Schlüsselbeinbruch für Lipowitz nach Sturz bei der Tour de France
Der Red Bull-Fahrer stürzte auf der 16. Etappe, während sein Teamkollege Evenepoel triumphierte.
Hızlı Bakış
- Der deutsche Radprofi Lipowitz erlitt bei einem Sturz auf der 16.
- Etappe der Tour de France einen Schlüsselbeinbruch, nur zwei Tage nach Jonas Vingegaards Aus.
- Sein Teamkollege Remco Evenepoel gewann die Etappe, während nächtliche Dopingkontrollen im Fahrerlager für Diskussionen sorgten.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Nach dem Aus von Jonas Vingegaard erlitt auch Lipowitz bei der Tour de France einen Schlüsselbeinbruch. Zuvor waren nächtliche Dopingkontrollen bei mehreren Fahrern, darunter Lipowitz, durchgeführt worden.
48 Stunden nach dem Aus von Jonas Vingegaard hat es auch Lipowitz erwischt, jene beide, die vor einem Jahr in Paris noch neben Toursieger Tadej Pogacar aufs Podium gestiegen waren. Lipowitz konnte sich zwar noch selbst erheben, die eilig herangeschaffte Trage ließ er unberührt. Doch mit einer Hand an der verletzten Schulter und erkennbaren Schmerzen ließ der 25-Jährige sein Rennrad liegen und ging zu Fuß von der Fahrbahn, ehe er in ein Begleitfahrzeug stieg. Im Ziel von Thonon-les-Bains wurde Lipowitz in der medizinischen Station versorgt, seine Freundin Antonia stand dabei. Eine Wiederkehr der Boshaftigkeit dieses Sports, die leider dazugehört. Und, wie vor zwei Tagen, als Vingegaard seinerseits gegen einen Bordstein gekracht war, hatte dieser Unfall eine Vorgeschichte.
Nächtliche Dopingkontrollen bei Vingegaard und Pogacar waren das Thema der letzten Tourtage, ehe am Montag auch Lipowitz und das gesamte Red Bull-Team an der Reihe waren. „Auch wir sind heute Nacht besucht worden. Die Rennfahrer haben zum Teil schon geschlafen und haben die Kontrollen mitgemacht“, berichtete Team-Manager Ralph Denk vor dem Start im ZDF-Morgenmagazin. Anders als bei Vingegaard und Pogacar fanden die Kontrollen beim Red-Bull-Rennstall allerdings nicht mitten in der Nacht, sondern bereits gegen 22 Uhr statt. Im Fall Vingegaard kam im Fahrerlager der Verdacht des Zusammenhangs der nächtlichen Probe und des Sturzes auf.
Lipowitz’ Teamkollege Evenepoel triumphiert in seiner Spezialdisziplin
Der beschaulich bis verschlafene Kurort und Zielort dieser 16. Etappe war verglichen mit den Tagen zuvor nicht wiederzuerkennen. Unzählige Massen bevölkerten die Kleinstadt Thonon-les-Bains – und sahen dabei zu, wie am Ende Lipowitz’ belgischer Kapitänskollege Remco Evenepoel in seiner Spezialdisziplin triumphierte. Wie am Sonntag war nur er schneller als der Gesamtführende Tadej Pogacar, auf dem 26,1 Kilometer kurzen Zeitfahrkurs verkürzte der Olympiasieger seinen Rückstand im Gesamtklassement um eine halbe Minute, als Tagesdritter kam der Däne Mattias Skjelmose Jensen ins Ziel.
Lipowitz war vor dem Start der Etappe auf Rang fünf gelegen, ohne den Unfall hätte er im Wettkampf um Rang drei wohl einige Sekunden auf die vor ihm gelegenen Paul Seixas aus Frankreich und den Mexikaner Isaac Del Toro gutgemacht. Auf der abendlichen Pressekonferenz erklärte Pogacar, dass auch er Probleme in der für Lipowitz verhängnisvollen Kurve hatte. „Ich bin an derselben Stelle auch fast gestürzt“, sagte er. Bei der Streckenbesichtigung habe er dies „nicht gut einsehen“ können, so Pogacar: „Ich hoffe, Lipo ist okay.“ Später am Dienstagabend gab sein Team bekannt, dass Lipowitz bei seinem Sturz einen Schlüsselbeinbruch erlitt.
„Das ist ein großes Unglück. Es ist ein bittersüßer Sieg“, sagte Evenepoel im Sieger-Interview über den schweren Sturz seines Teamkollegen: „Ich wünsche ihm das Allerbeste.“ Patxi Vila, Sportlicher Leiter beim Team Red Bull, sprach von einem „seltsamen Gefühl. Wir sind glücklich und traurig. Ich hoffe, dass er schnell wieder gesund zurückkommt.“ Und so ging für die deutsche Equipe ein Tour-de-France-Tag zu Ende, der emotional kaum ambivalenter sein könnte.
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