Saudi-Arabischer Staatsfonds PIF wird FIFA-Partner
Der Public Investment Fund (PIF) steigt als Sponsor bei der FIFA ein, während Saudi-Arabien seine Sportstrategie weiter auf den Fußball fokussiert.
Hızlı Bakış
- Der saudische Staatsfonds PIF wird FIFA-Partner und vertieft damit die Bindung zwischen Saudi-Arabien und dem Weltverband.
- Während das Engagement im Golfsport (LIV-Tour) reduziert wird, bleibt Fußball zentraler Bestandteil der saudischen Investitionsstrategie.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Saudi-Arabien investiert massiv in den Sport, um seine Abhängigkeit von der Ölwirtschaft zu verringern. Dies wird international kontrovers als 'Sportswashing' diskutiert, während Experten auch innenpolitische Motive betonen.
Der Fonds gehört nun zur dritten Kategorie der FIFA-Partner. Zur ersten zählen Unternehmen wie adidas, Coca-Cola und Visa, seit 2024 auch der saudische Ölkonzern Aramco. Die zweite Kategorie umfasst Unternehmen aus den drei WM-Gastgeberländern. Finanzielle Details der Vereinbarung für Nordamerika und Asien wurden nicht genannt.
Mit dem neuen Deal vertieft Saudi-Arabien seine Beziehungen zum Weltverband Fifa weiter. Das von Mohammed bin Salman regierte Land hatte zuvor den Zuschlag für die Ausrichtung der WM 2034 erhalten und war bereits Sponsor bei der letztjährigen Club-Weltmeisterschaft in den USA. Die Club-WM gilt als Prestigeprojekt von Fifa-Präsident Gianni Infantino.
Zuletzt hatte der PIF angekündigt, die LIV-Tour und ihre Golf-Superstars nur noch bis zum Saisonende zu finanzieren. In die Golf-Liga waren in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge investiert worden. Die Entscheidung hatte Spekulationen über die langfristige Strategie des Staatsfonds im internationalen Sport ausgelöst. »Die erheblichen Investitionen, die LIV Golf langfristig benötigt, sind nicht mehr mit der aktuellen Phase der Investitionsstrategie von PIF vereinbar«, hieß es in der Begründung.
Vorwurf des Sportswashing
Fußball spielt offenbar weiter eine wichtige Rolle in Saudi-Arabiens Strategie, unabhängiger von der Ölwirtschaft zu werden. Laut Kritikern geht es der Regierung in Riad neben den wirtschaftlichen Zielen aber auch darum, ihr eigenes Image mithilfe von sogenanntem Sportswashing aufzubessern. Trotz einiger Reformen steht das Land bei Menschenrechtsorganisationen in der Kritik.
Es gibt aber auch Experten, die an der Sportswashing-These zweifeln. »Dieses Label kommt eher aus Europa. Wenn man überhaupt von Sportswashing sprechen kann, dann würde ich es als inländisches Image-Management bezeichnen. Denn Kronprinz Mohammed will in erster Linie das eigene Volk zufriedenstellen, die eigene Macht und den Reichtum des Landes sichern«, sagte der Sportökonom Simon Chadwick 2024 dem SPIEGEL.
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- Wie hoch ist das finanzielle Volumen des FIFA-Sponsoring-Deals durch den PIF?




