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GeriMacron glänzt mit Investitionszusagen von 93 Milliarden Euro beim „Choose France“-Gipfel
Macron glänzt mit Investitionszusagen von 93 Milliarden Euro beim „Choose France“-Gipfel
Gelişiyor
Handelsblatt01.06.2026Business5 dk okumaGermany

Macron glänzt mit Investitionszusagen von 93 Milliarden Euro beim „Choose France“-Gipfel

Hızlı Bakış

  • Beim „Choose France“-Gipfel in Versailles verkündete Präsident Macron ausländische Investitionszusagen in Höhe von 93 Milliarden Euro, ein Großteil davon für KI-Rechenzentren.
  • Softbank plant eine Investition von 45 Milliarden Euro.
  • Trotz Rekordsummen und Frankreichs Attraktivität für Direktinvestitionen, zeigen sich problematische Entwicklungen wie sinkende Ansiedlungszahlen und eine hohe Arbeitslosigkeit.

Yapay zekâ özeti

Neden Önemli?

President Macron hosted the 'Choose France' summit at the Palace of Versailles, securing 93 billion euros in foreign investment commitments, with a significant portion directed towards AI and data centers. This event highlights France's efforts to boost its economy and technological standing amidst domestic and geopolitical challenges.

Yazı boyutu

Versailles. Im Schloss von Versailles darf Emmanuel Macron noch einmal glänzen. Beim Investitionsgipfel „Choose France“ am Montag verkündet der Präsident Investitionszusagen aus dem Ausland in Höhe von 93 Milliarden Euro. „Das sind riesige Investitionen, ein großer Teil davon im Bereich Rechenzentren und Künstliche Intelligenz“, sagte Macron bei seiner Rede im Garten des Schlosses am Abend.

Unter den 71 Projekten sticht die Ankündigung von Softbank hervor. Die japanische Tech-Investmentgesellschaft will 45 Milliarden Euro in KI-Rechenzentren im Norden Frankreichs investieren und dort eine Kapazität von 3,1 Gigawatt aufbauen. Langfristig stellt Softbank sogar Investitionen von 75 Milliarden Euro in Frankreich in Aussicht.

Für Macron ist das mehr als ein Prestigeerfolg. Er wertet das Projekt als Beleg dafür, dass Frankreich und Europa im Rennen um Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) mit den USA und China aufholen. Europa biete „Stabilität“ und klare Rahmenbedingungen, sagte Macron.

Auch deutsche Unternehmen machen Zusagen. SAP will in den kommenden drei Jahren 100 Millionen Euro in eine souveräne Cloud- und KI-Infrastruktur im Großraum Paris investieren. Boehringer Ingelheim plant bis 2030 Investitionen von 500 Millionen Euro in Forschung und Produktion im Bereich Tiergesundheit.

Die angekündigten Vorhaben übersteigen mit 93 Milliarden Euro die 87 Milliarden Euro, die bei allen „Choose France“-Ausgaben zusammen seit 2018 zugesagt worden waren. Aus dem Élysée-Palast heißt es zudem, weniger als fünf Prozent der Projekte seien am Ende nicht realisiert worden.

Doch knapp ein Jahr vor dem Ende seiner Amtszeit geht es für Macron in Versailles nicht nur um Rekordsummen. Es geht auch um die Frage, wie belastbar seine wirtschaftspolitische Bilanz wirklich ist. Denn innenpolitische Blockaden und geopolitische Krisen setzen den Präsidenten zunehmend unter Druck.

Tatsächlich hat Macron Frankreich zu einem der attraktivsten Standorte für ausländische Direktinvestitionen in Europa gemacht. 2025 belegte das Land im EY-Investitionsbarometer zum siebten Mal in Folge den ersten Platz – vor dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Investoren realisierten 852 Projekte in Frankreich, in Deutschland waren es 548. Besonders stark positioniert ist Frankreich in Zukunftsfeldern wie KI, Verteidigung und kohlenstoffarme Energie.

Doch der Spitzenplatz verdeckt eine problematische Entwicklung: Die Zahl der Ansiedlungen und Standorterweiterungen sank 2025 um 17 Prozent – deutlich stärker als in Deutschland. Im Vergleich zu 2022 beträgt das Minus sogar 32 Prozent.

Tomasz Michalski, Professor an der Pariser Wirtschaftshochschule HEC, sieht nicht nur die schwächere Weltkonjunktur und den Handelskonflikt mit den USA als Ursache. „Hinzu kommt die politische Instabilität in Frankreich, die viele Projekte gebremst hat“, sagt er. Nach der Auflösung der Nationalversammlung 2024 habe das Land monatelang keine stabile Regierung gehabt – das schlage sich nun in den Zahlen nieder. Besonders stark betroffen sind die Branchen Automobil, Chemie und Pharmazie.

Ein entscheidender Standortvorteil ist die Energieversorgung. Softbank-Gründer Masayoshi Son verwies beim Gipfel vor allem auf Frankreichs Strommix als Argument für das Investment. Das Land zählt zu den wichtigsten Nettoexporteuren von Strom in Europa. Durch die Kombination aus Atomstrom und erneuerbaren Energien liegt der Anteil CO2-armer Stromerzeugung bei mehr als 95 Prozent – in Deutschland sind es 64 Prozent.

Auch politisch hat Macron das Land investorenfreundlicher gemacht. Er reformierte das Arbeitsrecht und entlastete Unternehmen steuerlich. Zudem verbesserte sich nach Einschätzung der Banque de France die Kostenwettbewerbsfähigkeit Frankreichs – dank moderater Inflation und Lohnentwicklung. Seit 2019 hat Frankreich demnach gegenüber Deutschland neun Prozent und gegenüber dem Durchschnitt der Euro-Zone fünf Prozent an Kostenwettbewerbsfähigkeit gewonnen.

Gleichzeitig bleibt Frankreich ein Land mit komplexen Regeln und ausgeprägter Bürokratie. Dass Konzerne wie Softbank dennoch investieren, hat auch mit Macrons persönlichem Einsatz zu tun. So kündigte der Präsident an, 150 strategische Industrieprojekte gezielt zu fördern und Genehmigungen zu beschleunigen. Für das Softbank-Projekt warb er persönlich bei seiner Japanreise im April. Auch am Nachmittag des Gipfels traf Macron sich zu individuellen Gesprächen mit Unternehmern, wie etwa mit Lakshmi Mittal von ArcelorMittal.

Die am Montag angekündigten Projekte sollen mehr als 15.000 Arbeitsplätze schaffen. Macron hatte erst im April erklärt, er habe „zwölf Jahre Desindustrialisierung gestoppt“. Nun entstünden wieder Industriearbeitsplätze.

Doch ob das für eine echte Reindustrialisierung reicht, bezweifeln Experten. Olivier Lluansi, Professor am Conservatoire National des Arts et Métiers in Paris, sagte der Zeitung „Le Monde“: „Die französische Industrie hat von 2017 bis 2023 durchschnittlich 15.000 Arbeitsplätze pro Jahr geschaffen, doch es hätten fast 70.000 pro Jahr sein müssen, um einen echten Reindustrialisierungskurs einzuschlagen.“

Ähnlich urteilt Jacob Ross von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik: Macrons Erfolge etwa im KI-Bereich seien für Frankreich wichtig, schafften aber nicht die Masse an Arbeitsplätzen, die mit dem Versprechen der Reindustrialisierung verbunden werde.

Zwar ist die Arbeitslosigkeit während Macrons Amtszeit gesunken. Von der von ihm versprochenen Vollbeschäftigung – einer Quote von vier bis fünf Prozent – ist Frankreich aber weit entfernt. Nach jüngsten Zahlen des nationalen Statistikamts Insee lag die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal 2026 bei mehr als acht Prozent – dem höchsten Stand seit fünf Jahren. In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit strukturell nur halb so hoch.

Frankreich zählt zu den am höchsten verschuldeten Staaten der EU. 2025 lag die Staatsverschuldung bei 115,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die zusätzlichen Belastungen durch den Krieg im Nahen und Mittleren Osten erhöhen den Druck auf den Haushalt weiter. Die Regierung musste bereits Milliarden einsparen, weitere Budgetkürzungen wurden am Freitag angekündigt.

Der politische Spielraum sinkt – und das trifft inzwischen auch die Innovations- und Standortförderung. Beim Programm „France 2030“, mit dem Paris Zukunftstechnologien und Reindustrialisierung fördern will, werden in diesem Jahr 100 Millionen Euro gestrichen.

Hinzu kommt die politische Unsicherheit vor der Präsidentschaftswahl 2027. Viel von der Investitionsdynamik wird direkt mit Macron verbunden, der nicht erneut kandidieren darf. In Meinungsumfragen liegt derzeit der extrem rechte Rassemblement National vorn.

Nach der Coronapandemie schnitt Frankreich beim Wirtschaftswachstum lange besser ab als Deutschland. Während die deutsche Wirtschaft schrumpfte, legte Frankreich noch solide zu.

Doch dieser Vorsprung gerät unter Druck. Im ersten Quartal 2026 sank das französische BIP um 0,1 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte seine Wachstumsprognose für Frankreich im Mai von 0,9 auf 0,7 Prozent. Für Deutschland erwartet der IWF 0,8 Prozent, die Bundesregierung selbst allerdings nur 0,5 Prozent.

Für HEC-Professor Michalski hängt an der Wachstumsfrage weit mehr als die Konjunktur. „Wenn Frankreich wieder wächst und technologisch weiter so nach vorn schreitet, dann gibt es auch Chancen, die Haushaltsprobleme abzufedern.“ Voraussetzung sei allerdings, dass das Land seine Renten- und Sozialausgaben reformiere. Umgekehrt warnt er: „Wenn es kein Wachstum gibt und die Schulden wirklich explodieren, geraten viele Erfolge in Gefahr.“

Weniger als ein Jahr vor seinem Abtritt hat der „Choose France“-Gipfel in Versailles Macron noch einmal die große Bühne für Investitionserfolge geliefert. Er hat Frankreich als Standort für internationale Investoren modernisiert und aufgewertet. Doch hinter den Rekorden zeigt sich eine widersprüchliche Bilanz: Frankreich ist attraktiver geworden, von Vollbeschäftigung, robuster Reindustrialisierung und fiskalischer Stabilität aber bleibt es weit entfernt.

Bundan Sonra Ne Olabilir?

Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz

  • Further budget cuts in France may impact innovation and location promotion programs.

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  • Political uncertainty surrounding the 2027 presidential election could dampen investment dynamics.

    Çok muhtemel · Yıllar içinde

  • France's economic growth will depend on its ability to reform pensions and social spending while maintaining growth.

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Açık Sorular

  • Will the announced investments be fully realized and create the projected jobs?
  • How will political instability and upcoming elections affect future investment and economic policy?
  • Can France sustain its position as an attractive investment destination given its high public debt and unemployment?
  • What specific measures will be taken to address the declining number of site acquisitions and expansions?

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Bu haber ilk olarak şurada yayınlandı: Handelsblatt.

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