Rheinland-Pfalz will Hebammenberuf aufwerten und Kreißsäle stärken
Hızlı Bakış
- Rheinland-Pfalz plant eine Aufwertung des Hebammenberufs mit 1,25 Millionen Euro für hebammengeleitete Kreißsäle und Zentralen.
- Gesundheitsminister Hoch (SPD) kündigte Anreize für Selbstständigkeit und einen möglichen Hebammenbonus an, um die Geburtshilfe zu stärken.
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Rheinland-Pfalz plant eine Aufwertung des Hebammenberufs und die Stärkung der Geburtshilfe durch finanzielle Mittel für hebammengeleitete Kreißsäle und Zentralen. Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) kündigte dies in Mainz an.
Das Berufsbild Hebamme soll in Rheinland-Pfalz aufgewertet werden. In den kommenden zwei Jahren sollen rund 1,25 Millionen Euro im Haushalt für von Hebammen geleitete Kreißsäle und Hebammenzentralen zur Verfügung stehen, wie Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz ankündigte. «Wir wollen noch mehr solcher Kreißsäle etablieren.»
«Es gibt kein größeres Wunder als die Geburt eines neuen Menschen», sagte Hoch. «Gerade der Weg dahin und die Zeit danach bedarf oft der intensiveren Begleitung durch professionelle Hebammen, die Mut machen, Kraft geben und unterstützen, wo es notwendig ist.» Daher werde die Geburtshilfe auch weiterhin gestärkt.
Krankenhäuser mit zwei Kreißsälen sind Voraussetzung
Derzeit gibt es dem Ministerium zufolge sechs hebammengeleitete Kreißsäle in Rheinland-Pfalz. Sie seien in der letzten Wahlperiode unter der Ampel-Regierung mit 30.000 Euro pro Hebamme unterstützt worden.
«Es können nur Krankenhäuser mit mindestens zwei Kreißsälen auch einen hebammengeleiteten Kreißsaal haben, weil immer ein Arzt zugegen sein muss, der im Zweifel einen Notkaiserschnitt machen kann», betonte Hoch.
Hebammen beim Weg in die Selbstständigkeit unterstützen
«Wir wollen Hebammen ermuntern, in die Selbstständigkeit zu gehen.» Das Berufsbild solle aufgewertet und die Anerkennung für die Arbeit zum Ausdruck gebracht werden, sagte Hoch.
Hebammenbonus soll kommen
Der Hebammenbonus ist ein weiterer Anreiz. Ein einmaliger Zuschuss soll Hebammen den Wiedereinstieg in den Beruf als Selbstständige leichter machen - etwa nach einer eigenen Babypause. «Die Überlegungen dazu stehen noch am Anfang.» Wie hoch er ausfallen könnte, ist noch offen.
Im SPD-Wahlkampf war von 1.000 Euro pro Jahr für fünf Jahre die Rede. Die CDU wollte eine «verbesserte Förderung von Hebammenkreißsälen und Hebammenzentralen» sowie die Etablierung einer Amtshebamme und eines Hebammenregisters.
Hoch: Hebammenzentralen sind ein Gewinn für alle
«Ich bin ein großer Fan von unseren Hebammenzentralen», sagte Hoch. Auch sie sollen ausgebaut werden. Derzeit gibt es fünf im Land sowie verschiedene Gründungsinitiativen.
«Sie sind ein wirklicher Gewinn für alle», lobte der Minister. «Die Menschen, die eine Hebamme suchen, müssen sich nicht mehr die Finger wund wählen.» Die Strecken, die die Hebammen zurücklegen müssten, würden zudem selten angemessen bezahlt und mit Hilfe der Zentralen könnten auch Routen optimiert werden.
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Etablierung weiterer hebammengeleiteter Kreißsäle in Rheinland-Pfalz.
Muhtemel · Orta vadede
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- Wie hoch wird der Hebammenbonus ausfallen?
- Wann genau wird der Hebammenbonus eingeführt?

