Samsung Galaxy Z Fold8 im Test: Breiter, handlicher, aber immer noch teuer
Das neue faltbare Smartphone von Samsung überzeugt mit einem handlicheren Format und exzellenten Bildschirmen, hat aber Schwächen bei Preis, Kameras und Lautsprechern.
Hızlı Bakış
- Samsung stellt das Galaxy Z Fold8 vor, ein faltbares Smartphone mit neuem, breiterem und handlicherem Format sowie exzellenten Bildschirmen.
- Trotz Verbesserungen bei Design und Akkulaufzeit bleibt der hohe Preis ein Kritikpunkt, ebenso wie die Kameras und Lautsprecher, die nicht dem Premium-Segment entsprechen.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Samsung hält seit sieben Jahren an faltbaren Smartphones fest, die laut Counterpoint in Europa bisher nur einen Marktanteil von 1,5 Prozent erreichten, hauptsächlich wegen Klobigkeit, Unhandlichkeit und hohem Preis. Das Galaxy Z Fold8 soll diese Probleme mit einem neuen Format lösen.
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So könnte das beim Test des neuen Galaxy Z Fold8 von Samsung den ganzen Tag gehen. Genau dafür ist es ja gemacht: zum Auf- und Zuklappen. Deshalb ist es aber auch so teuer. Schon die günstigste Variante, mit 12 Megabyte (MB) Arbeitsspeicher und überschaubaren 256 Gigabyte (GB) Speicherplatz steht mit 1999 Euro auf Samsungs Preisliste. Die Topvariante mit 16 GB Arbeitsspeicher – gut für KI – und einem Terabyte Speicherplatz schlägt mit 2599 Euro zu Buche. Das sind stolze Preise, wenn man bedenkt, welche Nische das Fold8 bedient.
Samsung hält seit sieben Jahren daran fest, dass falt- und klappbare Smartphones, die sogenannten Foldables, die Zukunft mobiler Kommunikation sind. Dennoch haben es die Geräte laut Counterpoint in all den Jahren in Europa nur auf einen mageren Marktanteil von 1,5 Prozent gebracht. Die Gründe liegen auf der Hand: zu klobig, zu unhandlich, zu teuer. Und dann ist da auch noch diese unübersehbare Linie entlang des Falzes des Klappbildschirms.
Mit dem neuen Galaxy Z Fold8 könnte Samsung diese Probleme gelöst haben. Bis auf die Sache mit dem Preis.
Breiter ist besser
Auch bei der Handlichkeit hakte es bislang. Die ersten Foldables waren einfach dicke Klopper. Der Samsung-Erstling, das Galaxy Fold 5G, war zugeklappt 17,1 Millimeter dick und 263 Gramm schwer. Der aktuelle Nachfolger, das Fold8 Ultra, ist zwar nur noch 8,9 Millimeter dick und substanziell leichter, aber immer noch sehr lang. Und mit einem Startpreis von 2199 Euro auch teurer.
Da kommt das Fold8 genau recht. Denn mit dem probiert Samsung ein neues Format aus, das kleiner und vor allem breiter ist und dadurch handlicher wird. Anders als das Ultra und die früheren Folds passt es auch in kleine Hosen- und Jackentaschen. Klein ist es deshalb aber nicht. Der Außenbildschirm ist immerhin 5,5 Zoll breit, hat ein Seitenverhältnis von 16:10. Im Test hat sich das als ausgesprochen alltagstauglich erwiesen. Je nachdem, wie ich das Fold8 halte, erreiche ich darauf sogar einhändig den ganzen Bildschirm, habe trotzdem genügend Platz, um Nachrichten und E-Mails bequem zu lesen, den Browser zu bedienen, zu fotografieren und zu filmen.
Auch das immer wieder als Argument für Foldables bemühte Multitasking ist möglich, zumindest, wenn man sich auf zwei Apps nebeneinander beschränkt. Manchmal mag das sinnvoll sein, muss es aber nicht.
Wie man es dreht und wendet, das Format passt
Anders als bei früheren Foldables habe ich bei diesem Modell allerdings viel häufiger den Innenbildschirm aufgeklappt. Mit 7,6 Zoll kommt der schon fast ins Territorium eines iPad mini. Fast. Das 4:3-Format, wie früher bei Fernsehern, ist insbesondere zum Websurfen praktisch, oder wenn man E-Mails schreiben will. Apps wie Gmail und Outlook zeigen links eine Liste und rechts die jeweils ausgewählte Mail an, wie am Computer.
Fotos kann man, je nach Aufnahmeformat, bildfüllend anzeigen lassen. Und wenn es mal eine Hochkantaufnahme ist, dreht man das Samsung einfach um 90 Grad, das passt perfekt. Bei Filmen muss man hingegen mit schwarzen Balken oben und unten leben. Auch zum Lesen eignet sich das Format bestens, egal ob man Comics oder textlastige Formate bevorzugt.
Lästig nur: Wegen des Kameraaufbaus wird das Fold8 zum Wackelpeter, wenn man es auf den Tisch legt. Versuche, darauf zu tippen, quittiert es mit Klappern und Wackeln.
Nehmen Sie lieber Kopfhörer
Was Samsung nicht geschafft hat: Beide Bildschirme sind anfällig für Fingerabdrücke, eine oleophobe Beschichtung, die das Anhaften von Fingerschmutz reduzieren könnte, fehlt offensichtlich. Deshalb sehen sowohl der innere als auch der äußere Bildschirm schnell schmierig aus. Es lohnt sich deshalb, ein Mikrofasertuch bereitzuhalten, um die Oberflächen regelmäßig zu reinigen.
Die Bildqualität ist bei all dem ausgezeichnet, innen wie außen. Mit einer Spitzenhelligkeit von 3000 Nits, wie beim Ultra, kann man sie auch bei Sonne gut ablesen. Der Falz, also die Stelle, an der der Bildschirm gefaltet wird, ist kaum wahrnehmbar, bei hellen Inhalten gar nicht. Samsungs Investition in Titanfolien, die das biegsame Display stützen, zahlt sich aus. Weil sie je nach Anwendung zwischen einem und 120 Bildern pro Sekunde variieren, arbeiten die Bildschirme zudem energiesparend.
Aufladen? Manchmal!
In Kombination mit den Akkus auf Silizium-Kohlenstoff-Basis macht sich das bei der Laufzeit bemerkbar. Samsung verspricht 26 Stunden Videowiedergabe. Im Praxistest waren nach einem typischen Arbeitstag, an dem das Gerät im Hintergrund mehrere Hundert berufliche E-Mails empfangen und der Redakteur ständig Funktionen ausprobiert hat, am Abend noch 60 Prozent im Akku. Die einzige Möglichkeit, den Stromspeicher für einen Test der Ladefunktion zügig zu entladen, bestand darin, im Dauerbetrieb 8K-Videos aufzuzeichnen. Dabei wurde das Gehäuse warm, aber nicht heiß.
Das Aufladen soll akkuschonend schnell geschehen, weil die Akkus nicht seriell, also nacheinander, sondern parallel betankt werden. Von der USB-C-Buchse verzweigen zwei Leitungen, die die beiden Akkus gleichzeitig versorgen. Auf die Ladegeschwindigkeit wirkt sich das nicht aus, mit einer maximalen Ladeleistung von 45 Watt per Kabel und 20 Watt kabellos liegt das Fold8 eher am unteren Bereich dessen, was bei Android-Handys möglich ist.
Die Kameras: Fehlt da nicht was?
Ähnlich sieht es bei den Kameras aus. Das Fold8 hat zwei 50-Megapixel-Kameras für Weitwinkel und Ultraweitwinkel im Rücken sowie je eine Zehn-Megapixel-Selfie-Kamera auf der Innenseite und dem Frontdisplay. An denen gibt es nichts zu meckern, sie machen alle grundsolide Aufnahmen.
Für Menschen, die professionell Fotos und Videos produzieren, sind die Foto-App Expert Raw sowie ein Pro-Video-Modus anwählbar. Beide zeichnen Fotos respektive Videos ohne automatische Nachbearbeitung auf, sodass man deren Look in entsprechenden Apps selbst beeinflussen kann. Wer das für sinnvoll hält, kann sogar Videos in 8K-Auflösung aufnehmen.
Trotzdem bleiben hinsichtlich der Foto- und Videofähigkeiten Wünsche offen. Bei einem Smartphone, das 250 Euro teurer ist als ein Galaxy S 26 Ultra, erwartet man eine Telekamera und nicht eine Ausstattung wie beim günstigsten Galaxy S26. Beim Fold8 hofft man jedoch vergeblich darauf. Warum? Das Fold8 Ultra hat schließlich auch eine Telekamera sowie eine substanziell hochwertigere Weitwinkelkamera – obwohl es dünner ist.
So großartig die Bildschirme sind, so enttäuschend sind die Lautsprecher. Sie verschieben die Klangkurve weit in die Höhen, Bässe und untere Mitten sind kaum wahrnehmbar. Das klingt dünn und betont etwa bei Pop und Jazz die Becken des Schlagzeugs auf unnatürliche Weise. Wer Filme und Musik am Fold8 genießen will, ist gut beraten, dafür Kopfhörer zu verwenden. Samsungs Galaxy Buds zum Beispiel.
Mehr Mechanik
Wie bei jeder neuen Generation Foldables haben Samsungs Ingenieure die Scharniere überarbeitet, mit denen die Geräte gefaltet und geklappt werden. Betrachtet man die Schaubilder, die die Mechanik zeigen, liegt die Assoziation mit Uhrwerken nahe: Die Konstruktion besteht aus einer Vielzahl von Zahnrädern und Achsen.
Das Ergebnis ist, dass sich das Fold8 angenehm leicht und geschmeidig auf- und zuklappen lässt. Das Gehäuse ist bewusst so designt worden, dass im geschlossenen Zustand ein schmaler Schlitz bleibt. Auf diese Weise kann man leicht zwischen die Gehäusehälften greifen, um sie zu öffnen. Das klappt auch mit kurzen Fingernägeln gut.
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- Warum fehlt dem Fold8 eine Telekamera, die das dünnere Fold8 Ultra besitzt?






