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Peter Phillips heiratet Harriet Sperling: Ein privates Ereignis mit königlichen Gästen
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FAZ·2 sa önce·🇩🇪Germany·Dünya

Peter Phillips heiratet Harriet Sperling: Ein privates Ereignis mit königlichen Gästen

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FAZ
Yayıncı
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Das vorfreudige Etikett einer „Hochzeit im Königshaus“ passt schon deswegen nicht recht auf die bevorstehende Heirat von Peter Phillips und Harriet Sperling, geborene Sanders, weil der Bräutigam zwar einerseits der älteste Enkel der verstorbenen Königin Elisabeth II. ist, andererseits selbst aber gar keinen Adelstitel trägt. Überdies haben die künftigen Eheleute wissen lassen, bei ihrer Trauung in der Allerheiligenkirche in Kemble, einem Dorf in der englischen Grafschaft Gloucestershire, werde es sich um ein „privates Ereignis“ handeln.

Das war allerdings vor 18 Jahren schon so ähnlich, als Peter Phillips, der Sohn von Prinzessin Anne und ihrem ersten Ehemann Mark Phillips, seine erste Frau Autumn Kelly ehelichte. Damals fand die Hochzeit in der Familienkirche der Windsors statt, der St.-Georgs-Kapelle auf dem äußeren Burghof ihres Stammsitzes. Und damals hatte das Brautpaar die Berichterstattungsrechte an der Zeremonie für die angebliche Summe von 500.000 Pfund (heute rund 575.000 Euro) exklusiv an die britische Illustrierte „Hello“ verkauft.

Dass nun eine bescheidene Dorfkirche am Rande der landschaftlich idyllischen Cotswolds der Schauplatz der jeweils zweiten Trauung für Braut und Bräutigam ist, ist heimatlichen Bezügen von Peter Phillips geschuldet. In der Nähe wuchs er auf dem Landsitz Gatcombe Park auf, soweit er seine Jugend nicht in Internaten in Shaftesbury (Dorset) und Gordonstoun in Schottland verbrachte. Gatcombe Park ist der Wohnsitz von Prinzessin Anne, den sie vor vielen Jahrzehnten mit ihrem damaligen Ehemann Mark Phillips bezog – der auch nach der Scheidung des Paares ein Zuhause auf einem Bauernhof des Anwesens behielt.

Inzwischen nur noch auf Platz 19 in der britischen Thronfolge

Trotz der Ermangelung eines adeligen Titels – den die Eltern bei der Geburt ihrer Kinder ausdrücklich ablehnten – werden Peter und seine jüngere Schwester Zara Tindall als direkte Abkömmlinge eines Monarchen in der britischen Thronfolge geführt. Zum Zeitpunkt ihrer Geburt standen sie dort auf Platz fünf und sechs, inzwischen sind sie auf die Plätze 19 und 22 abgerutscht.

Schon aus diesem Grunde erscheint es verständlich, dass die Neugierde auf die am Samstag stattfindende Hochzeitsfeier weniger das Brautpaar im Mittelpunkt hat, das aus einem Sportbekleidungsmanager und einer Kinderkrankenschwester und Autorin besteht, die beide aus den früheren Ehen Kinder im Jugendlichenalter haben. Viel stärker bewegt die britische Regenbogenpresse, wen die beiden wohl alles zur Trauung gebeten und wen sie wohl ausgelassen haben.

Peter Phillips’ Onkel Charles III. hat nebst Königin Camilla dem Vernehmen nach sein Erscheinen zugesagt. Charles III. ist nicht nur Patenonkel, er ist wie seine Schwester Anne auch seit vielen Jahren in der Gegend ansässig – sein privater Sommersitz Highgrove liegt noch näher an der Hochzeitskirche als Gatcombe Park. Auch der prominenteste Cousin des Bräutigams, Prinz William, wird wohl gemeinsam mit seiner Frau Prinzessin Catherine am Samstag zugegen sein.

Andere Repräsentanten aus der Riege der Cousins und Cousinen des Bräutigams dürften hingegen dem Ereignis fernbleiben; entweder aus eigenem Antrieb oder mangels einer der üblicherweise auf robustem Büttenkarton geprägten Einladungskarten.

Andrew und Sarah standen ohnehin nicht auf der Gästeliste

In die erste Kategorie gehören womöglich die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, auf die in diesen Tagen der dunkle Schatten ihres Vaters Andrew Mountbatten-Windsor fällt. Zwar ist der jüngere Bruder von König Charles III. mittlerweile auf dessen Anwesen Sandringham in einem Bauernhaus außer Sicht- und Hörweite neugieriger Journalisten untergebracht, in der Hoffnung, allmählich werde Gras wachsen über seine enge Verbindung zum amerikanischen Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Doch hat jüngst erst wieder die Londoner Polizei einen öffentlichen Aufruf unternommen, um Zeugen zu animieren, Auskunft zu geben über eine mögliche Beteiligung Andrews an sexuellen Vergehen oder an der Weitergabe von Staatsinterna. Andrew und seine von ihm geschiedene Frau Sarah Ferguson standen ohnehin nicht auf der Gästeliste. Für ihre beiden Töchter hätte eine Teilnahme an dem „privaten“ Ereignis hingegen die Gelegenheit geboten, inoffiziell, aber öffentlich die Zugehörigkeit zur königlichen Familie zu demonstrieren.

Das Etikett des prominentesten abwesenden Vetters wird derweil zweifelsohne dem jüngeren Sohn des Königs zukommen: Prinz Harry, Herzog von Sussex, der seit sechs Jahren mit seiner Frau Meghan nicht mehr Teil der aktiven Königsfamilie ist. Stattdessen vermarktet das Paar von Kalifornien aus seine eigene Prominenz zum Broterwerb und zu Wohltätigkeitszwecken. Der britische Boulevard kolportiert, ein Auftritt Harrys im ländlichen Gloucestershire hätte zu viel Interesse vom Brautpaar abgelenkt, das doch an diesem Tage ganz allein im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen müsse.

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