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GeriKlopp fassungslos über Balogun-Fall: "Verrückt, das stellt alles infrage"
Klopp fassungslos über Balogun-Fall: "Verrückt, das stellt alles infrage"
Gelişiyor
Süddeutsche Zeitung06.07.2026Spor12 dk okumaGermany

Klopp fassungslos über Balogun-Fall: "Verrückt, das stellt alles infrage"

Hızlı Bakış

  • Jürgen Klopp kritisiert die Aussetzung der Roten Karte für Folarin Balogun scharf.
  • Medienberichte deuten auf eine Intervention von US-Präsident Trump bei Fifa-Chef Infantino hin.
  • Belgien legt Berufung ein, während DFB-Boss Neuendorf Aufklärung fordert.

Yapay zekâ özeti

Yazı boyutu

Fußball-WM 2026 Klopp reagiert fassungslos auf den Fall Balogun

6. Juli 2026, 10:26 Uhr|

Der designierte Bundestrainer hat den möglichen Anruf von US-Präsident Trump bei Infantino als „verrückt“ bezeichnet. Belgien legt offenbar Berufung gegen die Entscheidung ein – drastische Reaktionen von Neuendorf bis Blatter.

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Wichtige Updates

Belgien legt offenbar Berufung ein

Auch Blatter übt Kritik

DFB-Boss besorgt wegen Fall Balogun

Tuchel spricht über Aussetzung von Baloguns Rotsperre

Medienberichte: Trump soll bei Fifa um Überprüfung gebeten haben

Klopp entsetzt über den Fall Balogun

Der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp hat fassungslos auf die „Causa Balogun“ reagiert. „Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt, das stellt alles infrage“, sagte der 59-Jährige, DFB-Wunschkandidat für die Nachfolge von Julian Nagelsmann, bei Magenta-TV: „Diese beiden Menschen, die beide von Fußball keine Ahnung haben, sollten gar nichts damit zu tun haben. Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel.“

Am Sonntag hatte der Fußball-Weltverband Fifa die Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit am Montagabend (Ortszeit) im Achtelfinale der USA gegen Belgien spielberechtigt. Laut AP, der New York Times und des britischen Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei Fifa-Chef Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der roten Karte zu bitten.

„Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Wenn es tatsächlich so war: Da gibt es immer noch die Möglichkeit, dass die USA ihn trotzdem nicht aufstellen, weil sie sagen: 'So wollen wir das nicht haben'“, sagte Klopp: „Wir leiden alle unter Fehlentscheidungen. Trotzdem lernen wir alle im Laufe des Lebens, damit zu leben. Und das ist ganz einfach eine Tatsachenentscheidung.“

Norwegens Nationaltrainer Stale Solbakken sprach von einem „großen Fehler“ der Fifa. Es sei „eine schlechte, schlechte, schlechte Entscheidung, die der WM schaden wird“, sagte er nach dem Viertelfinaleinzug der Norweger gegen Brasilien (2:1): „Es tut mir auch leid für die USA. Wenn sie gewinnen, wird es immer in der Schwebe hängen. Das ist nicht gut für den Sport.“

Solbakken ist der Ansicht, dass die Entscheidung einen gefährlichen Präzedenzfall schaffe. „Was ist mit der nächsten roten Karte? Was passiert dann? Wird es künftig irgendwo ein Gremium geben, das solche Karten einfach wieder aufhebt?“, fragte Solbakken.

Belgien legt offenbar Berufung ein

Laut einem Bericht von The Athletic hat der belgische Fußballverband (RBFA) Berufung gegen die Entscheidung der Fifa eingelegt, die Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun für das Achtelfinale USA gegen Belgien aufzuheben. Weniger als 24 Stunden vor Anpfiff der Partie habe die RBFA beim Weltverband um Berufung gebeten, diesem Antrag sei stattgegeben worden: Bis 5 Uhr morgens Ortszeit (14 Uhr deutscher Zeit) an der Westküste sollen sowohl die RBFA als auch der US-Fußballverband Zeit haben, um Stellungnahmen vorzulegen. Laut den Quellen von The Athletic wurde ein Mitglied des Fifa-Berufungsausschusses ausgewählt, um den Fall anzuhören. Dieses Mitglied vertrete weder die Uefa noch den mittelamerikanischen Fußballverband Concacaf.

Der belgische Fußballverband habe allerdings weiterhin keine vollständige Begründung für die Aufhebung von Baloguns Sperre sowie den entsprechenden Bericht der Schiedsrichterkommission von der Fifa erhalten, obwohl diese angefordert worden sei, so The Athletic. Wie weitere sportjuristische Schritte aussehen könnten, steht ebenfalls nicht fest. In der ursprünglichen Mitteilung hatte die RBFA als erste Reaktion auf den Fall angekündigt, „sämtliche mögliche Optionen“ in dem Fall zu prüfen.

Das Portal Politico berichtete zudem, dass auch die Uefa sich zu dem Fall äußern werde, möglicherweise in einer gemeinsamen Aktion mit gleich mehreren nationalen Fußball-Verbänden aus Europa.

Auch Blatter übt Kritik

Und weiter geht’s mit Reaktionen zur aktuellen Lage: Laut dem früheren Fifa-Präsident Sepp Blatter werden rote Karten „nicht durch politische Telefonanrufe aufgehoben. Sie werden auf der Grundlage von Regeln, Beweisen und durch unabhängige Gremien revidiert. Wenn ein US-Präsident beim Fifa-Präsidenten interveniert – und ein Spieler plötzlich vor einem K.-o.-Spiel der Weltmeisterschaft freigesprochen wird -, stellt sich unweigerlich die Frage: Quo vadis, Fifa?“, schrieb Blatter bei X. „Der Fußball darf niemals zum Spielball politischer Machtinteressen werden“, führte der langjährige Fifa-Boss vor dem Achtelfinale zwischen den USA und Belgien aus.

Der ehemalige Fifa-Präsident Sepp Blatter (Mitte) nach seinem Freispruch im Prozess um eine Millionenzahlung aus der Fifa-Kasse vor dem Gericht in Muttenz bei Basel (Archivbild, März 2025). Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

DFB-Boss besorgt wegen Fall Balogun

Auch Bernd Neuendorf hat den „Fall Balogun“ mit großer Sorge zur Kenntnis genommen und nun Aufklärung von der Fifa gefordert. „Die Fifa sollte sich jetzt rasch zu Berichten erklären, wonach der Entscheidung zur Aussetzung der roten Karte gegen den amerikanischen Spieler Folarin Balogun ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Fifa-Präsident Gianni Infantino vorausgegangen sein soll“, ließ der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der im Fifa-Council sitzt, den SID wissen. "Der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, muss zügig und schlüssig ausgeräumt werden. Es geht um die Integrität des Wettbewerbs und die Glaubwürdigkeit der Fifa.“ Am Sonntag hatte der Weltverband die Sperre für US-Stürmer Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt.

Tuchel spricht über Aussetzung von Baloguns Rotsperre

Und weil hier gerade von Thomas Tuchel die Rede war: Auch Englands Coach hat mit Erstaunen auf die Aussetzung der Rotsperre für US-Stürmer Folarin Balogun reagiert. „Ich denke, um ganz klar zu sein, dass es keine rote Karte war. Aber der VAR war involviert. Drei Leute vom VAR und der Referee haben es gecheckt und hatten die Meinung, dass es eine rote Karte war. Es wurde also eine Entscheidung getroffen“, sagte Tuchel. „Wer kippt diese Entscheidung dann – und wann? Und auf welcher Grundlage? Wie weit geht das jetzt? Es ist einfach seltsam für mich. Wir wollen einfach Konsistenz in den Entscheidungen haben“, mahnte der Coach.

Tuchel sagte nach dem 3:2 der Three Lions gegen Mexiko zudem: „Legen wir jetzt Berufung ein, wenn eine gelbe Karte keine gelbe Karte ist?“ Man könnte jetzt endlos debattieren. „Wo fängt es an und wo hört es auf?“, sagte Tuchel. Auf die anschließende Frage eines Journalisten, ob man vielleicht US-Präsident Donald Trump fragen sollte, sagte Tuchel: „Vielleicht. Das ist ein guter Startpunkt“ (im Video bei 10.10

Heiserer Harry am Mikro

„Sorry, meine Stimme ist weg, ich habe die ganze Zeit gesungen, ich kann nicht wirklich reden“, entschuldigt sich Englands Stürmer Harry Kane bei der BCC-Reporterin nach dem Schlusspfiff. Dann krächzte der Kapitän, der mal wieder den entscheiden Treffer erzielt hatte, trotzdem weiter:

„Es ist unglaublich. Ein verrücktes Spiel. Mein Gott, wir haben so gekämpft. Unglaublich, die Mannschaft, alles, das ist so unglaublich.“

Harry Kane, England-Stürmer mit heiserer Stimme

Nach dem knappen 3:2 Sieg gegen Gastgeber Mexiko in der Höhenluft von Mexiko-Stadt war Kane völlig entkräftet. Seine Stimme versagte auch, weil er kurz davor Wonderwall mit den englischen Fans gegrölt hatte. Ob auch Englands deutscher Trainer mitgegrölt hat?

Thomas Tuchel klang am Mikrofon nicht so. Ruhig und mit nur leicht bebender Stimme analysierte er im Interview mit der BBC: „Dieses Team gibt alles. Wenn es schwierig wird, geben sie nicht auf, glauben weiter an sich. Wir müssen das jetzt erst mal verarbeiten. Und dann geht es mit Volldampf weiter.“

Am Samstag muss England Norwegen schlagen, um die Chance auf den erst zweiten Weltmeistertitel nach dem Finalsieg von 1966 in Wembley gegen Deutschland zu wahren.

Newsdesk

Javier Cáceres, Mexiko-Stadt

Mexikaner gegen Wonderwall

Vor dem Spiel zwischen Mexiko und England haben die mexikanischen Fans ihr Missfallen gegenüber dem Oasis-Song "Wonderwall" ausgedrückt, den die englischen Spieler nach den Spielen bisher mit ihren Fans gesungen haben.

Hintergrund ist der Zwist zwischen Oasis-Sänger Liam Gallagher und Fher, dem Sänger der mexikanischen Rockband Maná. "Cmon England cmon Wonderwall", hatte Gallagher getwittert – und prognostiziert, dass England 5:0 gewinnen würde. Fher antwortete: "Red keinen Scheiß, Wey" – wobei Wey von "Bro" bis (fügen Sie hier gern Ihre Lieblingsbeleidigung ein) eine unüberschaubare Bandbreite an Bedeutungen hat.

Das Spiel wird übrigens mit einer Stunde Verspätung angepfiffen. Nach Adam Riese sind das für die Bewohner der mexikanischen Hauptstadt 60 Minuten mehr Zeit, sich etwas auszudenken, um das seit einigen Stunden in der City geltende Alkoholverbot zu umgehen.

Nicht nur die Engländer werden geschmäht – auch Weltverbandspräsident Gianni Infantino. Der Boss der Fifa wurde kurz auf den beiden Stadionleinwänden eingeblendet. Und wurde just ausgeblendet, als sich der Eindruck aufdrängte, sein gequältes Lächeln würde gefrieren.

Newsdesk

Franzosen beantragen Annulierung von Olise-Gelb

Der französische Fußballverband (FFF) hat bei der Fifa die Annullierung der Gelben Karte gegen Michael Olise beantragt. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Der Bayern-Profi war am Samstag im WM-Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) in der Nachspielzeit vom usbekischen Schiedsrichter Ilgis Tantaschew (Usbekistan) wegen einer Auseinandersetzung mit Matias Galarza in der Nachspielzeit verwarnt worden.

Die Bilder zeigen allerdings, dass Olise seinen Gegenspieler nicht berührt. Der Münchner legt lediglich seinen Finger vor den Mund, daraufhin sinkt Galarza zu Boden und täuscht einen Schlag vor.

Sollte Olise im Viertelfinale gegen Marokko am Donnerstag in Foxborough erneut eine Gelbe Karte sehen, wäre er im Falle eines Halbfinaleinzugs gesperrt. Bradley Barcola und Manu Koné waren gegen Paraguay ebenfalls verwarnt worden.

Medienberichte: Trump soll bei Fifa um Überprüfung gebeten haben

Donald Trump zeigte sich schnell dankbar. „Danke an die FIFA dafür, das Richtige zu tun und eine große Ungerechtigkeit rückgängig zu machen!“, schrieb der US-Präsident nach der Aufhebung der Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun durch den Weltverband auf seiner Plattform Truth Social.

Laut New York Times soll Trump aber an der Entscheidung nicht unbeteiligt gewesen sein: Wie die Zeitung unter Berufung auf drei Quellen berichtete, soll Trump Fifa-Präsident Gianni Infantino persönlich gebeten haben, die Sperre zu überprüfen. Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet von dem Vorgang unter Berufung auf eine Quelle, die anonym bleiben möchte. Der britische Guardian berichtet, Trump soll gleich drei Anrufe bei der Fifa getätigt haben.

Balogun und seine Mitspieler erfuhren von der spektakulären Wende am Sonntagvormittag Ortszeit im Bus auf dem Weg zum Training auf dem Campus der University of Washington – und dachten erst an einen schlechten Witz. „Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es wahr ist oder nicht. Ich denke, jeder weiß, wie das mit KI ist“, berichtete Abwehrchef Chris Richards. „Am Ende haben wir es über Social Media herausgefunden. Es war cool, die Bestätigung zu bekommen, dass es stimmt“, sagte Verteidiger Chris Richards.

Belgien prüft "alle möglichen Optionen"

Belgiens Fußballverband (RBFA) will gegen die aufgehobene Sperre gegen den US-Amerikaner Folarin Balogun vorgehen. Die RBFA prüfe „derzeit alle möglichen Optionen“, hieß es in einer Stellungsnahme bei Instagram. Die Belgier verweisen vor allem auf Artikel 66.4 des Fifa-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert.

Mittelstürmer Balogun hatte im Sechzehntelfinale glatt Rot gesehen. Die Fifa erklärte am Sonntag jedoch, die ursprüngliche Sperre von einem Spiel zur Bewährung ausgesetzt zu haben, und berief sich dabei auf Artikel 27. Balogun ist somit im Achtelfinale am Dienstag (2 Uhr, ARD und MagentaTV) gegen Belgien spielberechtigt. Zuvor soll laut The New York Times US-Präsident Donald Trump Fifa-Präsident Gianni Infantino persönlich gebeten haben, die Sperre zu überprüfen.

Die RBFA reagierte „erstaunt“ auf die Entscheidung und stützte sich auf den Artikel 66.4, der besagt, dass eine rote Karte automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel führt. Der belgische Verband verwies zudem auf ein vor dem Start der WM verschicktes Rundschreiben, in dem auf diese Regel hingewiesen worden sei.

„Ich wusste nicht, dass der 5. Juli der 1. April ist“, sagte Belgiens Nationalcoach Rudi Garcia zur Causa Balogun, betonte bei der Pressekonferenz aber: „Als Trainer werde ich mich auf mein Team fokussieren.“ Dass Balogun nun doch spielen dürfe, verändere für ihn „nichts“. Fragen zum brisanten Bericht über Trump wurden vom Pressesprecher abgeräumt.

Balogun war gegen Bosnien-Herzegowina in der 64. Minute vom Platz gestellt worden, nachdem er Tarik Muharemovic auf das Sprunggelenk gestiegen war.

Fifa hebt Rot-Sperre gegen Balogun auf – Trump bedankt sich

Überraschende Kehrtwende der Fifa: Mittelstürmer Folarin Balogun steht der Fußball-Nationalmannschaft der USA im Achtelfinale am Montag gegen Belgien zur Verfügung. Der 25-Jährige hatte im Sechzehntelfinale glatt Rot gesehen, doch die Sperre wird zur Bewährung ausgesetzt.

Balogun war gegen Bosnien-Herzegowina in der 64. Minute vom Platz gestellt worden, nachdem er Tarik Muharemovic auf das Sprunggelenk gestiegen war (Foto). Schiedsrichter Raphael Claus sah sich die Szene nach einem Hinweis des Videoschiedsrichters noch mal auf dem Bildschirm an und entschied auf Platzverweis. Danach erhielt Balogun eine Sperre von einem Spiel, so wie es die Turnierregeln der Fifa als Mindeststrafe vorsehen. Gemäß Artikel 27 des Disziplinarkatalogs der Fifa kann eine Strafe allerdings zur Bewährung ausgesetzt werden. Eine Begründung, diese Regel ausgerechnet im Fall Baloguns anzuwenden, nannte der Weltverband nicht. „Für mich ist das niemals eine rote Karte. Das war niemals Absicht“, hatte US-Trainer Mauricio Pochettino direkt nach dem Spiel gesagt.

Die aufgehobene Sperre begeisterte auch US-Präsident Donald Trump. Auf seinem Netzwerk Truth Social schrieb er: „Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das ge

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Bu haber ilk olarak şurada yayınlandı: Süddeutsche Zeitung.

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