermordete jüdische Musiker wird nun doch zum Auftakt der Bayreuther Festspiele stattfinden.
- Nach anfänglicher Absage wegen "Sicherheitsbedenken" entschuldigte sich Festspielleiterin Katharina Wagner bei Michel Friedman und sicherte die Durchführung zu.
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Neden Önemli?
Die Bayreuther Festspiele feiern in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Der Komponist Richard Wagner hatte 1850 eine antisemitische Schrift veröffentlicht, und seine Nachfahren hatten enge Bande zum Naziregime.
Die unter dem Namen „Verstummte Stimmen“ geplante Gedenkveranstaltung für ermordete jüdische Musiker soll nun doch zum Auftakt der Bayreuther Festspiele stattfinden. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.
Eine Woche nachdem die Geschäftsführung dem im September eingeladenen Publizisten Michel Friedman mitgeteilt hatte, dass die Veranstaltung am 26. Juli wegen „Sicherheitsbedenken“ nicht stattfinden kann, hat sich Festspielleiterin Katharina Wagner in einem persönlichen Gespräch bei Friedman entschuldigt und zugesichert, dass das Konzert wie ursprünglich geplant stattfinden soll.
Es sei ihr wichtig, „der schrecklichen Dinge zu gedenken, mit denen die Festspielgeschichte fatal verknüpft ist“, schrieb sie Friedman zudem in einem Brief, der der Süddeutschen exklusiv vorliegt.
Friedman hatte die Absage scharf kritisiert. „Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen abzusagen, ist in einer Demokratie der Tod durch Selbstmord“, sagte er. Auf Drohungen von Extremisten gäbe es eine ganz einfache Antwort: „Dann sichert diese Veranstaltung. Und spart euch alle Sonntagsreden!“
Wagners Worte stufte der Publizist nun im Gespräch mit der SZ als „ernsthaft und glaubwürdig“ ein. Er findet: „Wenn sich jemand bewegt, sollte man sich mitbewegen“.
Der Komponist des „Ring der Nibelungen“ hatte 1850 die antisemitische Schrift „Das Judenthum in der Musik“ veröffentlicht, später entwickelten sich enge Bande zwischen Wagners Nachfahren und Vertretern des Naziregimes, die gerne nach Bayreuth zu den Festspielen kamen.
Die Bayreuther Festspiele feiern in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass sollte Friedman zum Auftakt der Festspiele in einer Rede den Antisemitismus des Komponisten Richard Wagner, die Nähe seiner Nachkommen zum Naziregime und die spätere schleppende Aufarbeitung thematisieren. Und wird es nun auch tun. „Eine reine Jubelfeier wäre für mich unerträglich!“, schrieb Wagner in ihrem Brief an Friedman.
Açık Sorular
- Wie wird die Öffentlichkeit auf die Durchführung reagieren?
- Gibt es weitere Sicherheitsbedenken?

