Monty Roberts: Der gewaltfreie Pferdeflüsterer ist tot
Er revolutionierte den Umgang mit Pferden durch sanfte Methoden und wurde damit weltberühmt. Nun blickt die Reitwelt auf sein Lebenswerk.
Hızlı Bakış
- Monty Roberts, bekannt als gewaltfreier Pferdetrainer und weltberühmter Pferdeflüsterer, revolutionierte den Umgang mit Tieren durch seine auf Vertrauen basierende Methode im „Round Pen“.
- Seine Arbeit prägte Turnier- und Freizeitreiter weltweit.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Monty Roberts entwickelte eine weltweit bekannte Methode zum gewaltfreien Training von Pferden basierend auf gegenseitigem Vertrauen.
Er wuchs mit Pferden auf und erlebte als Junge, wie die Westernpferde seines Vaters mit rüden, oft grausamen Methoden „eingebrochen“ wurden, um sie dem Reiter gefügig zu machen. Das widerte ihn an, und er entwickelte seine eigene Methode, die ihn weltweit berühmt machte.
In einem „Round Pen“, einem eingezäunten Kreis, wartete er, bis die Pferde von selbst auf ihn zukamen, ohne Zwang, ohne Stress. Dann erst begann das Training. Auf diese Weise lernten auch vorher verängstigte und ungebärdige Vierbeiner in weniger als einer Stunde, den Sattel und einen Reiter zu akzeptieren. Roberts’ Methode sprach sich herum, und auch die Rennpferde-Manager der Queen wurden auf ihn aufmerksam. Er wurde nach Windsor Castle eingeladen, durfte die königlichen Youngsters auf ihre Karriere im Rennstall vorbereiten, gewaltlos und den Dialog mit dem Pferd suchend. Monty Roberts war ein feiner Beobachter von Pferden und Menschen. In einem seiner Bücher beschreibt er, wie er merkte, wenn die Queen den Stall betreten hatte, noch bevor er sie sah oder hörte: Die Pferde änderten ihr Verhalten, gingen quasi in Habachtstellung.
In Deutschland wurde er bekannt durch seine Arbeit mit dem Starhengst Lomitas
In Deutschland wurde Roberts bekannt durch Lomitas, den Starhengst des Gestüts Fährhof, der sich plötzlich weigerte, in die enge Startbox zu gehen, und auch von vier starken Männern nicht dazu bewogen werden konnte. Seine Rennkarriere schien beendet, bis sich Gestütsherr Walther J. Jacobs Monty Roberts zu Hilfe holte. Nach wochenlangem Üben folgte ihm der Fuchs wie ein Hündchen, auch in die Startbox. Lomitas konnte wieder siegen und wurde einer der einflussreichsten Vollbluthengste in Deutschland.
Aber auch Freizeitreitern konnte Roberts helfen. In zahlreichen Vorführungen reiste er durch Deutschland, unter anderem zur Pferdemesse Equitana, und machte vor, wie sich jedes Pferd in kurzer Zeit auf die Seite des Menschen bringen lässt, ohne Gewalt, nur indem der Mensch das Vertrauen des Pferdes gewinnt. Wenn Monty Roberts in der Mitte seines „Round Pen“ stand, wusste jedes Pferd: „Der meint es gut mit dir, aber am besten tust du, was er sagt.“ Es kam vor, dass Pferdebesitzer zu seinen Vorführungen reiten mussten, weil sich das Pferd nicht verladen ließ. Roberts brauchte nicht mal zehn Minuten, bis das Pferd hinter ihm auf den Hänger trottete und die Besitzerin wieder motorisiert nach Hause fahren konnte. Der Chef ohne Zweifel, mit einer angeborenen Autorität, der keine Unterwerfung wollte, sondern Zusammenarbeit.
Die Methode machte Schule weltweit. Auf seiner Flag-is-up-Farm in Kalifornien bildete Roberts Instrukteure nach seinem System aus, Nachahmer sprossen allerorts aus dem Boden, kaum einer konnte ihm das Wasser reichen. Seine Art, mit Pferden umzugehen, wird ihn überleben. Sie zeigte Turnierreitern wie Freizeitsportlern, wie es gelingen kann, das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen, und das ist schließlich die Basis für jede Art von Pferdesport.
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- Welche Nachfolger werden seine Flag-is-up-Farm weiterführen?






