Hızlı Bakış
- Der Baukonzern Hochtief wird erstmals in den DAX aufgenommen und ersetzt Porsche SE.
- Das Unternehmen profitiert von KI-Boom, Infrastrukturprogrammen und steigenden Verteidigungsausgaben.
- Die Aktie hat sich seit 2023 mehr als vervierfacht.
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Erstmals wird das Unternehmen im deutschen Leitindex vertreten sein. Seit 2023 hat sich der Wert der Aktie mehr als vervierfacht. Grund dafür sind gleich mehrere Entwicklungen. Isabelle Wermke 03.06.2026 - 22:28 Uhr Artikel anhören
Hochtief-Baustelle: Der Konzern profitiert von milliardenschweren Infrastrukturprogrammen. Foto: dpa
Düsseldorf. Die Deutsche Börse hat am Mittwochabend die Aufnahme von Hochtief in den deutschen Leitindex bestätigt. Der Baukonzern rückt für Porsche SE in Deutschlands wichtigsten Börsenindex nach.
Das Essener Unternehmen profitiert von mehreren Faktoren: vom Boom bei Rechenzentren, von milliardenschweren Infrastrukturprogrammen und von steigenden Verteidigungsausgaben vieler Staaten.
Der entscheidende Treiber der Neubewertung liegt weit entfernt von der Konzernzentrale in Essen. Über die Tochter Turner Construction ist Hochtief in Nordamerika präsent – mit einem der größten Baukonzerne der Region. Und genau dort entsteht derzeit ein Großteil der Infrastruktur, die den KI-Boom erst möglich macht.
Turner meldete Ende Mai einen kräftigen Zuwachs: Die Neuaufträge stiegen um 48 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar, der Auftragsbestand wuchs um 34 Prozent auf 48,9 Milliarden Dollar. Als wichtigste Treiber nennt das Unternehmen Rechenzentren. Allein in den ersten Monaten dieses Jahres erhielt Turner zehn Großaufträge mit einem Bauvolumen von jeweils mehr als einer Milliarde Dollar – mehr als im gesamten Vorjahr.
Zu den prestigeträchtigsten Projekten zählt ein Rechenzentrumscampus des Facebook-Mutterkonzerns Meta im US-Bundesstaat Indiana. Das Vorhaben hat ein Volumen von rund zehn Milliarden Dollar und soll eine Leistung von einem Gigawatt erreichen – genug, um den wachsenden Bedarf der KI-Anwendungen des Konzerns zu decken.
Hinzu kommt ein zweiter Treiber: Infrastruktur. Hochtief erwirtschaftet den Großteil seines Geschäfts in den USA und Australien – also in Märkten, in denen Regierungen in den kommenden Jahren Hunderte Milliarden Dollar in öffentliche Infrastruktur investieren wollen. Mehr als 55 Prozent der Neuaufträge stammen inzwischen aus strategischen Wachstumsmärkten wie Digitalisierung, Energie, kritischen Rohstoffen und Infrastruktur, teilt das Unternehmen mit.
Zunehmend setzen Anleger zudem auf das Thema Verteidigung. Hochtief produziert zwar keine Waffen, sieht sich aber als Anbieter von Infrastrukturleistungen für Hochwachstumssektoren.
36Milliarden Euroan Marktkapitalisierung weist Hochtief auf.
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In seiner Mitteilung zu den Jahreszahlen 2025 nennt der Konzern neben KI, digitaler Infrastruktur, Energiewende und kritischen Rohstoffen auch „Defense“. In der Hauptversammlungspräsentation 2026 verwies Vorstandschef Juan Santamaria Cases zudem auf steigende Investitionen in Verteidigungsinfrastruktur und ein entsprechendes Auftragsbuch von rund drei Milliarden Euro Ende 2025.
Die Erwartungen der Anleger spiegeln sich deutlich im Aktienkurs wider. Allein in den vergangenen zwölf Monaten legte die Hochtief-Aktie zeitweise um mehr als 150 Prozent zu und gehörte damit zu den stärksten Werten im MDax.
Seit Anfang 2023 hat sich der Wert der Hochtief-Aktie mehr als vervierfacht. Die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei 36 Milliarden Euro und übertrifft damit die vieler etablierter Dax-Konzerne. Erst die starke Kursentwicklung ermöglichte den Sprung in den deutschen Leitindex, dessen Zusammensetzung sich maßgeblich an Börsenwert und Handelsumsatz orientiert.
Mehr: Indexwechsel: Nach einem Kursplus von 530 Prozent dürfte ein Baukonzern in den Dax aufsteigen
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