Generalbundesanwalt ermittelt wegen Spionageverdachts nach Hackerangriff auf Bundestag
Russische staatliche Akteure laut niederländischen Geheimdiensten verantwortlich für Angriffswelle gegen Politik, Militär und Verwaltung
Hızlı Bakış
- Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe ermittelt seit Mitte Februar wegen einer großangelegten Hackerattacke auf deutsche Politiker.
- Niederländische Geheimdienste machen russische staatliche Akteure für die seit Monaten andauernde Angriffswelle verantwortlich, die sich vor allem gegen hochrangige Entscheidungsträger aus Politik, Militär und Verwaltung richtet.
- Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnte eindringlich vor der Bedrohungslage und betonte, dass zahlreiche Signal-Gruppen im parlamentarischen Raum derzeit von den Angreifern nahezu unbemerkt ausgelesen werden.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Die Angriffswelle richtet sich gezielt gegen hochrangige Entscheidungsträger aus Politik, Militär und Verwaltung. Der Verfassungsschutz warnt, dass zahlreiche Signal-Gruppen im parlamentarischen Raum von den Angreifern ausgelesen werden.
Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe ermittelt wegen einer großangelegten Hackerattacke auf deutsche Politiker. Das bestätigte eine Sprecherin der Behörde auf SPIEGEL-Anfrage. Demnach laufen die Ermittlungen bereits seit Mitte Februar. Niederländische Geheimdienste machen »russische staatliche Akteure« für die groß angelegte und seit Monaten andauernde Angriffswelle verantwortlich. Dass der Generalbundesanwalt sich eingeschaltet hat, deutet ebenfalls darauf hin: Er ermittelt nur, wenn von einem staatlichen Akteur ausgegangen wird. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte bereits in einem Schreiben eindringlich vor der Bedrohungslage gewarnt. Die »koordinierte, internationale Angriffswelle«, die sich vor allem gegen »hochrangige Entscheidungsträger aus Politik, Militär und Verwaltung« richte, dauere an und sei hochgefährlich: »Es ist davon auszugehen, dass so zahlreiche Signal-Gruppen im parlamentarischen Raum derzeit von den Angreifern nahezu unbemerkt ausgelesen werden«, hieß es in dem Schreiben. Nach SPIEGEL-Informationen gibt es in praktisch allen Fraktionen des Bundestags betroffene Abgeordnete.
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