Shoko Kawata, Bürgermeisterin von Yawata, geht in Mutterschutz
Ein Novum in Japans patriarchalem Staat, das Konservative aufregt.
Hızlı Bakış
- Shoko Kawata, die erste Bürgermeisterin von Yawata, Japan, geht in Mutterschutz, ein Novum im patriarchalen Staat.
- Sie meldet sich krank, um einen Präzedenzfall zu schaffen und auf ihr Gehalt nicht zu verzichten, was Konservative aufregt.
- Kawata will zeigen, dass Frauen Beruf und Familie nicht opfern müssen.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Shoko Kawata, die erste Bürgermeisterin von Yawata, Japan, geht in Mutterschutz, was in dem patriarchalen Staat ein Novum darstellt und Mütterdiskriminierung ("matahara") in Japan hervorhebt.
Vor einer Weile machte Shoko Kawata Schlagzeilen. Die 35-Jährige ist die erste Frau an der Spitze der Stadt Yawata in Japan. Nun geht sie in Mutterschutz. In dem patriarchalen Staat ist das ein Novum.
Mein Kollege Cornelius Dieckmann hat Kawata besucht. »Das System macht es Männern leicht, im Beruf Erfolg zu haben, während von Frauen erwartet wird, die Care-Arbeit zu erledigen«, sagte sie ihm. »Ich will zeigen, dass Frauen sich nicht für eins von beidem entscheiden müssen.« Mein Kollege schreibt mir, dass Kawata eine Selbstbestimmtheit ausstrahle, die selten sei in Japans Politik. Das Privatleben werde dort oft gänzlich dem Dienst geopfert.
Schwangere und Mütter werden in Japan derart benachteiligt, dass es ein eigenes Wort dafür gibt, wie Cornelius in seinem Text schreibt: »matahara«, Mütterdiskriminierung. Zwar steht Beschäftigten in Japan wie in Deutschland Mutterschutz zu. Gewählte Beamte bekommen in Yawata die 16 Wochen aber nicht, auf die Angestellte der Stadt sonst Anspruch haben. »Deshalb melde ich mich genau genommen krank«, sagte Kawata. Weil sie einen Präzedenzfall schaffen wolle, verzichte sie bewusst nicht auf ihr Gehalt.
So regt Kawatas Entscheidung für den Mutterschutz dann auch manchen Konservativen auf, schreibt Cornelius. Auch international gibt es wenige Vorbilder für diesen eigentlich so selbstverständlichen Schritt. Der jüngste und bekannteste Fall ist wohl Neuseelands Ex-Premierministerin Jacinda Ardern, die 2018 für sechs Wochen in Mutterschutz ging.
Ob Kawata dabei an Ardern gedacht habe, wollte mein Kollege von der Japanerin wissen. »Kawata lächelte und sagte, ehrlich gesagt habe sie davon gar nichts gewusst. Die Entscheidung habe sich einfach natürlich für sie angefühlt«, schreibt Cornelius mir. Und da Politik Teamwork sei und ihr Vizebürgermeister gut vorbereitet, werde die Regierungsarbeit unter ihrer Dienstpause nicht leiden, sagte Kawata.
Ich empfehle Ihnen Cornelius’ Text sehr: Sie regiert. Sie kriegt ein Baby. Na und?
Bundan Sonra Ne Olabilir?
Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz
Kawatas Entscheidung könnte eine breitere Debatte über Mutterschutz und Frauenrechte in der japanischen Politik auslösen.
Muhtemel · Aylar içinde
Açık Sorular
- Wie werden andere japanische Politiker auf Kawatas Entscheidung reagieren?
- Wird Kawatas Vorgehen zu einer Gesetzesänderung für gewählte Beamte führen?
- Wie wird die Öffentlichkeit in Yawata auf ihre Abwesenheit reagieren?






