Proteste in Indien: Studierende fordern gerechteres Bildungssystem
Hızlı Bakış
- In Indien protestieren junge Menschen seit Wochen für ein gerechteres Bildungssystem, nachdem Aufnahmeprüfungen geleakt wurden.
- Aktivist Sonam Wangchuk trat in Hungerstreik und wurde gewaltsam ins Krankenhaus gebracht.
- Die Polizei geht mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor, die den Rücktritt des Bildungsministers fordern.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Seit Wochen protestieren in Indien junge Menschen für ein gerechteres Bildungssystem, nachdem Aufnahmeprüfungen für Medizinstudierende geleakt wurden, was zu Suiziden führte.
Seit Wochen protestieren in Indien vor allem junge Menschen für ein gerechteres Bildungssystem. Die Polizei geht mit Tränengas und Schlagstöcken gegen sie vor.
Sonam Wangchuk, Aktivist: »Ich fordere die Regierung auf, keine Gewalt gegen die Studierenden anzuwenden, so wie sie es getan hat.«
Eins der bekanntesten Gesichter der Protestbewegung ist Sonam Wangchuk, ein indischer Ingenieur und Aktivist. Seit dem 28. Juni im Hungerstreik. Am letzten Wochenende wurde er gewaltsam in ein Krankenhaus gebracht. Beim darauffolgenden Marsch auf das Parlament kam es zu Ausschreitungen. Die Demonstranten zogen friedlich durch die Innenstadt und wurden von der Polizei mit Gewalt zurückgedrängt.
Demonstrierender: "Wir haben das ganz klar gesagt: Was am 20. Juli passiert ist, war nur ein Vorgeschmack. Wenn die Regierung nicht einlenkt, werden noch Millionen weitere Menschen nach Delhi kommen. Denn dieses Mal werden wir uns nicht zurückhalten.«
Die Demonstrierenden fordern unter anderem den Rücktritt von Indiens Bildungsminister. Über zwei Millionen angehende Medizinstudierende mussten ihre Aufnahmeprüfung wiederholen, da die Aufgaben zuvor geleaked worden waren. Mehr als ein Dutzend junge Menschen nehmen sich in der Folge das Leben. Für die Hinterbliebenen der Suizidopfer werden umgerechnet 90.000 Euro von den Demonstrierenden gefordert. Am Mittwoch äußerte sich Indiens Gesundheitsminister:
J.P. Nadda, Gesundheitsminister: »Die Angelegenheit wird im Parlament diskutiert werden. Wir sind bereit, sie ausführlich zu erörtern. Wir sind bereit, alles, was mit dem Durchsickern der Prüfungsfragen zu tun hat, im Rahmen des Parlaments zu diskutieren.«
Rückendeckung bekommen die jungen Menschen inzwischen auch von der Opposition.
Rahul Gandhi Oppositionsführer: »Wir stehen zu 100 Prozent hinter jedem einzelnen Studenten. Wir stehen voll und ganz hinter euch und werden dafür sorgen, dass ihr geschützt seid und eure Zukunft gesichert ist.«
Die Proteste weiten sich mittlerweile auch landesweit aus. In der Hauptstadt gelten unterdessen weiterhin strenge Sicherheitsvorkehrungen. Aus Sicherheitsgründen wurden zwischenzeitlich 16 U-Bahn-Stationen geschlossen. Derweil erhalten die Protestierenden Unterstützung aus der Bevölkerung. Anonyme Spender schicken Essenslieferngen zum Protestgelände – per Lieferdienst.
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Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz
Die Angelegenheit der Prüfungsleaks wird im Parlament diskutiert werden.
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