Mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten in Deutschland
Jede siebte Person in Rente hatte 2025 nebenbei noch einen Job. Arbeitgeberverbände zeigen sich fassungslos über die Debatte zur »Rente mit 63«.
Hızlı Bakış
- Im Jahr 2025 ging jede siebte Person im Alter von 65 bis 74 Jahren neben der Rente einer Arbeit nach.
- Gleichzeitig kritisieren Arbeitgeberverbände scharf die Debatte um den Erhalt der abschlagsfreien Frührente.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Im vergangenen Jahr arbeiteten laut Statistischem Bundesamt mehr Rentnerinnen und Rentner zwischen 65 und 74 Jahren als zuvor. Gleichzeitig wird über die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente diskutiert.
Unter den jüngeren Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland steigt der Anteil der Erwerbstätigen. Im vergangenen Jahr berichtete im Mikrozensus jede siebte Person (14 Prozent) im Alter zwischen 65 und 74 Jahren, dass sie neben einer Altersrente noch arbeitet. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil bei 13 Prozent gelegen, wie das Statistische Bundesamt berichtet.
Ein gutes Viertel (27 Prozent) davon war nach eigenen Angaben selbstständig tätig. Von den abhängig Beschäftigten waren zwei Drittel (65 Prozent) geringfügig beschäftigt mit maximal 70 Arbeitstagen im Jahr und einem Monatseinkommen von damals höchstens 556 Euro.
Die Selbstständigen arbeiteten häufiger länger. 28 Prozent aus dieser Gruppe berichteten, in der Woche mehr als 40 Stunden zu leisten. Bei den abhängig Beschäftigten berichteten das nur acht Prozent.
Unmittelbar nach Renteneintritt sind die Jobs noch häufiger. Im Alter von 65 und 66 Jahren hatten noch 19 Prozent der Rentnerinnen und Rentner einen Job. Dieser Anteil geht mit zunehmendem Alter zurück und betrug für Menschen im Alter von 73 und 74 Jahren noch acht Prozent.
Ältere Menschen mit einem hohen Bildungsniveau sind mit einem Anteil von 18 Prozent häufiger erwerbstätig als solche mit mittlerem (12 Prozent) oder niedrigem Bildungsniveau (10 Prozent). In einer anderen Befragung aus dem Jahr 2023 hatten 33 Prozent der arbeitenden Rentner finanzielle Motive angegeben. Häufig genannt wurde auch die Freude an der Arbeit oder der Wunsch, weiterhin sozial integriert zu bleiben.
Vor dem Hintergrund der Rentenreform diskutieren Politikerinnen und Politiker derzeit intensiv über das Thema. Die Arbeitgeber zeigen sich dabei entsetzt über den Widerstand einiger CDU- und SPD-Ministerpräsidenten gegen die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente. »Dass zentrale Elemente des Rentenpakets schon wieder infrage gestellt werden, bevor sie überhaupt umgesetzt sind, macht mich fassungslos«, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, der »Bild«-Zeitung. »So verspielt man die vielleicht letzte Chance, die Rente demografiefest zu machen.«
Wer Arbeitsplätze in Deutschland halten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sichern wolle, müsse den Sozialstaat reformieren. »Wer gleichzeitig an der ›Rente mit 63‹ festhält, ignoriert den Fachkräftemangel, den demografischen Wandel und die wirtschaftliche Lage«, erklärte Kampeter. Eine zukunftsfeste Rente brauche »mehr Beschäftigung, mehr Beitragszahler und eine solide Finanzierung – nicht immer neue Versprechen auf Kosten der jüngeren Generation«.
Die Abschaffung der Frührente ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren – aktuell mit 64,5 Jahren möglich, landläufig aber weiterhin als »Rente mit 63« bezeichnet – ist einer der Kernpunkte der geplanten Rentenreform. Eine hauptsächlich mit Experten besetzte Rentenkommission hatte dazu ein Konzept aus 33 Einzelmaßnahmen vorgelegt, die aufeinander aufbauen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die SPD-Vorsitzende und Arbeitsministerin Bärbel Bas hatten sich dafür ausgesprochen, es als Ganzes umzusetzen.
Vor allem die fünf ostdeutschen Ministerpräsidenten von CDU und SPD machen jedoch dagegen mobil, in abgeschwächter Form auch die SPD-Regierungschefs des Saarlands und des Landes Bremen. Die Ostregierungschefs – die teilweise vor Landtagswahlen stehen – argumentieren dabei damit, dass es in ihren Ländern besonders viele langjährige Rentenzahler mit Anspruch auf die abschlagsfreie Frührente gebe.
Ist die »Rente mit 63« für Ostdeutschland wirklich so wichtig? Tatsächlich schafft ein größerer Anteil der Ostdeutschen die dafür nötigen Beitragsjahre. Doch die Unterschiede zum Westen werden kleiner. Lesen Sie hier mehr zum Hintergrund.
Bundan Sonra Ne Olabilir?
Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz
Politische Diskussionen und Verhandlungen über die geplante Rentenreform und die Rente mit 63 dauern an.
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- Wird die Rente mit 63 trotz des Widerstands der Ministerpräsidenten abgeschafft?
- Wie stark wächst der Anteil erwerbstätiger Rentner in den kommenden Jahren?







