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GeriKI im Lehrerzimmer: Einsatz verdoppelt sich – Unsicherheit bleibt
KI im Lehrerzimmer: Einsatz verdoppelt sich – Unsicherheit bleibt
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Handelsblatt23.06.2026Education5 dk okumaGermany

KI im Lehrerzimmer: Einsatz verdoppelt sich – Unsicherheit bleibt

Hızlı Bakış

  • Eine Studie der Robert-Bosch-Stiftung zeigt, dass sich der Einsatz von KI durch Lehrkräfte in Deutschland innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt hat.
  • Dennoch fühlen sich viele Lehrer unsicher im Umgang mit den neuen Werkzeugen.

Yapay zekâ özeti

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Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bildungswesen gewinnt an Bedeutung. Eine aktuelle Studie zeigt eine Verdopplung der Nutzung durch Lehrkräfte, während gleichzeitig Bedenken hinsichtlich der Schülerkompetenzen bestehen.

Yazı boyutu

Der regelmäßige Einsatz von KI im Lehrerzimmer hat sich laut einer Studie innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Viele Lehrer fühlen sich aber noch unsicher beim Einsatz von Tools. Heike Anger 23.06.2026 - 05:40 Uhr Artikel anhören

Klassenzimmer: KI wird zum Alltagswerkzeug für Lehrer. Foto: Arne Dedert/dpa

Berlin. Für Lehrer ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) innerhalb kurzer Zeit immer mehr zur Routine geworden. Zu diesem Ergebnis kommt das „Schulbarometer“ 2026 der Robert-Bosch-Stiftung, das an diesem Dienstag veröffentlicht wurde.

Während im vergangenen Jahr nur elf Prozent der Lehrkräfte mehrmals pro Woche mit KI arbeiteten, waren es in diesem Jahr schon 25 Prozent. Der Anteil hat sich also mehr als verdoppelt. Nur noch zehn Prozent der Lehrer geben an, KI-Anwendungen überhaupt nicht zu nutzen.

„Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich generative KI zunehmend als Werkzeug in der professionellen Praxis von Lehrkräften etabliert“, heißt es in der Studie. Die Aktivitäten dürften allerdings nicht allein vom „privaten Engagement“ einzelner Lehrkräfte abhängen. Es müsse sichergestellt werden, „dass an den Schulen eine funktionierende technische Infrastruktur, Software und IT-Support vorhanden sind“.

Für die repräsentative Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im November und Dezember 2025 insgesamt 1547 Lehrkräfte an allgemein- und berufsbildenden Schulen befragt.

Seit dem Start des Chatbots ChatGPT im November 2022 steht das deutsche Bildungssystem vor der Frage, welche Folgen diese Technologien für das Bildungswesen, Lehr- und Lernprozesse und die professionelle Arbeit von Lehrkräften haben.

» Lesen Sie auch: So sieht Deutschlands jüngste Professorin den KI-Boom

Da Bildung Ländersache ist, können die einzelnen Bundesländer Schulen und Schulträgern unterschiedliche KI-Vorgaben machen. Zwar hat die Bildungsministerkonferenz im Oktober 2024 eine Handlungsempfehlung für die Bildungsverwaltung zum Umgang mit KI „in schulischen Bildungsprozessen“ beschlossen. Dennoch gibt es teils unterschiedliche Vorgehensweisen.

Laut Schulbarometer ist der Umgang mit KI für Lehrkräfte ein neuer Aspekt. Dieser komme zu den bereits bestehenden großen Herausforderungen hinzu. Zu den größten Hürden im Schulalltag zählen demnach das problematische Sozialverhalten der Schüler, ihre mangelnde Motivation und ihr fehlender Lernwille sowie Konzentrationsprobleme, Aggressivität, Gewalt, Mobbing oder der negative Einfluss der sozialen Medien.

Digitaler Helfer bei der Unterrichtsplanung

KI ist dabei im Lehrerzimmer besonders beliebt als digitaler Helfer beim Erstellen von Aufgaben (64 Prozent) und bei der Unterrichtsplanung (58 Prozent). Auch das Entwerfen von Fragen für Leistungskontrollen wird der KI übertragen (36 Prozent). Weniger häufig kommt es zum Einsatz von Chatbots, um Schülerfragen zu beantworten (11 Prozent).

Neu erfasst wurde, ob KI für pädagogische Prozesse herangezogen wird, etwa für Feedback an Schüler oder für die Reflexion und Beratung bei pädagogischen Schwierigkeiten. „Diese Formen der Nutzung werden bislang jedoch deutlich seltener berichtet“, heißt es in der Studie. Konkret war es nur bei jeweils acht Prozent der Befragten der Fall.

Erstmals wurde in diesem Jahr auch ermittelt, inwieweit Lehrkräfte auch ihre Schülerinnen und Schüler im Unterricht KI-Tools nutzen lassen. Dies tun inzwischen 29 Prozent.

Tatsächlich fürchten die Lehrer aber negative Folgen, wenn Schüler KI anwenden: So erwarten 57 Prozent der Befragten schlechte Auswirkungen auf die Sprach- und Schreibkompetenzen, 62 Prozent sehen die Problemlösefähigkeit in Gefahr. Jeweils 67 Prozent sorgen sich um das kritische Denken sowie die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten der Schüler. 55 Prozent erwarten negative Folgen für die Kreativität und 53 Prozent für die Selbstständigkeit.

Der geringe Einsatz von KI im direkten Unterrichtsgeschehen oder zur Unterstützung von Lernprozessen der Schüler kann laut Studie jedoch auch schlicht daran liegen, dass „entsprechende Anwendungen noch nicht in der Schule verfügbar sind“.

Politik sollte „verbindliche Fortbildungsangebote“ schaffen

Immerhin 59 Prozent der Lehrer sehen positive Folgen, wenn mit KI die Lernunterstützung besser auf die einzelnen Schüler und Leistungsniveaus zugeschnitten werden kann.

Etwa die Hälfte der Lehrkräfte fühlt sich im Umgang mit KI-Tools indes noch unsicher. Darum fordert die Robert-Bosch-Stiftung „verbindliche Fortbildungsangebote“, die den „reflektierten, ethisch verantwortungsvollen und rechtssicheren Umgang mit KI vermitteln“. Die Länder müssten dafür ausreichend fachliche Expertise aufbauen, um Schulen kompetent beraten zu können.

Da es sich bei KI um ein technologisches Feld handele, das sich derzeit mit hoher Geschwindigkeit entwickele, müsse die Qualifizierung kontinuierlich erfolgen. Schließlich seien neue Anwendungen in kurzer Zeit verfügbar, und bestehende Werkzeuge würden weiterentwickelt.

Zuletzt hatte die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) einen raschen und systematischen Ausbau von Fortbildungen zu generativer KI für Lehrkräfte gefordert.

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Starke Unterschiede bei den verschiedenen Schulformen

Bei den Schulformen zeigen sich starke Unterschiede: Demnach nutzen Lehrkräfte an Förderschulen KI-Tools am seltensten, während Lehrkräfte an beruflichen Schulen sie am häufigsten einsetzen. An Grundschulen liegt der Anteil einer häufigen KI-Nutzung bei 18 Prozent, an Haupt-, Real- und Gesamtschulen bei 28 Prozent und an Gymnasien bei 30 Prozent.

Auch bei den Lehrkräften gibt es Unterschiede. Jüngere setzen KI häufiger ein als ältere, Männer eher als Frauen. Das verdeutlicht laut Robert-Bosch-Stiftung, „dass die Integration von KI in schulische Arbeitsprozesse bislang nicht in allen Bereichen des Schulsystems gleichermaßen vorangeschritten ist und bestimmte Personengruppen bei der Qualifizierung besonders berücksichtigt werden sollten“.

Mehr: Wie Deutschlands Schulen aus der Krise kommen

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Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz

  • KI wird sich weiter als Werkzeug in der professionellen Praxis von Lehrkräften etablieren.

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  • Wie wird die technische Infrastruktur an Schulen ausgebaut?
  • Welche verbindlichen Fortbildungen werden angeboten?
  • Wie wird der ethische und rechtssichere Umgang mit KI sichergestellt?

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