Mehrere Wald- und Flächenbrände im Rheingau-Taunus-Kreis und Umgebung
Polizei ermittelt nach Bränden in Hohenstein und Bad Schwalbach wegen Brandstiftung. Weitere Feuer in Hattersheim, Erlensee und Hanau gemeldet.
Hızlı Bakış
- Zum dritten Mal in einer Woche brannten Wälder zwischen Hohenstein und Bad Schwalbach.
- Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.
- Auch in Hattersheim, Erlensee und Hanau kam es zu Feuerwehreinsätzen.
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Es gab bereits in der Vorwoche mehrere Brände in den Wäldern bei Bad Schwalbach.
Zum dritten Mal in nur einer Woche sind die Feuerwehren des Rheingau-Taunus-Kreises am Mittwoch wegen eines Waldbrandes zwischen Hohenstein und Bad Schwalbach alarmiert worden.
Diesmal sei ein Areal oberhalb der Bundesstraße 54 bei Bad Schwalbach betroffen gewesen, berichtet die Polizei. Ein weiteres, kleineres Feuer sei fast zeitgleich am Bad Schwalbacher Ortsteil Heimbach ausgebrochen. Dieses habe aber schnell gelöscht werden können.
Im Wald zwischen der zu Bad Schwalbach gehörenden Gemeinde Adolfseck und dem Hohensteiner Ortsteil Breithardt waren die Löscharbeiten deutlich schwieriger. Dort habe sich das Feuer auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern über einen Steilhang schnell ausgebreitet, heißt es im Bericht. Die Löscharbeiten seien kräftezehrend gewesen, Löschwasser habe man aus einer nahen Kläranlage geholt. Eine Feuerwehrfrau sei leicht verletzt worden, habe sich aber trotzdem weiter am Einsatz beteiligt.
Da es bereits mehrere Feuer in der Kommune gegeben hat, geht die Polizei inzwischen dem Verdacht der Brandstiftung nach und hofft auf Zeugen. Auch der Landrat Sandro Zehner (CDU) spricht in einem Video von der Brandstelle davon, dass man davon ausgehen müsse, es mit „vorsätzlich entzündeten Feuern“ zu tun zu haben. Er hoffe auf Hinweise von Bürgern auf den Täter, der, so richtete er sich an den Unbekannten, sei „einfach nur ein Knappkopp“. Auch am Mittwoch vor einer Woche sowie am Montag hatte es Feuer in den Wäldern bei Bad Schwalbach gegeben. Mehrere tausend Quadratmeter Wald sind inzwischen verbrannt.
Insgesamt waren im Rheingau-Taunus-Kreis allein am Mittwoch Waldbrände an insgesamt sieben Orten gemeldet worden, wobei sich nicht alle Notrufe als begründet erwiesen haben.
Auch in Hattersheim im benachbarten Main-Taunus-Kreis wurde am Mittwochnachmittag ein größerer Brand gemeldet, er hat 1,5 Hektar Feld und Wald zerstört. Bis weit nach Mitternacht waren bis zu 200 Einsatzkräfte gefordert, um zunächst die Ausbreitung der Flammen zu stoppen und dann die Glutnester zu löschen. Dabei halfen auch zwei Polizeihubschrauber, der Wasser über der brennenden Fläche abwarfen.
Über Nacht wurde das Gebiet mit Drohnen und einer Wärmebildkamera überwacht, um wieder aufzüngelnde Flammen schnell zu orten, wie die Polizei beschreibt. Der Wald sei unwegsam, heißt es im Bericht, die Feuerwehrleute hätten sich den Weg teilweise mit Kettensägen freischneiden müssen. Zur Brandursache machte die Polizei noch keine Angaben.
Ganz sicher ein Fall von Brandstiftung war ein Feuer in Erlensee im Main-Kinzig-Kreis, wo am Mittwochnachmittag eine kleinere Grünfläche in Flammen stand. Nach Angaben der Polizei haben Zeugen beobachtet, wie ein Sechzehnjähriger Feuerwerk gezündet und auf das trockene Gras geworfen hat. Der Teenager wurde vorläufig festgenommen.
Auch bei einem brennenden Baum, der gegen 22.30 Uhr an der Alten Fasanerie in Hanau gemeldet wurde, vermute Polizei und Feuerwehr „ein mögliches menschliches Zutun“. Weitere Schäden gab es dort nicht.
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- Wer ist der Täter der mutmaßlichen Brandstiftungen?
- Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Bränden an den verschiedenen Orten?





